Lueger haben kurze Beine

Karl LuegerWie der kleine Adi dem großen Karli verfiel

Es kommt schon öfters vor, dass der Herrgott nicht ganz aufpasst, jedenfalls gibt es im Laufe unserer Geschichte schon immer wieder so kleine Anzeichen von geistiger Schwäche bei ihm. Da geht’s mit ihm durch, vielleicht macht er auch ein kleines Scherzchen dann und wann, oder er hat gerade wichtige Termine, jedenfalls läuft’s öfters mal ein wenig verkehrt da oben, und daraus resultieren hier unten bei uns schlußendlich dumme Dinge, beispielsweise das Schnabeltier, die Sackratte oder der Karl Lueger.

Während man ersteres vielleicht noch als – mehr oder weniger – gelungenen Scherz bezeichnen könnte, der niemandem wehtut, sind die letzteren beiden ein „pain in the ass“. Vielleicht sind sie aber gerade auch deswegen so eng miteinander verknüpft:
Der Karl Lueger wurde 1844 bereits mit einer sehr aktiven und renitenten Bande von Filzläusen geboren, vor allem deshalb, weil seine Eltern diese Tierchen zeit ihres Lebens brav kultiviert hatten; die Forschung vermutet, daß sich die Sackratten schon – durch den Geburtskanal in den Mutterleib eingedrungen – von Luegers Fruchtwasser ernährt und den armen jungen Mann schlußendlich bei der Geburt befallen hatten, wodurch dessen körperliche Extremitäten auch nicht genug Nahrung bekamen, um sich einem richtigen Menschen entsprechend zu entwickeln.
Dadurch bekam der kleine Karli mit „Contagankrippl“ einen eigenen diminuativen Spitznamen in der Kinderkrippe sozusagen gleich mitgeliefert, und seine Größe war kein Vorteil, wenn man den anderen nicht davonlaufen konnte im Schulhof!
Seine Beine waren so kurz, daß er ständig mit den Hoden am Boden schleifte. Am Asphalt war das sehr schmerzhaft und deshalb wurde er oft cholerisch in späteren Jahren und brüllte Sachen wie: „Wer ein Jud’ ist, das bestimme immer noch ich!“
Aber eigentlich war er ein guter Kerl, und bei Wahlreden war für den angehenden Bürgermeister denn schnell die richtige Taktik gefunden, der Karl von Vogelsang legte ihm immer ein kleines Stück Blumenwiese unter den Sack, das Gras kitzelte so schön, und schon war Lueger wieder froh, und für die Wählerschaft überzeugend! „So ein lustiger Mann, regelrecht ein Kaschperl, den muß man einfach gern haben!“ Alle lachten dann mit ihm über seine traditionellen Scherze, „Aller Zwist, auch der bei uns in Österreich herrscht, ist darum durch die Juden entfacht!“, und eine immer größer werdende Schar von Zuhörern zog konsequenterweise auch zukünftige berühmte Männer zu seinen Reden, den Adolf Hitler zum Beispiel.
Und alle hörten sie ihm zu. Das machte den Karl glücklich. Und manchmal machte er eine Mulde im Gras, einfach so, aus Erregung, und wieder manchmal verursachte er Regen, in seiner eigenen kleinen Graswelt.
Luegers Beliebtheit war enorm und er wurde bald zum Bürgermeister der Reichshauptstadt gewählt. Und wieder. Und wieder! Ganze viermal haben ihn die Wiener gewählt, so toll war er, aber der Kaiser, dieser weltfremde weise Herrscher, wollte es ihm nur einmal gönnen.
Wahrscheinlich deshalb, weil der Herr Lueger, obwohl er sich so anständig bemühte, im Herzen doch kein wahrer Österreicher war:
„Ja, wissen’S, der Antisemitismus is’ a sehr gutes Agitationsmittel, um in der Politik hinaufzukommen; wenn man aber einmal oben is’, kann man ihn nimmer brauchen, denn des is’ a Pöbelsport!“
Pfui. Nein danke. So einen Nestbeschmutzer kann ein anständiger Mensch niemals wählen! Antisemitismus ist ein österreichischer Nationalsport! Was bildet der sich ein?
Aber trotzdem: Was für ein großartiger Luegner, der Dr. Lueger, jetzt gibts sogar schon eine Partei mit lauter kleinen Luegnern, und wenn sie Geld haben, dürfen da auch Juden rein. Wenn das der Adolf Hitler wüßte, gell, Adolf?

„Jedenfalls lernte ich langsam den Mann und die Bewegung kennen, die damals Wiens Schicksal bestimmten: Dr. Karl Lueger und die christlich-soziale Partei. Als ich nach Wien kam, stand ich beiden feindselig gegenüber. Der Mann und die Bewegung galten in meinen Augen als ‚reaktionär‘. Das gewöhnliche Gerechtigkeitsgefühl aber mußte dieses Urteil in eben dem Maße abändern, in dem ich Gelegenheit erhielt, Mann und Werk kennenzulernen; und langsam wuchs die gerechte Beurteilung zur unverhohlenen Bewunderung. Heute sehe ich in dem Manne mehr noch als früher den gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten.“

– Adolf Hitler: Mein Kampf, Seite 54–65

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