Schönwetterkatastrophe

Seit Tagen freuen sich die Menschen über die paradiesischen Witterungsverhältnisse, welche derzeit ihr Dasein fristen. Alle Menschen? Keineswegs – eine kleine Berufsgruppe flucht derzeit in rohrspatzartiger Manier (und nein, damit sind nicht die Lehrer_innen gemeint).

Für viele mag “Astronom_in” einen wahren Traumberuf darstellen: Staunend die Pracht des Nachthimmels zu erkunden, stets den unendlichen Weiten des Alls verbunden, suchend nach der Antwort auf die Frage, woher wir letztlich kommen (und ob da noch andere mitgekommen sind) – all das klingt nach einem Arbeitsplatz im Garten Eden. Aber dazu sei auch gesagt: ganz so lustig ist das auch wieder nicht. Nicht nur, weil man kein Nachtmuffel sein sollte, auch weil das eigentlich gar nicht so viel mit Romantik zu tun hat – eher mit langwierigem bzw. -weiligem Sammeln und Auswerten von Daten. Und ganz besonders, weil man sich stets nach den bestehenden Witterungsverhältnissen zu richten hat. Da kann einem_einer der launische April schon ein gehöriges Schnippchen schlagen, wenn man entweder völlig umsonst die sieben Zwetschken gepackt hat und zum Observatorium gepilgert ist (oder sich dann doch das Gewölk verzieht, wenn man wieder umkehrt).

Ganz besonders schlimm ist es allerdings bei lang anhaltender, wolkenarmer Schönwetterlage: Nix mit Osterhasi und Feiertage, observiert wird was das Zeug hält. Schönwetterkatastrophe nennen das die AstronomInnen. Den zurzeit wohl mit Abstand Fleißigsten unter uns gebührt daher unser herzlichstes Mitleid!

Kommentare

wetter?

und wie wird jetzt das wetter?

katastrophal schön.

katastrophal schön.

also morgen so wie heute.

also morgen so wie heute.

Was ist den jetzt eine schönwetter-Katastrophe

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