Kernöl als Energieträger der Zukunft

Energie! Vergesst Rohstoffknappheit und Klimawandel – das Energieproblem ist gelöst: Steirer­men san very good und vollbringen eine Weltsensation, indem ihnen erstmals die Kernspaltung bei Cucurbita pepo var. Styriaca (auch „Steirischer Ölkürbis“ genannt) gelingt. Bei der atomaren Reaktion der Kürbiskerne werden gewaltige Energiemengen frei, als Endprodukt bleibt zudem hochwertiges dichromatisches Kernöl übrig. Ein neues Zeitalter der so genannten „dunkelgrünen Energie“ wird anbrechen, riesige Kürbisfelder werden die Landschaften schmücken, die Schlacht um den Nordpol wird ausbleiben und Russland wird sich des Spottes kaum erwehren können. Österreich, ein Land, das sich bis dato noch atomfrei (sic!) nennen darf, wird den Kernen Aufenthaltsgenehmigung erteilen und Ansprüche auf die friedliche Nutzung von Kernölenergie stellen. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEO wird sich in IKKEA, die Internationale Kürbiskernenergieagentur, umbenennen und Kernölwaffeninspekteure in unser Land bringen, die sogleich das umfunktionierte Kraftwerk in Zwentendorf inspizieren. Russische Satellitenfotos wollen die Existenz von Raketenbunkern in der Weststeiermark zu beweisen wissen – Beteuerungen seitens der Regierung, dies seien Schilcher-Weinkeller, bleiben ungehört. Daraufhin stellt Kärnten Besitzansprüche in der Steiermark, Haider verbündet sich mit Gaddafi und Putin und marschiert mit der Villacher Faschingsgilde (Operation „Schluss mit lustig“), bestückt mit libysch-französischem Waffenmaterial und eskortiert durch russische Panzer, im Grenzgebiet ein. Der schwelende Krieg ums Kernöl eskaliert, woraufhin sich Hillary Clinton entschließt, das Land der Berge kräftig aufzumischen … Wie man sieht, dürfte also die Idee mit dem Kernöl doch eine schnapsgetränkte sein. Bleiben wir doch lieber bei Salat.

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