Soja Tom & Findleberry Hook – Konzertbericht

in der „Szene“ am 8. Oktober 2010

soya tomEher zufällig hab ich neulich was sehr Eigenartiges gesehen: Auf der Bühne der „Szene“ (ja, genau dem wahrscheinlich sympathischsten Laden der Stadt …) eröffnen ein paar in Flanellhemden und Strohhut gekleidete Leute mit aufgeklebten Bärten und Notenständern für die Textblätter einen Abend vor ca. 700 Hip-Hop-Begeisterten als Vor-Vor-Band. Und wer ist so ziemlich der einzige, dem es gefällt? Icke! Genaugenommen war das Konzert für mich die größte Live-Überraschung, seit ich 2001 ebenso zufällig die Moldy Peaches im Flex gesehen habe.

Und gescheitert ist die Band nicht an sich, sondern an einem Publikum, das bei Selbst-Ironie sofort die Scheuklappen runterfährt und ein Brett vornagelt. Lieder mit verstellter Stimme über Schlaflosigkeit, Angst, Schwindeln und die eigenen 5 Sinne – ganz ohne Schwanzvergleich. Da hat dem herkömmlichen HipHop-Publikum natürlich was gefehlt. Ich und ein paar andere haben sich so gut amüsiert wie schon lange nicht und jetzt, wo ich grad wieder das Demo hör, das sie mir neulich geschickt haben, muß ich immer noch schmunzeln. Danke!

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