#3 - Leere, Okt 07

Leere Es ist uns eine besondere Freude, eben euch die nunmehr 3. Ausgabe des Baggers zu präsentieren. Frei nach dem Motto: Wissensvorsprung gebührt den Wahnwitzigen. Der Herbst steht im Zeichen der Leere, zumindest beim Bagger. Er gräbt, wie immer, tiefer und tiefer, und lässt nichts als leere Baugruben zurück? Scheinbar nicht. Denn ob’s nun um leere Versprechungen, leere Worte, Galeeren oder gar Mengenleeren geht: "Aller Anfang ist leer" wissen wir vor allem im umfangreichen Buddhismusfokus. Wir nehmen also erstaunt zur Kenntnis: Dem Thema Leere zum krassen Trotz, ist auch der Bagger – Teil 3 voll von aberwitzigen Geistesblüten ...

Von der Mengenleere

Wie aus Nichts eine ganze Menge wird und warum wir mit Parmenides niemals Kanu fahren sollten

Wir wollen uns auf Georg Cantor stürzen und Zermolo und Fraenkel allein durch die Erwähnung ihrer Namen an dieser Stelle abhandeln. In der sogenannten naiven Mengenlehre wird eine Menge definiert als:

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Viel Lärm ums Nichts

leider leerEin fiktiver Dialog um Sein oder Nichtsein des Nichtseins.

Es ward am Sankt Nimmerleinstag im Jahre Schnee, als ein alter Mann namens Manfred, dessen Löffel mit Sicherheit bereits zu anderwärtiger Benutzung freigegeben wurde, einen seiner zahlreichen Geburtstage zelebrierte. Um diesem eine Aura der Besonderheit zu verleihen, wurden all seine treuesten Gefährten eingeladen, die schließlich auch erschienen sind und mit ihm ein wahrhaft rauschendes Fest feierten. Gegen Mitte der Nacht sonnten sich die meisten Gäste in ihrem verworrenen Bewusstsein und schufen somit eine Atmosphäre fernab jeglicher Befangenheit. Mitten im tosenden Getümmel setzte sich der alte Mann, um sich aus einem Krug reinen Wein einzuschenken.

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Aller Anfang ist leer!

Eine Einführung in die Problematik, warum das mit dem Buddhismus alles nicht so einfach ist.

Haben Sie den Artikel übers Vakuum schon gelesen? Das sollten Sie vielleicht zuerst tun. An diesen will ich nämlich hier ein bisschen anknüpfen, wenn auch in einem ganz anderen Bereich.

Wenn man nämlich das ganze Geschwafel von schwarzen Löchern, dunkler Materie und dunkler Energie und Vakkuumenergie liest, wenn da so die Welt Stück für Stück zerstückelt wird und zuletzt kaum mehr was bleibt, außer dubiosen aus dem Nichts entstehenden Energien, kommt einem schon die Frage: „Ja, gibt’s denn überhaupt irgendwas wirklich?“

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The Emptiness of Existence

“Paradise is right beneath our feet, …”

In English, the word ‘emptiness’ often connotes a negative psychological state of numbness, depersonalization and isolation from the world. When a person says she feels empty inside, she might mean she feels useless, that her life has no purpose or that life itself has no purpose.(1) Most of us have felt this kind of emptiness at some point in our lives, at least to a degree. However, as a translation, emptiness carries another meaning, and is synonymous with ‘nothingness’ or ‘the void’, all approximations of the Sanskrit term shûnyatâ. In Mahâyâna Buddhism, this kind of emptiness is not a feeling about life, it is the very condition of all life and, indeed, existence itself. It is neither negative nor positive, for it is not a concept. As Maitreyanâtha, one of the founders of the Yogâchâra school of Mahâyâna, wrote: “Suchness, reality-limit, the signless, the ultimate reality, […] non-duality, the realm of non-discrimination, […] the inexpressible, that which has not been stopped, the Unconditioned, Nirvana, etc. […] These, briefly, are the synonyms of emptiness.” And further, “[T]he expressions are not figurative, but should be taken literally.”(2)

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Buddhistisches Vakuum, meditativ

Diese Leerheit ist eine ganz andere als unsere normale, menschliche gähnende Leerheit. Buddhistische Leerheit gähnt nämlich nicht: ist eine NYE, Not Yawning Emptiness. Wie hats eigentlich bei den Buddhisten angefangen, diese Lehre der Leerheit? (Was Buddhismus ungefähr ist, wissen heute die meisten aus den Hollywood-Filmen.)

Buddhisten sind die Alten, die Braadn und die Zenmaasta — das Wort zen kommt vom chinesischen čchang (Bier), und das wiederum vom Sanskrit-Wort suff (Meditation). Zenmaasta praktizieren dzuō čchan oder zazen, „Meditation im Sitzen“, also sitzen ständig umatum.

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Die Qual mit der langen Weile

… ist ein inzwischen weit verbreitetes Phänomen, das aber auch schon einigen Philosophen zu denken gab. Auswege bieten weder die Flucht ins immer Neue – noch die Arbeit. Aber es gibt sie …

Und was nun? Was soll ich bloß tun? Suchende Blicke schweifen zu den Quellen möglicher Erlösung: Bücherschrank, Zeitungsständer, Schreibtisch mit Notebook und (Brief-)Papier, TV, Bett, Kühlschrank, Handy, Spiele, Schuhe, Radzeug, Bad, Geldbeutel, Österreich Card. Und was nun? Überfordertes Optionswägen: Wie viel Zeit bleibt bis zur erlösenden Rückkehr meines Partners? Reisen also nicht, das dauert zu lange – Sport ist zu anstrengend bei diesen Temperaturen – Shoppen gehen bleibt wie immer zu teuer, selbst die 5 Euro- Kinotage sind vorbei, „Mitten im 8ten“ und ähnliche Scherze mag ich nicht sehen und abends ist auch noch nicht. Warum also jetzt schon essen – aus Frust vielleicht? Was soll ich lesen, der Kopf sehnt sich nach Ruhe – und überdies sind es immer die gleichen Geschichten. Im Internet sieht es ähnlich vorhersehbar aus. Kein Mensch hat Zeit. Und über diesen Zustand schreiben? Na gut, aber bitte keinen Brief – meine Freunde sollen sich ja nicht sorgen müssen und ich will nicht gern zugeben, dass ich mich langweile.

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Sartheawagor, liridhris LEER

„Oiaí laéla oía ssísialu, ensúdio trésa súdio mischnumi, ja lon stuáz brorr schjatt.“
Rudolf Blümner

Ulhanky czernay, uflön mae Waters damasz; ob stein sexo juni dennid, eftaghar cul giten eneide patras marsupiaten megrud. Egoa, satipy oxeis am heryören krüsz amudird?

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Bibliophilie

Immerhin ist der Sommer vorbei und – ohne jemandem nun zu nahe treten zu wollen – er war bei dem einen oder anderen statt heiß doch nur lau. Statt Sonne, Strand und Sand bloß Selbstbräuner, Donauinsel und Strandbar Hermann. Statt Sex, Drugs, Rock’n’Roll, nichts und ein paar Bier zu viel.

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Tabes Nivis

oder: Eine Reise entlang des Singularitätenzyklus.
Eine Erzählung für Erwachsene und andere.

Im Prolog lernten wir flüchtig den gelernten Bürokommissär mittleren Alters Georg O. kennen sowie eine bis dato mysteriöse, jedoch eher junge Person namens A. Viel ist zugegebenermaßen noch nicht passiert, darum spart sich der Verfasser das ewige „Was bisher geschah“-Blabla. Aus Gründen der Lesbarkeit wurde die Verwendung des unsäglichen „man/frau“ und andere Verballhornungen wie „man/frau/kind“ bzw. „mensch“ zugunsten des nach der Auffassung d. V. weitaus praktischeren, weil Mann und Frau gleichermaßen einbeziehenden „man“ großzügig abgelehnt. Wer sich beleidigt fühlt, dem schlägt d. V. vor, sich indignierte Wurstwaren vorzustellen und diese nachzuahmen. Vegetarier nehmen Tofu.

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Kernöl als Energieträger der Zukunft

Energie! Vergesst Rohstoffknappheit und Klimawandel – das Energieproblem ist gelöst: Steirer­men san very good und vollbringen eine Weltsensation, indem ihnen erstmals die Kernspaltung bei Cucurbita pepo var. Styriaca (auch „Steirischer Ölkürbis“ genannt) gelingt.

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