Freie Medien (Podiumsdiskussion)

Am Donnerstag, 18. September 08 fand in den Räumlichkeiten von Global 2000 eine Podiumsdiskussion zum Thema “Haben freie Medien Zukunft?” statt.

Eingeladen hatte dazu der Präsident des Österreichischen Medienverbandes, Martin Aschauer, der außerdem auch bei der Plattform fm5 maßgeblich beteiligt ist. Am Podium sitzen weiters Thomas Weber (the gap), Marie Ringler (Kultur und Mediensprecherin der Grünen Wiens), Klaus Stimeder (Datum), Barbara Novak (SPÖ-Gemeinderätin), Susanne Hanger (Österreichische Jugendpresse), Ritchie Pettauer (Datenschmutz), Alexander Dechant (Resident).

Anlass war, dass chilli.cc, eine ursprünglich spö-nahe, zuletzt aber unabhängige online-Plattform vor einiger Zeit aus finanziellen Gründen den Betrieb eingestellt hat. Der im Publikum anwesende Chilli-Herausgeber János Aladár Fehérváry klärt aber auf, dass inzwischen ein größeres Medienhaus eingestiegen ist und das Magazin ab Ende Oktober wieder weitermachen wird.

Die beiden anwesenden Politikerinnen, Marie Ringler …

… und Barbara Nowak haben Vorschläge, inwiefern die Förderungen erweitert werden könnten. Klaus Stimeder vom Datum scheint davon nicht viel zu halten.

Er fordert, mit dem Gesudere aufzuhören. Die Medienlandschaft in Wien sei so frei und vielfältig wie nie. Und wer es nicht selbst schaffe, sich zu etablieren der sei es auch nicht wert, künstlich erhalten zu werden. Die Verteilung der bestehenden Förderungen scheint er aber auch unsinnig zu finden und hätte gerne eine Revolution.

Im zahlreich erschienenen Publikum ist auch die Bagger-REdaktion vertreten und lauscht dem Meinungswettstreit.

Wenn ihm 8000 Euro Förderung angeboten werden würden, käme er sich verarscht vor, so Stimeder.

Ritchie Pettauer vom Blog Datenschmutz, ist großteils seiner Meinung, hält aber finanzielle Unterstützung im Bereich der Grundausgaben (Serverkosten, Druckkosten, …) für sinnvoll.

Offensichtlich war, dass die sogenannten freien Medien nicht so sehr einer Meinung waren, inwiefern sie nun von öffentlicher Seite Unterstützung wollen und vor allem auch was freie Medien überhaupt sind bzw. wer als solches bezeichnet werden kann.

Und auch wenn der Politik gegenüber scheinbar größeres Misstrauen herrscht, vielleicht gibt es in absehbarer Zeit ein weiteres Treffen, um in diese Richtung etwas in Bewegung zu setzen.

Mehr dazu:
http://derstandard.at/?id=1220458610218

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