Rechts-Links

Ist das noch sinnvoll, das Links und Rechts? Ist das nicht eher eine Layoutsache?
Seit Jahrzehnten wiederholt das linke Professoriat, dass Sozi/Kommunismus links und Faschi/Nazismus rechts sind. Strache und Haider sollen rechts sein, brutale Glatzen ebenso. Rechts sind aber auch die Liberalen und Libertarianer. Wie geht das zusammen?
Nehmen wir zwei Parameter: Macht des Staates (was darf der Staat vorschreiben und bestimmen) und das Geld, das er den Menschen unter Androhung der Gewalt nimmt (= Steuern):
Ganz links auf der Skala sind dann kommu/faschistische Diktaturen.

Sie bestimmen das Leben total, verlangen hohe Steuern, versprechen soziales Paradies. Verstaatlichen vieles/alles. Hitler hat 1934 per Gesetz die Aktionäre praktisch enteignet. Die Herrschenden dürfen alles.
Am rechtsrechten Eck sind dann Anarchokapitalisten (Rothbard): Privateigentum wird geschützt. Der Staat kehrt zu seiner Grundfunktion zurück: innere und äußere Sicherheit. Sogar die Polizei wollen manche selbst organisieren. Der wichtigste Wert ist die persönliche und wirtschaftliche Freiheit. Meine Dienstleistungen kann ich ohne Lizenz anbieten. Die Armen werden privat versorgt, ohne die Staatsmaschine.
„Unsere“ Gesellschaften in Europa sind frei und demokratisch, mehr oder weniger korrupt, aber alle ziemlich links der Mitte: Für fast alles ist ein Papier/Diplom usw. nötig. Das erste halbe Jahr arbeiten wir nur für den Staat. Der Staat will wissen, wo ich wohne (Meldezettel); so was haben nur die USA und GB usw. nicht.
Worte wie „Rechtsextremisten“ sind eine Beleidigung jedes Rechtsgerichteten (Freiheitsliebenden). Die „Rechtsextremisten“ sind nämlich Extremlinke mit viiiel Rassismus/Antisemitismus etc. Haben sie mal einen „Rechtsextremisten“ nach niedrigen Steuern, Gewerbescheinabschaffung, freiem Warenfluss oder Zollfreiheit schreien gehört? Ich auch nicht. Nur das populistisch/sozialistische blabla über die Reichen/Ausländer/Juden etc.

Wissenswertes:

  • Hitler führte Spitzensteuersätze über 90% ein, selbst zahlte er als Kanzler aber keine; 1933 hatte er noch 405 000 RM Steuerschulden. Der Berghof kostete ihn schließlich 7,2 Mille.
  • Im Kommunismus wurde sogar die Schwimmhosenfarbe vorgeschrieben – die Einzige, die es halt im jeweiligen Jahr gab, falls es überhaupt Schwimmhosen gab. Es war eine echte Konsumdiktatur – du musstest kaufen, was du in der Schlange erstanden hast.
  • Die Punkte 7, 9, 11, 13, 14, 15, 16, 17, 20 des Programms der NSDAP von 1920 stehen in jedem kommunistischen Programm auch, manche der Punkte lieben auch die Sozialisten.
  • Der einzige rechte Diktator in der Geschichte des Planeten war vielleicht Pinochet: diktatorisch, aber die Wirtschaft öffnete er. Mordete viel, aber weniger als Castro (3000 vs. 17000 Tote + 60000 Ertrunkene).
  • Steuersenkung kurbelt sofort die Wirtschaft an. Hohe Steuern können jedoch Literatur ankurbeln: Astrid Lindgren verdiente verdienterweise sehr viel und zahlte brav die hohen schwedischen Steuern, bis sie 1976 eine Steuervorschreibung von 102% der verdienten Kronar bekam. Sie zürnte und schrieb die süße Saga Pomperipossa i Monismanien. Eine Steuerdebatte folgte und Socialdemokratiska arbetareparti wurde abgewählt.

Kommentare

schlecht recherchiert

Der Autor stellt hier einen Widerspruch darin fest, dass sowohl Faschisten/-innen als auch Liberale als rechts bezeichnet werden. Über diesen Umstand scheinbar verwundert, richtet er das politische Spektrum an der Macht des Staates und der Steuerpolitik (die eigentlich auch nur ein Teil der staatlichen Hoheit ist) neu aus. Diese Einteilung entspricht allerdings keiner einzigen gängigen Definition des politischen Spektrums. Nicht weiter überraschend, dass Korbelik in einer völligen Begriffsverwirrung endet, in der Nationalsozialisten/-innen – ob hoher Steuern – zu Linksextremisten/-innen werden.

Der angesprochene Widerspruch, dass Faschisten/-innen und Liberale beide als rechts bezeichnet werden, lässt sich übrigens leicht auflösen: das Attribut „liberal“, also „freiheitsliebend“ lässt sich nämlich sowohl auf die Freiheit von Kapital als auch auf bürgerliche Freiheiten anwenden. Aus diesem Grund werden Liberale meist in Wirtschaftsliberale und Gesellschaftsliberale eingeteilt, wobei nur erstere als politisch rechts gelten.

Es wäre wünschenswert, wenn in Zukunft nicht nur historische Daten, sondern auch die theoretische Grundlage der Artikel von Jan Korbelik ausreichend gut recherchiert würden.

In diesem Zusammenhang sei (nur als Ausgangspunkt der Recherche) auch auf den Wikipedia-Artikel "politisches Spektrum" verwiesen, wo gängigere Unterscheidungskriterien von politisch links und politisch rechts präsentiert werden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum

Nun ja.

Herrn kor ging es sicher nicht darum, "gängige" Definitionen zu verwenden und die Einteilung in Rechtes und Linkes möglichst noch weiter zu subtilisieren - was ohnedies nur ein Puzzlespielchen für gewisse Polit-Theoretiker ist - sondern einen eigenen Ausblick zu versuchen, gerade außerhalb der Schemata, wie man sie auf der verlunkenen Wiki-Seite finden kann. Ich mache das jetzt auch mal, nur anders.

Von der Warte des gesunden Menschenverstandes sehe ich genau zwei Möglichkeiten: Entweder man gibt das Links-Rechts ganz auf und betrachtet jede politische Gruppierung, Ideologie etc. als Individuum, indem man einfach feststellt, was sie sagt, fordert, tut. Oder man trifft eine Unterscheidung in Link und Recht so, daß sie einfach und eindeutig ist und keine Paradoxa erzeugt, wie es die bestehende tut (etwa: Hitler und Stalin unterschieden sich hauptsächlich durch die Barttracht, trotzdem stufen wir einen als rechts, einen als links ein - schlagende Studentenverbindungen gelten heute mit Recht als recht, waren aber unter Hitler verboten - die christliche Kirche war anfangs kommunistisch organisiert und ein Dorn im Auge der Imperatoren, heute würde sie am liebsten den Duce aus dem Grab kratzen, usw.)

Mein Vorschlag:

Wo eine bestehende Ordnung aufrechterhalten werden soll (sei sie christlich, marxistisch, islamisch, ariertümlich oder der Willkür eines Individuums entsprungen); wo dieser Ordnung der einzelne Mensch untergeordnet wird ("Du bist nichts, dein Volk ist alles"); wo ein bestimmter Teil der Menschheit als mit Recht privilegiert gilt und alles, was nicht in das jeweilige System paßt, ruhig im Dreck vor sich hindümpeln kann, sofern es nicht gerade mit Gewalt niedergehauen wird - dort haben wir Rechts.
Rechts waren alle Imperatoren der Geschichte, von Darius I. über Qin Shi Huangdi bis zum unverwüstlichen Fidel. Rechts waren selbstverständlich Stalin und Hitler, Dollfuß und Haider; rechts waren Ceausescu, Tito und alle Ostblock-Barone; rechts sind Strache und die Leute, die letzthin in der Hofburg mit ihm gefeiert haben. Rechts ist auch der Papst samt den Seinen.

Wo jeder Mensch einfach Mensch sein darf; wo übergeordnete Strukturen sich immer wieder neu ergeben und organisch weiterwachsen, ohne daß das Neue oder das Alte als solches bevorzugt wird; wo jeder jeden gelten läßt und die Freiheit des Individuums nur durch die Freiheit der anderen Individuen beschränkt wird, dort ist Links.
Links sind, meines Erachtens, die Herren caru, kor und Rousseau (der leider schon tot ist). Wer noch?

Liberté, Egalité, Darjeeling-Tee!

Zu deinen Vorschlägen

Nun ja.

Dein Vorschlag, die Einteilung von Links und Rechts aufzugeben und stattdessen die einzelnen politischen Akteure/-innen in "Cluster" einzuteilen ist ja nicht neu und steht auch im verlinkten Wikipedia-Artikel (hast Du ihn angesehen?) unter "Politische Milieus".

In Deinem anderen Vorschlag triffst Du die gleiche Einteilung wie cor, indem Du Rechts und Links an einer Achse zwischen viel Individualismus und viel Staat aufspannst.

Interessant ist, dass Deine Ergebnisse dabei im direkten Widerspruch zu denen von cor stehen. Bei cor sind Kommunismus und Nationalsozialismus links und Liberale rechts. Bei Dir ist es genau umgekehrt.

Wäre es verfehlt daraus zu schließen, dass Eure Definition im Gegensatz zu den gängigen Definitionen von Links und Rechts ziemlich uneindeutig ist?

hast du meinen beitrag

hast du meinen beitrag gelesen? ich habe NICHT die von dir angeführte clusterbildung vorgeschlagen, sondern erwogen, jede politische person oder gruppe als einzelfall zu sehen. das ist aber (wenn du weitergelesen hast) nicht mein standpunkt, sondern ich benutze für meine zwecke eben genau die von mir auseinandergesetzte einteilung in links und rechts.
sie ist völlig eindeutig: jede politische "wesenheit" läßt sich danach verläßlich als links oder rechts deklarieren. nur gängig ist sie nicht - aber das braucht sie auch nicht zu sein. echte liberale wären nach meiner definition - wenn du sie gelesen hättest - links! (strache etc. sind nämlich nicht liberal.)

wenigstens unsere kürzel könntest du richtig wiedergeben. es heißt kor und nicht, wie du schreibst, cor - letzteres ist wohl eine kontamination aus kor und caru, was zeigt, daß du entweder nicht in der lage oder nicht willens bist, auch nur uns beide auseinanderzuhalten!

gelesen

Klar hab ich Deinen Beitrag gelesen. Ziemlich genau sogar und ich bin auch auf den Inhalt eingegangen.

Die Buchstabenverwechslung tut mir leid. Pardon!

dann ist’s ja gut. in

dann ist's ja gut. in diesem sinne beantworte ich also die frage am ende deines letzten beitrags:
ja, das wäre völlig verfehlt - weil es nicht so etwas wie "unsere" definition gibt. kor hat SEINE auffassung von links und rechts, ich habe MEINE. diese sind weitgehend unterschiedlich, jede für sich aber eindeutig. daher treffen sie verschiedene, aber jeweils klare einteilungen, was zu begrüßen ist.

allgemein ist die einteilung in links und rechts - wie jeder versuch, alles vorhandene in genau zwei gruppen einzuteilen - eine sehr grobe und dient nur der ersten orientierung. da man aber (wie hier zu sehen ist) schon über diese grobeinteilung mindestens dreierlei meinung sein kann und somit bei jedem statement darüber erst einmal die auffassung dessen mitzudenken ist, der es äußert - läßt sich natürlich noch viel, VIEL mehr darüber streiten, was ein bißchen rechts, halblinks, so gut wie neutral oder beinahe fast gar nicht dreiviertelrechts ist ("spektrum").
eines ist aber kor so klar wie mir: alle faschisten und häupter totalitärer staaten gehören in denselben topf, egal welches label man daranhängt. stalin, mao, dollfuß, franco, adenoid hynkel und benzino napaloni waren alle vom selben schlag, haben nach denselben methoden gearbeitet und gehören daher alle auf dieselbe seite.

Vorschlag

Warum nicht einfach links und rechts durch "gut" und "böse" ersetzen und dann folgende Einteilung treffen: Ich und alle, die ich mag sind gut, alle die ich nicht mag sind böse und alle, die ich nicht kenne, oder, die mir egal sind, sind irgendwo dazwischen. Das gilt dann für jeden gleichermaßen und universell und man müsste nicht länger versuchen, irgendwelche theoretischen Grundlagen für eine solche Einteilung an den Haaren herbei zu ziehen.

bis hierher war die

bis hierher war die diskussion leidlich ernst gemeint, abgesehen vom satirischen element des artikels. jetzt wirds nur noch sarkastisch.

Dankedanke --

-- Marcel und Caru für die Beiträge
ich werde auch meinen Senf dazu geben: Nun jetzt komme ich nicht dazu, wir sind mitten in Vorbereitung des glorreichen 7. deutsch-tschechischen Kultur-Brunches! (ist weder linx noch rechts)
http://kcrehlo.cz/de/index.php runterscrollen ...

Eines nur: Ich las natürlich den Artikel in Wiki, ist für mich jedoch bloß ein Ausdruck von dem, was ich "das linke Professoriat" nenne.
Übrigens: Marcel, mehr Humor tut's! Siehe den vollen Titel der Zeitschrift Bagger :D
Schönen Abend!

Kritik gerne, aber fundiert

Stell Dir vor ich bin Journalist und schreibe einen Artikel über den Unterschied zwischen Katzen und Hunden. Als Kriterien ziehe ich die Ohren und die Haare in den Ohren der beiden Tiergruppen heran.
Oho, was merk ich da: Alle Katzen haben spitze Ohren mit Haaren drin und auch viele Hunde (etwa Schäferhunde, Chihuahuas und Dingos) tragen dieses Merkmal.
Das lässt zwei Schlüsse zu:
(1) Es gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen Hunden und Katzen, die meisten Hunde sind Katzen mit viiiel Wauwau und die einzigen echten Hunde sind Bernhardiner.
(2) Die Unterscheidungskriterien die ich herangezogen habe sind unsinnig, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich in Wahrheit eine Auseinandersetzung mit der Materie verweigere.

Wenn die Definition von Begriffen lückenhaft ist oder Widersprüche aufweist, ist Kritik an der Definition oder am Begriff natürlich zulässig und wichtig.
Um Definition und Begriff in Frage stellen zu können, muss man beides aber ausreichend gut kennen. Dass die Definition vom "linken Professoriat" (wer soll das eigentlich sein?) kommt, negiert sie nicht.

doch, doch, eingehend und jahrelang recherchiert!

Hallo Leute!

Caru, dein Links/Rechts-Vorschlag gefällt mir. Aber die Commies etc. wollen doch unbedingt links sein. Lassen wir sie dort - ich will mit ihnen aber nicht das Quartier teilen! Sie sind ungewaschen, wollen mir meinen Computer (Arbeitsmittel!) verstaatlichen und ihre Polizei ist brutal! Mir wurscht, ob links oder rechts, ich will dort, wo mehr Freiheit waltet :D

Ja – diese köstliche Diskussion motiviert mich, dass ich mich jetzt dem Thema mehr widmen werde. Hoffe, Marcel, dass du nicht in Nirvana verschwindest! Jetzt, bevor ich angefangen habe zu skribbeln, stellte ich fest, dass auf einem amerikanischen Server vom Bagger abgeschrieben wurde :D :D
http://tcsdaily.com/article.aspx?id=121509A, 15.12.2009 veröffentlicht

Deine Ideen, Marcel, über die "gängigen Definition des politischen Spektrums", werden dort als
“... insidious ideas of the 20th Century .... a lie that has infected the general population; a lie that has made it possible for the political Left to flog its opponents for decades as "rightwing fascists...”
genannt. Oder "the greatest hoax of modern history".^^
Oder auch: “People are always talking about the political spectrum, but many don't know what their political spectrum is based upon, or even how a spectrum works.”
Wir sehen: von mir abgeschrieben! Gemein!
Versuche bitte das Ding zu Ende zu lesen: Die Bagger-Ecken sind zeichenmäßig sehr knapp gemessen, es ist nicht möglich, dort alles schnell zu erklären. Jon N. Hall tut es. Danke.

Ich muss zugeben: Das Buch, das er zitiert, Liberal Fascism, fixiere ich gerade mit meinen Augen, ich habs gelesen und mich inspirieren lassen. Aber die anderen Inspiratorinnen sind da im Regal, ca. 50 von denen (Sollte eigentlich verboten werden, solches rechtsrechtes Zeugs! Ist für uns eh fast verboten: Die deutschen Ausgaben von diesen Machwerken werden nie erscheinen ...)

Meine Bedienungseinleitung zur Welt: Nix deutsche Wikipedia, nix linkes Professoriat (ich dachte, dass es selbsterklärend ist, ich meine mit diesem Fachbegriff, dass auf unseren Unis Politik&c. meistens Altlinke mit 68-Ausbildung unterrichten, die „Destructive Generation“, © Peter Collier&David Horowitz -- und wir glauben ihnen), nix KroneStandardPresseOrf. Lieber viele gute Bücher, Blogs und offene Augen.

[off topic: Ein weiterer Lustigbegriff ist das Wort „konservativ“. Milton Friedman (Bussi in den Himmel, Milton!) wehrte sich, als ein Konservativer bezeichnet zu werden. Z.B.: Wenn ich könnte, würde ich die meisten Lizenzen, Papierln, Gewerbescheine und ähnlichen Schmorrn abschaffen: Jeder von uns sollte die Fähigkeiten auf dem Markt anbieten dürfen. Ich würde auch zu einem Arzt ohne Lizenz gehen, wenn er einen guten Ruf hätte.
Das ist nicht konservativ, das wäre eine Revolution ohnegleichen, oder?]

Marcel, deinen Einwand „Es wäre wünschenswert, wenn in Zukunft nicht nur historische Daten, sondern auch die theoretische Grundlage der Artikel von J.K. ausreichend gut recherchiert würden“ kann ich nicht annehmen: Mich interessieren die „theoretischen Grundlagen“ nur als Material zum Lachen. Fakten, historische Daten sind mir viel wichtiger. (Ich höre schon: Die Postmoderne sagt, es gebe keine Fakten. Meine Antwort: Mu-ha-haaa!)
Ich weiß, es geht um das Knödel: Abermillionen von Intellektuellen lassen sich von ArbeiterInnen und BäuerInnen dafür bezahlen, dass sie theoretisch grundlagieren – und außer ihnen hat niemand was davon.

Will nicht böse sein, aber meine Bedienungsanleitung wäre: Mehr denken und weniger denken lassen. Zu einer Analyse, was z.B. dieser Ostblockistan war, brauchen wir nur unsere Birne und jede Menge Fakten darüber, wie das Leben dort vor sich ging.

Marcel, Caru: Danke wirklich für die guten Ansätze. Caru, das mit LinksRechts werde ich mir noch überlegen. -- Jetzt werde ich die Diskussion zum o.g. Artikel lesen. Es sind schon 115 Beiträge dort und ich will sie alle lesen! Guten Morgen!

An die Redaktion:
Wir sollten vll den Hall (Jon N. Hall is a programmer/analyst from Kansas City) zum Bagger abziehen. Er hat jede Menge Humor.

Oh My Dog, ist die Diskussion spannend!

Zum Artikel oben, Kostprobe:
Name: thecolonel
Subject: stop worrying about fascists
Date/Time: 16 Dec 2009, 5:08 PM
Nice to see somebody else also saying that leftists are striving little wanna-be totalitarians.
It corresponds with my definition that all those tags like liberal, socialists, commie, nazi, etc. are all variants of fascism.

The only ones in the charge that don't want to use force to make others comply are the anarchists.

http://tcsdaily.com/discussionForum.aspx?fldIdTopic=9811&fldIdMsg=107540

Ich les schon noch mit

Keine Angst, kor, ich les schon noch mit. Allerdings verliere ich den Gefallen an dieser Diskussion.

Ihr "patzt" hier mit Begriffen herum, als ob ihr sie erfunden hättet. Das ist aber nicht so. Die Wörter, die ihr hier nach belieben mit Bedeutung füllt haben eine klare Definition. Referenzen dafür gibt es genug, aber was hilft das, wenn sämtliche ernstzunehmende Quellen und Wissenschaftler/-innen (unter denen es linke wie rechte gibt) einfach mit "lie that has infected the general population" und "linkes Professorat" vom Tisch gewischt werden? Ich habe keine Lust mehr Dir, kor, "hinterherzufegen" und jede reißerische aber falsche Aussage (wie die Verwechslung(?) von Arbeitsmitteln und Produktionsmitteln in Deinem letzten Posting) zu korrigieren. Worüber sollen wir also noch diskutieren?

Vielleicht über die Kernaussage, die cor, karu und Jon N. Hall in seinem Artikel (in dieser Republikaner/-innen-Zeitung, in der - wie mir scheint - hauptsächlich Gründe dafür gesucht werden, warum armen Amerikanern/-innen keine Gesundheitsvorsorge und keine anständige (Hoch-)Schulbildung zusteht) gemeinsam haben? Das politisch links und politisch rechts angeblich das selbe ist, wenn man es zu extrem macht? Na, dafür brauch ich aber keine Bagger-Redakteure, dazu muss ich nur die Kronenzeitung aufschlagen oder es mir am Stammtisch in einem x-beliebigen Beisl* von einem/-r Kronenzeitungs-Leser/-in erklären lassen. Freilich wird es dadurch nicht richtiger.

Fazit:
Wenn ihr linke und rechte Diktaturen in einer Kategorie zusammenfassen wollt, dann nehmt doch einfach die Kategorie "Diktatur" oder erfindet meinetwegen eine neue Kategorie. Aber bitte lasst den Begriffen, die etwas anderes aussagen, ihre eigentliche Bedeutung.

* (x-beliebig stimmt sicher nicht, es gibt Beisln, wo man so einen Blödsinn nicht hört)

Leider

Leider haben die Wörter, die wir benutzen - wir tun es mit Bedacht und werfen nicht einfach mit Sachen herum, die wir irgendwo gehört haben - nicht eine klare Definition, sondern jeweils einen ganzen Haufen (klare und weniger klare). So wie alle Wörter einer natürlichen Sprache. Was ist überhaupt die "eigentliche" Bedeutung eines Wortes? Bzw. wer ist heute noch so naiv, an so etwas zu glauben? Jedes Wort ist natürlich von Sprecher zu Sprecher, von Schule zu Schule, von Kontext zu Kontext und erst recht im Lauf der Zeit x-fach verschieden belegt. Um nicht im Chaos zu versinken, muß man eben ganz am Anfang sagen, was man mit einem Wort meint. Ich tue das immer! Und wenn du bei der Lektüre MEINER Beiträge MEINE Auffassung zugrundelegst, dann verstehst du meine Beiträge. Wenn du beharrlich eine andere unterschiebst, weil die Kronenzeitung oder der Professor Sowieso sagt, das sei die "eigentliche" - verstehst du sie eben nicht. So einfach ist das. Man nennt dieses Verfahren "Zuhören".
Im übrigen heißen wir noch immer kor und caru, nicht cor und karu. Keiner von uns ist je Redaktionsmitglied gewesen, wir sind also keine Redakteure. Eh man jemanden über "Eigentliches" belehrt, sollte man sich eine gewisse elementare Achtsamkeit im Alltäglichen aneignen. Und sowieso einen Sinn für Humor, der Ernst, Satire und dazwischenliegende missing links nicht einfach alle in einen Topf wirft - dann fällt es einem nämlich im Leben nicht ein, über ein rechtes oder linkes Eck zu schimpfen ;-)

Was neues:

Aktueller Artikel zum Kommunazismus von Hannes Stein:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/verspaetete_anmerku...

Schlusswort:

Vergleichen—nicht wahr?—kann man nur, was nicht miteinander identisch ist. Ich bin sehr dafür, den Nationalsozialismus mit dem Kommunismus zu vergleichen; und ich bin dafür, beim Vergleichen äußerst genau hinzuschauen. Zum Schluss ein Zitat von Robert Conquest, dem großen britischen Historiker des stalinistischen Terrors. Ich fand das Zitat in seinem Buch „Reflections on a Ravaged Century“. Es geht so:

„Late in 1997 the Paris `Le Monde´ interviewed me by phone. I was asked did I find the Holocaust `worse´ than the Stalinist crimes. I answered yes, I did, but when the interviewer asked why, I could only answer honestly with `I feel so´. Not a final judgement, let alone to suggest that the Holocaust was much `worse´ than the Stalinist terrors, or to decry the view of the great Jewish Soviet writer Vasily Grossman, whose own mother was killed by the Nazis, that there is almost nothing to choose between the two systems. Still, this primary `feeling,´based indeed on knowledge, has a validity of ist own. I would argue, too, that, whatever view one takes, without feeling the Holocaust one cannot feel, or understand, Stalinism.“


 

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