Unser Planet für unsere Leut!

außerirdischeÜber den Umgang mit unserer Ein­sam­keit im Universum und warum zu viel Außer­irdisches ohnehin niemandem gut tut.

Wieder ist die Welt um ein unerfülltes Versprechen reicher: 2010 sollte doch laut Arthur C. Clarke „das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“, werden. Denkste: Die einzigen grünen Männchen, die wir immer wieder zu Gesicht bekommen haben, waren die aus der irdischen Politik – und selbst die haben ihre besten Tage hinter sich. Was also ist los mit den Aliens? Roswell und Area 51 interessieren ebenso wie die Serie Akte X niemanden mehr und jeder Furz im Wald ist aussagekräftiger als alle bis dato registrierten Signale, die von einer weiteren Intelligenz in den unendlichen Weiten des Alls bezeugen. Sind wir also tatsächlich allein im Universum? Oder sind wir denen da draußen schlichtweg wurscht?

Milchstraßenrechnungen

Eine kleine Portion Schulmathematik lässt es dennoch wahrscheinlich erscheinen, dass wir das Universum mit anderen teilen müssen. In unserer Heimatgalaxie tummeln sich 100 Milliarden Sterne, wobei unzählige solcher Sonnen von Planeten umgeben sind. Sollte sich also nur bei einem von 1000 solchen Planetensystemen ein Planet mit ähnlich lebensfreundlichen Bedingungen wie auf Mutter Erde finden, so kommt Adam Riese auf bescheidene 100 Millionen Möglichkeiten – und das gerade mal in einer von 100 Milliarden Galaxien! Wäre ja gelacht, wenn uns da nicht ein paar E.T.s das Territorium streitig machen.
Aber keine Panik, denn Platz gibt es zuhauf und weiter als zum hauseigenen Mond sind wir ohnehin noch nicht gekommen – ein Klacks verglichen mit der Entfernung zum sonnennächsten Stern. Das bislang schnellste (unbemenschte) Raumfahrzeug würde etwa 18000 Jahre für diese Distanz benötigen. Und von einem Ende unserer Galaxis zum anderen benötigt selbst ein uns haushoch überlegener Lichtstrahl ganze 100000 Jahre. Der Traum von einem intergalaktischen Kaffeekränzchen (man muss ja nicht gleich die Fäuste sprechen lassen) dürfte also unerfüllt bleiben. Schade – oder doch zum Glück?

Nimm meine Kupferscheibe, Babe

Jedenfalls bemühen wir uns redlich darum, Aufmerksamkeit zu erlangen. Seit 1977 ist bereits die „Voyager Golden Record“ in zweifacher Ausführung mit den Voyager-Raumsonden unterwegs, um einer intelligenten Lebensform Zeugnis unserer Existenz darzulegen. Auf Kupferscheiben sind zahlreiche Bild- und Audiodateien binär codiert, welche für außerirdische Computerfritzen ein Kinderspiel darstellen sollten. Diese dürfen sich dann über repräsentative Musik von Bach, Beethoven und Mozart (Knapp gescheitert: Walther von der Vogelweide und Hansi Hinterseer) sowie über Grußbotschaften in 55 Sprachen freuen. Dass diese jemals entziffert werden, ist wohl nicht zwingend anzunehmen – deshalb macht es vielleicht auch nichts aus, dass wir dabei einige Verfehlungen unserer Herrschaft auf Erden für uns behalten (alles müssen sie ja auch wieder nicht wissen). Wahrscheinlicher wäre es ohnehin, dass sich Aliens irgendwann unserer Rundfunksignale bedienen, die wir bereits über ein Jahrhundert lang in die Weiten des Weltalls senden – und das immerhin mit Lichtgeschwindigkeit. Dass sich da draußen allerdings jemand für bewegte Bilder von Richard Lugner oder Dominik Heinzl erwärmen kann, ist anzuzweifeln. Allenfalls wäre es wiederum ein Grund, die GIS-Gebühren etwas großräumiger einzuheben …

Unheimliche Begegnungen!

Bei einer intensiven Suche nach den Aliens könnten wir allerdings auch durchaus ein Wunder in blauer Farbe erleben. Vieles spricht dafür, dass wir uns vielleicht doch eher gekonnt hinter interstellarem Medium versteckt halten sollten. Der populäre Astrophysiker Stephen Hawking etwa warnt eindrücklich davor, mit diversen Intelligenzbestien in Kontakt zu treten, denn „wir müssen nur auf uns selbst schauen, um zu sehen, wie sich aus intelligentem Leben etwas entwickelt, dem wir lieber nicht begegnen möchten“. Immerhin war die Ankunft von Kolumbus in Amerika auch nicht unbedingt angenehm für die ansässigen Ureinwohner. Und selbst wenn gewisse ungebetene Gäste keine ausgeprägte imperialistische Ader hätten, könnten sie ja zumindest auf die Idee kommen, uns mit Nachdruck die richtige Re­ligion oder Staatsform „ans Herz zu legen“ (man meint es ja nur gut).
Nichtsdestotrotz würden die Außerirdischen aber wohl nicht einmal dann Gastfreundlichkeit hervorrufen, wenn sie in Frieden kämen: In Zeiten des bereits von einer breiten Masse herbeigesehnten Zuwanderungsstopps wären extraterrestrische Ankömmlinge sicher keine gern gesehenen Gäste. Womöglich sind es die politischen Verhältnisse, die eine abschreckende Wirkung auf potentielle Besucher aus dem All haben. Man denke etwa an die verpflichtenden Deutschkenntnisse – und zwar vor der unheimlichen Begegnung!

Verheimlichte Begegnungen?

Dass „sie“ jedoch ohne Aufenthaltsbewilligung bereits hier und noch dazu voll integriert sind (noch nie von der CIA-Alien-Verschwörung gehört?), geriet in letzter Zeit immer mehr in Vergessenheit, nicht zuletzt, weil es diesbezüglich immer an Überzeugungskraft mangelte. Oder besser gesagt arbeiten „sie“ wohl mit Vehemenz daran, dass es daran mangelt. Der beste Beweis dafür ist einerseits, dass es gelungen ist, bis jetzt all „ihre“ Machenschaften samt ihrer Existenz geheim zu halten, sowie andererseits, dass deren unidentifizierte Flugobjekte nahezu ausschließlich anhand konventioneller Phänomene (zufällig sind dann immer entweder Meteore, Wetterballons oder die internationale Raumstation ISS in der Nähe) wegrationalisiert werden.
Eigenartig: Warum stürzte denn just während der Recherchen zu diesem heiklen Thema der Browser mehrmals ab? Zufällig deswegen, weil die Recherchen ergeben haben, dass in Graz UFO-Forschung auf höchster Ebene betrieben wird – getarnt als Institut für Unternehmensführung und -organisation (wie die Internetadresse www.ufo.tugraz.at offenbart)? Es wird jedenfalls Zeit, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Seit Jahrzehnten wird die Außerirdischenfrage von den Mächtigen erfolgreich totgeschwiegen, wobei bewusst in Kauf genommen wird, dass diverse Paralleluniversen unweigerlich zu Problemen führen – Problemen, die selbst durch ein humanoides Bleiberecht nicht gelöst werden können. Was eine drohende Überfremdung aus dem Weltall betrifft, sind wir jedenfalls dazu verpflichtet, unsere Augen offen zu halten und den Verstand zu schärfen. Denn wie Einstein bereits so schön sagte: „Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.“

Weiterführendes:

Angst vor einer drohenden Invasion? Keine Sorge, denn unsere selbsternannte soziale Heimatpartei besitzt ein fundiertes Abwehrkonzept gegen ungebetene Ankömmlinge: www.fpoe.at

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