Ja, Panik – The Angst and the Money (2009/Schönwetter)

Ja, Panik! - The Angst and the Money Ja, Panik kommen auf Album Nr. 3 in einem ziemlich sexy Outfit daher. War das Vorgängerwerk eher schroff, so wurden die Aufnahmen diesmal etwas aerodynamischer angelegt. Damit macht sich die Band aber nicht nur radiofreundlicher, sondern das steht den Songs auch wirklich sehr gut. Das Klangspektrum macht deutlich weiter auf und verhilft damit der Kontingenz (ich hasse das Wort, aber hier paßt es!) der spechtlschen Zeilen noch mehr zu ihrem Recht als zuvor.

Auch der Gesang holt weiter aus und verläßt das spechtl-typische Skandieren, um sich auch mal zu einem seidigen Geschmachte hinreißen zu lassen – damit es dann doppelt scheppert, wenn er sich bei der nächsten Nummer die Seele aus dem Leib schreit. So manövriert die Band ihr Schlachtschiff souverän durch die Musiklandschaft und verwandelt dabei ihre Eindrücke in doppelbödige Manifeste, nur um diese augenblicklich wieder einzureißen. Und genau das ist der Witz an der Sache: Sie spielen mit sich selbst Katz und Maus: Dokumentieren. Vernichten. Dokumentieren. „Wir drücken niemals nie auf record, keine Beweise gibt es nicht. All unsere Brüder, unsere Schwestern schätzen wie wir den Überblick. Unsere Methoden sind umstritten und sind es wiederum auch nicht.“ Keine Widerrede: Wer Ohren hat, der höre!

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