Kältebekämpfungsmittel

An die Uni geh ich gerne, weil ich da so vieles lerne. Soll jetzt keine Bauernregel (wenn dann wohl eher Studentenregel) sein, aber es ist wohl was wahres dran. Zum Beispiel kann man lernen, dass der Volksmund irrt und sich Alkohol doch nicht so gut als Kältebekämpfungsmittel eignet.

Der tut nämlich in böser Manier die Hautdurchblutung erhöhen und so die Zentraltemperatur verringern. Und ganz gemein ist, dass so subjektiv ein Gefühl der Wärme entsteht. Fazit: Unterkühlten Menschen bitte keinen Schnaps geben, kann anscheinend lebensgefährlich sein. Sollte die Lebensgefahr noch in weiter Ferne sein, können Sie sich als geübter Konstruktivist aber in freien Zügen einen Dreck um irgendwelche objektiven Kältekriterien scheren und guten Gewissens zur Flasche greifen. Warm ist halt einem, wenn man sich so fühlt. Ach ja übrigens: Kälte gibts eigentlich gar nicht, sondern nur mehr oder weniger Wärme. Und Wärme ist ja auch nix anderes als die Auswirkung von schnellen Teilchenbewegungen – faule Teilchen machen quasi Kälte. Vielleicht versuchen Sie es doch einfach mal mit einem Motivationsprogramm als Alternativlösung. Und wenn Sie das ganze thermodynamische Gefasel jetzt nicht verstanden haben, dann kann ich Ihnen nur die Ausgabe 5 des Bagger ans Herz legen, die sollte da Klarheit schaffen.

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