Trouble Over Tokyo – Pyramides (Schönwetter)

Ich habe Toph, der sich selbst als eine Mischung aus Radiohaed, Michael Jackson und Björk bezeichnet, das erste mal beim Autumn Leaves Ferstival 2006 in Graz gesehen. Der erste Tag des Festivals ging damals in eine denkwürdige Jamsession im Grazer Theatercafe in den nächsten Morgen über. „Eyes off me“ auf diesem verstimmten Flügel hat mich damals komplett überwältigt. Da war auch dieser Junkie, der sich ans Klavier lehnte um die hohen Passagen mitzujaulen, während ihm der Speichel aus dem Mundwinkel tropfte. Auch auf „Pyramides“ ist das Lied der wärmste Punkt. Christopher Taylor ist ein musikalischer Ausnahmebastler, der allerdings in seiner Heimat London wenig Beachtung findet, wohingegen er in Wien und vor allem in Graz verehrt wird. So kommt es auch, dass der Brite bei einem österreichischen Indie unter Vertrag genommen wurde: Schönwetter, der Hausmarke von und um Garish. Einen Makel aber hat die Platte: an manchen Stellen ist sie mir zu glatt. Der Vorgänger „1000“ wirkt auf mich etwas breiter und entschiedener.

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