Apropos Luftdruck

Geht es Ihnen auch so, dass Ihnen der immerzu auf uns lastende Luftdruck schön langsam zu Kopfe steigt und beim Hals raushängt? Es gibt Leute, die jetzt endlich mal was dagegen unternehmen wollen.

Das so genannte “Braune Zerwürfnis Österreichs” (oder so ähnlich) will nämlich generell entschieden gegen den Druck vorgehen und ihn verbieten. Das klingt vielleicht (in Zeiten des Wahlkampfes) zunächst überzogen, hat aber durchaus seine Berechtigung: Druck ist ja doch irgendwie was unangenehmes, wenn man nur an den Druckschmerz denkt – oder natürlich ganz besonders an die vielen Tiefdruckgebiete, die uns das Schönwetter versauen. Auch nicht zu verachten ist der Zeitdruck, dann noch der Notendruck, oder allgemein der Erfolgsdruck. Das alles sollte mit Nachdruck verboten werden.

Halt! Bevor das jetzt noch in eine Wahlempfehlung ausartet, soltle erwähnt werden, dass es auch absolut lebensnotwendige Drücke gibt, deren Abschaffung keinen guten Eindruck erwecken würde. Allen voran der Druck aller Drücke – der Zeitungsdruck. Meine lieben Herrn vom BZÖ Kärnten, da stellen wir Ihnen den Baum auf, wenn Sie uns da mit Verboten kommen, auch wenn Sie sich hinter verschobenen Ortstaferln verdrücken!

Wie auch immer, der Bagger wird allen drohenden Abschaffungsbestrebungen trotzen und bald wieder in Druck gehen – deshalb sagen wir für Oktober gleich mal Hochdruck voraus.

Kommentare

Immer diese Ursachen

Und dieser Villacher Druckverbieter scheint wirklich ein ganz cleveres Kerlchen zu sein. So wird er auf der oben verlinkten Seite wie folgt zitiert:

Lang: „Unangenehm für Verantwortliche wie Umweltreferent Reinhart Rohr ist, dass er wissen müsste, dass viele solcher Unfälle vermieden werden könnten, wenn man die Ursachen beseitigt."

Erstaunlich - sind docht tatsächlich die Ursachen an Unfällen schuld. Kaum zu glauben!
Ich würde sogar behaupten, dass diese vermaledeiten Ursachen generell für alles verantwortlich gemacht werden können.

sofern man noch an das

sofern man noch an das konzept der kausalität glaubt.

Wer von Ursachen spricht

impliziert damit aber eigentlich schon das Kausalitätskonzept.

auch wenn er sagt:

"ursachen gibt es gar nicht"?

wär schade, wenn es so

wär schade, wenn es so wäre. dann bräuchten wir einen anderen sündenbock, der für alles herhalten kann.

Die Gesellschaft! Die ist

Die Gesellschaft! Die ist an allem schuld.

natürlich.

Wenn er sagt, dass es keine Ursachen gibt, dann findet er womöglich am Kausalitätskonzept keinen Gefallen. Der Begriff "Ursache" impliziert das Kausalitätskonzept - wer ihn verwendet, setzt damit das Kausalitätskonzept voraus (auch wenn man es negieren will).

haarspalterei.

der begriff impliziert natürlich das konzept. "begriff" könnte sogar einfach ein deutsches wort für "konzept" sein, je nach individuellem sprachgebrauch; jedenfalls taugt es als lehnübersetzung. das ist also so, als ob ich sage: "das vorhandensein von computern impliziert, daß rechner da sind."

um von etwas zu sprechen, reicht es aber, das wort zu gebrauchen. das ist nicht dasselbe wie ein operieren mit dem begriff (oder konzept, je nach geschmack).

ei ei

ich würd zwar begriff nicht mit konzept unbedingt gleichsetzen, aber meinetwegen. aber du hast da was übersehen: Ursache ist nicht das selbe wie Kausalität! Ich würde sagen, der Begriff "Ursache" ist ein konstitutiver Bestandteil des Kausalitätskonzeptes/begriffs. Und wenn du von "Ursache" sprichst, dann heißt das, dass du auch einen Begriff von Kausalität voraussetzt (sonst könntest du ja gar nicht von Ursache sprechen - außer du verstehst darin einfach was anderes).

Das ist so wie beim Begriff "widerspruchsfrei" - das heißt dass du auch einen Begriff von "Widerspruch" haben musst, um überhaupt von Widerspruchsfreiheit sprechen zu können.

obwohl:

eine ausrede ließe ich noch gelten: dass du von sachen sprichst, deren bedeutung dir nicht bekannt sind. wenn ich "aösdfjköasdjf" ausspreche, dann setzt das natürlich keinen anderen begriff voraus, der damit was zu tun hätte. dann reicht es auch - wie du sagst - nur das wort zu gebrauchen. Ansonsten freilich nicht!

das ist keine ausrede

sondern eine tatsache. hör mal zu, was die leute so reden - daß jemand von etwas spricht, wovon er eigentlich kein konzept hat, passiert alle augenblicke. besonders bei politikern (und bei kindern, die noch keinen großen wortschatz haben, aber den erwachsenen wörter nachsagen).
"meiner ansicht nach gibt es in der welt keine manticoren" - dabei habe ich so gut wie keine vorstellung davon, was eine manticora ist (halt irgend so ein fabeltier).

im übrigen gibt es wohl mindestens zwei auffassungen von "an ein konzept glauben":

1) glauben, daß das konzept existiert
ich glaube z.b. nicht an das konzept von einem dreibeinigen fisch, der levkojen spuckt. das heißt, zumindest, bevor ich diesen satz geschrieben habe, hatte vermutlich niemand auf der welt die vorstellung von einem solchen. ausdenken kann man sich jeden schwachsinn, und dann gibt es sofort ein konzept davon.

2, und das meinte ich) glauben, daß das konzept gültig ist in dem sinn, daß ihm auch irgendwelche gegebenheiten entsprechen. da gibt es dann natürlich feine unterschiede: wenn es um literatur, kunst und mittelalterliche theologie geht, dann glaube ich an das konzept des einhorns. wenn es um zoologie geht, nicht. und in sinn 2) glaube ich nach wie vor nicht an das konzept vom dreibeinigen fisch, obwohl es seit ein paar zeilen eindeutig existiert.

und: sobald man ursachen in abrede stellt, ist das ganze konzept von kausalität im eimer. man muß dann also nicht auch alles andere, was eventuell dazugehört, noch einzeln negieren.

völlig klar

nichts anderes meinte ich ja. wer ursachen (allgemein) in abrede stellt, stellt auch das kausalitätsprinzip damit in abrede - weil eben der begriff "ursache" den kausalitätsbegriff impliziert. q.e.d.

zu vorhin: falls er sagt "ursachen gibt es nicht", dann impliziert er also (wie von mir behauptet) den kausalitätsbegriff. zusatz: vorausgesetzt er versteht, was der begriff "ursache" bedeutet (davon bin ich halt mal ausgegangen). ansonsten kann er natürlich noch so oft wie ein papagei das wort "ursache" in den mund nehmen, und wird keinen blassen tau davon haben, was mit kausalität gemeint ist.

so ähnlich, aber nicht ganz.

es wird wohl kaum einen denk- und sprachfähigen menschen geben, der sich unter kausalität nichts vorstellen kann (die mehrheit scheint sogar ganz selbstverständlich vorauszusetzen, daß es sowas gibt). und natürlich gehört zur kausalität die vorstellung von "ursache", so daß man sich also auch darunter etwas vorstellt. zu bekunden, daß man eine vorstellung von "ursache" hat, wäre also ganz überflüssig. und darauf zu insistieren, daß jemand, sobald er das wort ursache versteht und benutzt, damit bekundet, daß er eine vorstellung von ursache hat, ist noch um eine stufe überflüssiger.
aber wie ich mit meinem zweipunkteprogramm gesagt habe: ein konzept von kausalität kennen ist etwas anderes als an dasselbe glauben. sonst würden ja auch alle atheisten an gott glauben - denn wenn sie gar nicht wüßten, was ein gott denn sein soll, wären sie keine atheisten.
somit ist all das gerede von "begriff" und "implizieren" pure haarspalterei und berührt die sache nicht. (einwürfe dieser art sind natürlich als rhetorische tricks sehr nützlich: man kann damit jede diskussion vom thema wegziehen und fast beliebig lang aufhalten.)

alles schön und gut

aber was du damit erreichen willst musst du schon auch erklären. ob jemand an kausalität glaubt oder nicht ist mir ziemlich powidl - sofern jemand weiß, wovon er spricht, und den ursachenbegriff in abrede stellt (von mir aus nicht an ursachen glaubt), stellt er damit auch kausalität in abrede. willst du dem widersprechen? wenn ja, dann musst du das auch sagen und wenns geht auch begründen.

nein,

das war ja mein ausgangspunkt: "die ursachen sind an allem schuld" - "wenn und nur wenn man an das konzept der kausalität glaubt."
und wenn man sagt "ursachen gibt es gar nicht", dann bekundet man damit eben gerade, daß man NICHT an das konzept der kausalität glaubt (zu diesem zweck muß man natürlich wissen, was kausalität und ursachen sind, sonst wäre die bekundung sinnleer).

somit war dein erster einwand banal, und das "aber" darin hat keinen zweck. nur darum geht's.

auch nicht richtig

Kurz gesagt: Es ist logisch nicht sinnvoll, davon zu sprechen, dass x die Eigenschaft y besitzt (oder nicht besitzt), wenn man gleichzeitig x nicht als gegeben annimmt.

Ein Beispiel: "Pegasus ist an allem schuld." Der Satz ist genauso sinnlos wie "Pegasus ist nicht an allem schuld."

Darum mein alles andere als banaler Einwand, dass man Kausalität voraussetzt, wenn man von Ursachen spricht (zusatz 1: und die Bedeutung kennt; zusatz 2: und was sinnvolles damit aussagen will). Wir können jetzt von mir aus noch darüber diskutieren, welchen Sinn es hat, Antinomien auszusprechen, oder auch über die Logik von negativen Existenzsätzen (da wurden schon ganze Bibliotheken vollgeschrieben), ich glaube das führt jetzt aber einfach zu weit.

Wenn was banal ist, dann die Zusätze.

was aber bedenklich ist,

ist mein Einwand oben:

"Wenn er sagt, dass es keine Ursachen gibt, dann findet er womöglich am Kausalitätskonzept keinen Gefallen. Der Begriff “Ursache” impliziert das Kausalitätskonzept – wer ihn verwendet, setzt damit das Kausalitätskonzept voraus (auch wenn man es negieren will)."

Da war ich etwas vorschnell ... aber gut.

eben, sag ich ja.

"ursachen sind an allem schuld" kann nur wahr sein, wenn es kausalität gibt.
wenn es keine gibt, ist der satz sehr wohl auch sinnvoll (jeder kann ihn verstehen, weil jeder das konzept von "ursache" und "kausalität" kennt), aber falsch - etwas, das es nicht gibt, kann auch an nichts schuld sein, wie z.b. pegasus.
wobei der pegasus-satz durchaus auch einen guten sinn geben kann, wenn man unter p. nicht ein konkretes flügelroß versteht, sondern eine chiffre für "poetische begeisterung, die den dichter mit sich fortreißt".
wenn ich ein gedicht schreibe, das unlesbar oder anstößig ist, dann kann ich mich ganz gut auf pegasus ausreden. (dieselbe unterscheidung wie oben in bezug auf einhorn.)

ach

Unsinn. Du kannst ganz einfach nicht entscheiden, ob x die Eigenschaft y hat oder nicht hat, wenn x nicht existiert. Ob Pegasus grün ist oder nicht - wie willst du das entscheiden? (Du argumentierst ja in der Art: etwas kann nicht grün sein, wenn es nicht existiert)

Jedenfalls: Der Satz "Ursachen sind nicht an allem schuld" ist NUR DANN richtig ODER falsch, wenn es ursachen gibt. Ansonsten ist es nicht sinnvoll, über Ursachen zu sprechen. Und worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man SCHWEIGEN !!!!!

oder aber darüber

oder aber darüber SCHREIBEN :)

hehe

ja, da hat wittgenstein eindeutig eine lücke übersehen.

das ist unfug.

wenn etwas nicht existiert, dann hat es GAR keine eigenschaften (es sei denn, man betrachtet nichtexistenz als eigenschaft, was geschmackssache ist).
folglich, wenn es keine ursachen gibt, ist es auch richtig zu sagen, daß ursachen nicht grün sind.

zum beispiel gibt es keine 7€-münzen. darum habe ich recht, wenn ich sage, daß eine 7€-münze nicht aus kupfer ist. und zwar so lang, bis jemand 7€-münzen aus kupfer geprägt hat.

und selbstverständlich kann man über sachen sprechen, die nicht existieren! nicht sprechen kann man nur über sachen, die nicht denkbar sind.

nicht sprechen

kann man nur über sachen, die nicht sprechbar sind. Und übrigens, angeblich hat Pegasus die Eigenschaft, zu fliegen – und das Einhorn die Eigenschaft, zu galoppieren.

nein:

zum konzept "pegasus" gehört die eigenschaft flugfähigkeit. pegasus selbst hat keine eigenschaften, weil es ihn nicht gibt. ebenso könnte es mit den ursachen sein: zum konzept "ursache" gehört die fähigkeit, wirkungen zu erzeugen. gleichwohl könnte es sein, daß es solche ursachen in wirklichkeit nicht gibt.
zum konzept "einhorn" gehören viele eigenschaften, etwa daß es zahm wird, wenn es einer jungfrau begegnet, und dann seinen kopf auf ihren schoß legt. daß ihm galoppieren explizit zugeschrieben wird, habe ich noch nicht gehört - könnte aber sein. das einhorn selbst galoppiert jedenfalls nicht, und es hat nicht einmal ein horn, weil es nämlich kein einhorn gibt. gleichwohl läßt sich das einhorn denken, daher gibt es das konzept vom einhorn, und weil es das gibt, kann man auch über einhörner reden.
umgekehrt könnte es sachen geben, von denen man genau deswegen nicht reden kann, weil es kein gedankliches konzept von ihnen gibt. solche dinge könnten dabei ohneweiters wirklich existieren (und wir haben entweder nur keine informationen darüber, oder sie sind für menschen generell gedanklich nicht faßbar). auf solche sachen bezieht sich die aufforderung wittgensteins, nicht auf solche, die es einfach nur nicht gibt (oder wenn doch, dann hat wittgenstein unsinn verzapft).

man lernt nie aus

ich wusste gar nicht, dass ein konzept solche eigenschaften haben kann. hat mir da nicht zuvor irgendwann mal irgendwer haarspalterei vorgeworfen?

neinnein,

du verstehst miß.
das konzept vom einhorn HAT nicht die eigenschaften, die dem einhorn zugeschrieben werden. die kann nur das einhorn selber haben (falls es existiert).
aber teil des konzepts ist, daß dem konzipierten x gewisse eigenschaften zugeschrieben werden. das konzept könnte sogar nur aus solchen zuschreibungen bestehen, aber ich will jetzt keine exakte definition von "konzept" auskochen müssen.
in der umgangssprache kommt es leicht vor, daß das konzept mit dem konzipierten verwechselt wird, als wenn man sagt: "das einhorn gibt es nur in der sage", oder "das einhorn existiert in deinem kopf". präziser wäre "die vorstellung vom einhorn gehört zum inhalt mancher sagen" und "das konzept vom einhorn existiert in deinen gedanken, sofern du eine vorstellung von einem einhorn hast".
dies ist nicht haarspalterei, sondern das ist so. sonst wären 1000 vorgestellte € gleich 1000 wirklichen €.
und: da bei so ziemlich jedem wort, das in natürlicher sprache verwendet wird, sich zumindest irgendwann einmal jemand etwas gedacht hat (ausnahmen wären höchstens "krost" oder "kantofrickel", die konstruiert wurden, um zu zeigen, daß es auch wörter geben kann, bei denen sich niemand etwas denkt), ist es selbstverständlich, daß bei denkendem gebrauch eines wortes ein konzept impliziert wird. die tatsache dieser implikation ausdrücklich festzustellen, wäre höchstens sinnvoll, wenn ansonsten der verdacht besteht, jemand könnte ein wort verwendet haben, ohne es selbst zu verstehen. daß der sprecher/schreiber der ansicht ist, daß dem konzept auch etwas reales entspricht, wird natürlich mit dem bloßen wortgebrauch nicht impliziert (weil das konzipierte nicht dasselbe ist wie das konzept).

ok

hast recht, ich kenne die argumente auch, die zum teil von kant stammen. aber um das gehts mir ja auch hier nicht wirklich, sondern eher darum, dass man nicht sagen kann "Ursachen sind dann nicht an allem schuld, wenn das Kausalitätskonzept nicht gilt" Du behauptest aber das Gegenteil, und das ist ganz einfach Unsinn - Begründung siehe Kommentar unten.

doch, das kann man sagen.

wenn das kausalitätskonzept nicht gilt, dann bewirken ursachen nichts (es gibt dann gar keine, weil eine ursache ja wohl als etwas definiert ist, was eine wirkung auslöst).
folglich sind sie dann an nichts schuld (eigentlich sind sie das sowieso nicht, weil "schuld" meiner ansicht nach nur einem denkenden wesen zuschreibbar ist, aber man hat eben mit metaphorischem sprachgebrauch zu rechnen, in diesem fall mit einer mäßigen vermenschlichung der ursachen).
das kann man nicht nur sagen, das ist sogar eine binsenweisheit.

Mehr Einsicht braucht das Land

Ein letzter Versuch:
Deine Behauptung, dass für etwas nichtexistentes keine Eigenschaften zutreffen, ist aus folgendem Grund problematisch (nehmen wir wieder das Beispiel mit Pegasus und der Eigenschaft "grün"):

Wenn du behauptest, dass für Pegasus nicht die Eigenschaft "grün sein" zutrifft, dann gilt:

(*) Pegasus ist nicht grün

Nun müsste Pegasus unter allen nichtgrünen Dingen zu finden sein. Ist es aber nicht !!!! Ergo gilt: Pegasus ist weder grün, noch nicht grün - ein Widerspruch par excellence! Du vergisst nämlich, dass auch das Nichtzutreffen einer Eigenschaft wieder eine Eigenschaft ist. Für ein Ding x trifft entweder y oder non y zu - Tertium non datur!!! Sätze, die diese Bedingung nicht erfüllen, sind ganz einfach sinnlos. Und wenn du das noch immer nicht verstehst, dann gebe ich klein bei und verweise auf Lektüre und/oder Lehrveranstaltungen über Prädikatenlogik. Wenn du das jedoch verstehst, aber nicht _glauben_ willst bzw. die Axiome und Regeln der Logik nicht akzeptierst, dann ist eine Diskussion über Ursachen etc. sowieso für Arsch und Friedrich.

boah.

daß das nichtzutreffen einer eigenschaft selbst eine eigenschaft sei, das vergesse ich lieber gleich wieder: ich halte es für eine abwegige behauptung. wenn du sie beweisen kannst, bitte, ich lasse mich gern belehren.

eher würde ich sagen, daß alle nichtexistierenden dinge zu den nichtgrünen dingen gehören, und auch zu den nichteßbaren und den nichtgehenden. grün oder eßbar sein, oder spazierengehen, kann eben nur etwas, was es auch gibt.
schwierigkeiten ergibt das höchstens für jemanden, der alle nichtgrünen etc. dinge aufzählen möchte - weil er dann alles nennen muß, was es nicht gibt, und natürlich nur das nennen kann, wovon es wenigstens ein konzept gibt. so eine vollständige aufzählung würde dann wohl sehr lang, und falls es unkonzipierbare dinge gibt, werden sie darin fehlen, und die aufzählung wäre unvollständig. anläßlich eines solchen aufzählungsversuchs müßte ein mensch eben seine unzulänglichkeit zugeben, aber es gibt schlimmeres.

sachen, von denen man nicht weiß, ob sie existieren oder nicht, bzw. solche, die einfach noch niemand gesehen hat, könnten natürlich genausogut grün wie nicht grün sein. insofern kann man natürlich die entscheidung, ob pegasus grün sei, aufschieben, bis ihn jemand bei geeignetem licht beobachtet hat. sofern wir uns aber einig sind, daß es ihn nicht gibt, ist er nicht grün und gehört nach meiner auffassung in eine liste der nichtgrünen dinge, genauso wie bielefeld.

der satz “eher würde ich

der satz "eher würde ich sagen, daß alle nichtexistierenden dinge zu den nichtgrünen dingen gehören" zeigt, dass du meine argumentation nicht verstanden hast. Ein Beispiel: Nehmen wir ein überschaubares Diskursuniversum von 5 dingen, nämlich 2 grünen und 3 gelben Bällen. In diesem Universum existiert zum Beispiel kein grüner Rabe. Wenn ich jetzt die Behauptung aufstelle, dass (innerhalb des Diskursuniversums) ein grüner Rabe ein nichtgrünes Ding ist, dann ist das FALSCH! - denn unter den nichtgrünen Dinge finden sich nur 3 gelbe Bälle, und kein grüner Rabe, auch kein Pegasus, kein Bielefeld, und schon gar keine nichtschuldige Ursache.
Um "nicht grün" sein zu können, muss etwas existieren - ob im gedanklichen Universum, im "realen", oder sonstwo, ist powidl - sobald man die existenz eines dinges negiert (und darauf kommts an), kann man nicht mehr davon sprechen, dass dieses ding eine eigenschaft besitzt oder nicht. man kann (und soll) dann einfach GAR NICHTS darüber aussagen. und da hat wittgenstein alles andere als unsinn verzapft - eher hat er gezeigt, wie man das verzapfen von unsinn vermeiden kann.

quatsch.

zum konzept eines grünen raben gehört, daß er grün ist. sollte also ein grüner rabe existieren, dann ist er grün. wenn er nicht existiert, ist er NICHT grün, weil nur grün sein kann, was auch wirklich da ist.
folglich gehören zu den nichtgrünen dingen dieses universums auch alle grünen raben, weil es eben keine gibt. denn das grünsein ist in dem fall keine eigenschaft, die einem realen objekt zukommt: sondern nur die zuschreibung des grünseins ist ein bestandteil des konzepts, dem im besonderen fall eben nichts reales entspricht.
das ist genau die verwechslung von konzept und konzipiertem, die es zu vermeiden gilt. grün kann nur etwas sein, das licht reflektiert. ein gedachter rabe reflektiert kein licht. und aus.
demzufolge ist es sinnvoll und richtig zu sagen "grüne raben sind nicht grün", solange und nur solange es keine grünen raben gibt. und wenn die herren pro und wittgenstein was anderes behaupten, dann irren sie sich. basta.

“folglich gehören zu den

"folglich gehören zu den nichtgrünen dingen dieses universums auch alle grünen raben,"

so, lieber caru. jetzt denken wir mal scharf nach. welche dinge gehören zu diesem universum? und wenn wir das haben - welche davon sind nicht grün? und dann: ist da ein grüner rabe darunter?
Wenn du jetzt nicht zum schluss kommst, dass das nicht der fall ist, dann tuts mir leid, dann ist ganz einfach hopfen und malz verloren.

zu den existierenden nichtgrünen dingen dieses universums

gehören ein paar gelbe bälle, ich hab die zahl vergessen.
zu den nichtexistierenden nichtgrünen dingen dieses universums gehören alle sachen, die es darin nicht gibt. einschließlich pegasus, bielefeld und alle grünen raben. und das habe ich schon ein paarmal gesagt.
man muß mir schon meine denkweise lassen und kann mir keine fremde aufzwingen.

gut

ich nehme zur kenntnis, dass du der meinung bist, dass in einem universum, welches genau 5 dinge beinhaltet, sich noch unendlich viele andere dinge tummeln. und ich nehme zur kenntnis, dass nichtexistente grüne raben nicht grün sind. ist zwar alles totaler schwachsinn, aber bitte. und denkweisen sind übrigens auch veränderbar, wenn man nur mut zur einsicht besitzt.

und du bist der ansicht,

daß man nichtexistente dinge in der gleichen weise finden können muß wie einen (existierenden) grünen ball. na dann viel spaß beim suchen.
(etwas, das in einem gegebenen universum nicht existiert, kann zwar wohl in einem anderen existieren. aber manches existiert vielleicht in keinem, gehört also zum set der nichtexistierenden dinge jegliches universums. der einfachheit halber, und um überhaupt auf einen grünen zweig zu kommen, kann man sich natürlich darauf einigen, daß man mit den grünen dingen eines universums nur die existenten meint. das ist aber eine konvention, nicht die einzige möglichkeit.)

in besagtem

diskursuniversum bin immer noch ich gott und bestimme was da drin ist und was nicht.

halt, halt.

sicher kannst du als gott bestimmen, was dort existiert. und damit bestimmst du wohl gleichzeitig auch, was nicht existiert - eben alles andere. (wenn tatsächlich nur die bälle dort sind, dann gibts zum beispiel auch keine luft dort: deswegen leben dort auch keine grünen raben.)
wenn du aber bestimmen kannst, daß grüne raben dort nicht existieren und auch nicht nicht existieren, dann tertium datur. das ist nach meiner auffassung durchaus möglich, nach deiner ist es schwachsinn.

regressus

ad infinituuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu.....

nun ja.

wenn du allerdings ein ordentlicher gott bist, dann mußt du auch sachen machen können, die logisch unmöglich sind: z.b. bestimmen, welche art von logik in deinem universum gilt, und dann dinge tun, die dieser logik widersprechen (umso leichter, als du ja nicht in deinem universum bist).

ich kann

etwas essbares so heiß machen, dass ich es selbst nicht zu essen vermag (experimentell bestätigt).

kann ich

auch. allerdings hält der zustand nicht lange an.
ich kann auch etwas so scharf würzen, daß ich es selbst nicht essen kann, oder zumindest nicht ohne schleimhautschäden.

lass

uns kämpfen - gott gegen gott.

worum gehts?

wer das blödere universum schafft?

meins

besteht aus nichts und frisst sich selbst.

sehr genügsam, eigentlich.

meins enthält 64589 nichtexistierende lila mäuse, die sich seit anfangsloser zeit um 10 dag existierenden gouda raufen. (sie haben sonst nichts zu essen, denn das universum besteht nur aus dem gouda.)

die grünen raben hast du

die grünen raben hast du vergessen! die wollen doch immerhin auch was zu essen.

nein.

in diesem universum gibt es keine grünen raben. weder existierende noch nichtexistierende. sie sind dort logisch unmöglich.

seeeeeehr witzich.

seeeeeehr witzich.

es gibt dort sogar

überhaupt nichts nichtexistierendes, außer den erwähnten mäusen.

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