Rezension: Henning Genz - Die Entdeckung des Nichts. Leere und Fülle im Universum

© rororo Weit ausholend, biedert sich Genz als Führer durch die Wissenschaftsgeschichte an. Beginnend in der Antike, führt er uns die 2500-jährige Entwicklung der physikalischen Forschung vor Augen und schreckt dabei auch vor philosophischem und religiösem Gedankengut nicht zurück, ohne jedoch den Bereich des guten Geschmacks zu verlassen. Von den Vorsokratikern, das Nichts bei Parmenides und erste Vakuum-Experimente weist er uns behutsam den Weg hin zu Vakuums­fluktuation und dunkler Energie, zur Quantenmechanik und Relativitätstheorie.

Trotz des beachtlichen Umfangs wird das Buch nie langweilig und die Mischung aus Geschichte, Theorie und Episoden ist gut gelungen. Für den völligen Neuling verständlich, für den Experten noch lehrreich und das alles, ohne ideologische Vereinnahmung. Sicher eines der besten populärwissenschaftlichen Werke auf diesem Gebiet.

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.