Agnostische Kryptoparalogie

abgerissene Birne Manche Leute sagen, es gibt Gespenster. Manche Leute sagen, es gibt keine Gespenster.
Ich aber frage: Was ist eigentlich mit dem viel interessanteren Mongolischen Todeswurm? Gibt es den?
Unter der Erde auf ahnungslose Opfer lauernd, beginnt er seinen weichen, wurmförmigen Körper im entscheidenen Moment aufzublähen. Dies geschieht derart, dass sich viele lustige, giftspritzende Blasen auf der leuchtend roten Todeswurm-Haut bilden. Mit seinem Toxin kann das mehr als 60 cm lange Gewürm einem ausgewachsenen Kamelhengst den Garaus machen. So denken zumindest einige aberwitzige Nomaden der Wüste Gobi über das gruselige Kryptid-Würmchen.
Viel gemütlicher ist da der Yowie, ein australischer Verwandter des Big-Foot. Wenn der unter Stress steht, wird kein Gift gespritzt, sondern lediglich gestunken, mittels aktiver Stinkdrüsen oder so.
Ein in alpenländischen Breiten beheimatetes Untier ist der Tatzelwurm, auch bekannt als Spring- oder Stollenwurm bzw. Bergstutzen. Der hat zwar – im Unterschied zum Yeti – noch kein Beweisfoto von Reinhold Messner schießen können, allerdings erschien bereits ein Bild von ihm. Das wurde in der Berliner Illustrierten Zeitung im April 1934 veröffentlicht. Der Bildautor, ein etwas ängstlicher Herr namens Balkin, verbalisierte das Ungetüm als einen „dicken Fisch mit ziemlich mürrischem Aussehen“. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, Herr Balkin hat damit nicht den Tatzelwurm beschrieben, sondern das Erscheinungsbild des sagenumwobenen Bagger-Lesers vorweggenommen. Und in der Tat, es fällt gar nicht schwer, den Bagger-Leser in die Reihe der Todeswürmer und Stinkyetis einzugliedern:
Seine Existenz ist ebenfalls zweifelhaft, man bekommt ihn so gut wie nie zu Gesicht, aber einige wenige träumen hie und da von ihm und spüren ihm nach. Zu Letzteren zählt vermutlich auch eine Handvoll weltfremder Idealisten der Bagger-Redaktion.
Ich als agnostischer Hobby-Kryptoparaloge möchte den gemeinen Bagger-Leser weder leugnen noch bestätigen, komme aber mit einem hoffentlich fruchtbaren Vorschlag:
Wer das hier liest, knipse bitte ein Selbstporträt, scanne es ein und schicke es per E-Mail an abrissbirne@derbagger.org. Mit etwas Glück kann man das mürrische, dicke Fischgesicht bestätigen oder gar widerlegen. Zweifelhaft bleibt es aber bestimmt, denn wer liest schon den Bagger?

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