Butze Wirsch: Gastroenteritia. Music for triangel quintet, piccolo and violas. 200?

Was hat sich der Komponist wohl dabei gedacht? müsste man sich beim Anhören dieses ersten Monumentalwerks unweigerlich beständig fragen. Schon vor knapp zehn Jahren hatte Wirsch mit Werken im Stile seiner „faekralen Musik“, welche sich auf urtümliche, von alters her gepflogene Klänge beruft, Aufsehen erregt und wenig später mit seinen „An/n/alen 2000“ für Furore in Konzerthäusern und Feuilletons gesorgt.

Die Kritiker waren dabei immer auf seiner Seite; es ist allerdings zu befürchten, dass Wirsch dies mit vorliegendem Werk nicht gelingen würde. Zu inkontinent die Satzweise; einer Horde wildgewordener Elefanten gleich rumpelts im Kontrapunkt, was allerdings dem bedeutenden Einfluss der Savannenlandschaft Westafrikas auf den damals 6jährigen gerecht würde; zu matschig die Triangel-Kadenzen in offenbar bewusst langweilig gehaltender Atmosphäre. Wirsch vermag es nicht, auch nur einen Hauch von Transzendenz in den schwülstigen Klangteppich der Streicher – allesamt Bratschen – einzuweben. Bleibt zu hoffen, dass er’s nie komponiert.

Kommentare

is au so

bestimmt!

ich gebe zu bedenken, dass

ich gebe zu bedenken, dass unverhofft oftmals doch mit einer von null verschiedenen wahrscheinlichkeit daherkommt.

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