Pavement – Brighten the Corners (Matador) 1997

ng“ hab ich irgendwo mal gelesen. Ich bin da anderer Meinung, für mich ist es ihre beste Platte, aber es ist schon auch eine Seltenheit, daß die „schlechteste“ Platte einer Band überhaupt hörenswert ist. Das kann ich eigentlich von keiner Band behaupten. Egal. „Brighten the Corners“ ist für mich die klügste Platte überhaupt. Die Texte machen bei Malkmus zwar meist herzlich wenig Sinn, aber im Zusammenspiel zwischen diesen trockenen bis zynischen Worten und der pavement-typischen Gratwanderung zwischen hymnischem Pop und Zähneknirschen wird klar, daß hier jemand nachgedacht hat. Malkmus jagt in einem irrsinns Tempo durch ein gedankliches Dickicht und versteckt darin Perlen wie: „You’ve been chosen as a extra in the movie-adaptation of the sequel to your life“ oder „open call for all prison architects – send the blueprints a.s.a.p.“ Abgesehen davon lebt der Gesang Malkmus’ in erster Linie von dessen eigenwilliger Phrasierung. Das ist sowohl melodisch als auch in Bezug auf die eigenwillige Betonung der Worte zu verstehen. Kommt auch vor, dass er einfach nur jault oder schnarrt. Die Platte beginnt mit dem fulminanten „Stereo“ („hey! Listen to me! I’m on the stereo!“), das in wunderschöner Selbstherrlichkeit vor sich hin stampft und, endet mit dem epischen „Fin“ zu dem sich gegen Schluss eine unverschämt schief heulende Gitarre gesellt. Fazit: Hallelujah!

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