#4 - Geburt, Dez 07

GeburtDies ist eine spezielle Weihnachtssonderausgabe aus gegebenem Anlass. Deshalb beschäftigt sie sich diesmal vor allem mit dem Thema Geburt. Apropos: Im Jänner feiern wir den ersten Geburtstag des Baggers. Diesmal ist der Ausgangspunkt aber eine andere Geburt: Nämlich die des sogenannten Heilands, der angeblich um diese Jahreszeit vor gut 2000 Jahren unter (ver)wunderlichen Umständen schlüpfte. Dem zum Trotz wagten wir auch ein Interview mit einer Hebamme, die uns über die heutige Praxis dieses Vorgangs aufklärte. Nun wollen wir Sie aber nicht länger vom wirklichen Lesen abhalten und wünschen viel Spaß mit dem diesmaligen Inhalt.

Die Lange Nacht der Museen

KlingonenglobusDas Wiener Globenmuseum oder „Auf Sex mit Klingonen kann ich verzichten“

Wer vermutet, auch ich sei eine jener Museumsfreundinnen, die die Gelegenheit beim Schopfe packten, um der Lust am Kuriosum zu frönen, der irrt. Manche besuchten aus solchem Antrieb heraus vielleicht das Wiener Schneekugelmuseum oder das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, statt in Schlangen vor der Albertina oder dem Leopoldmuseum kostbare Zeit zu verlieren. Nein, ich mag Globen und Landkarten aller Art, ganz ehrlich, besonders solche, in denen überdimensionale Ungeheuer die Weltmeere durchkreuzen und den Weg zu den Antipoden so richtig ungemütlich machen. Kurz gesagt, ich freute mich aufs Globenmuseum, und zwar seit Monaten. Was alle anderen dazu trieb, dieses einzige Museum seiner Art weltweit aufzusuchen, weiß ich nicht, auf jeden Fall praktizierte man vor dem Eingang in der Herrengasse 1 Blockabfertigung.

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Rezension: Wladimir Kaminer - Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen

Wladimir Kaminer gibt in diesem höchst amüsanten Buch einen Überblick über gesellschaftliche Stände und Missstände im Großstadtleben Berlins. Neben 33 schrägen Kurzgeschichten werden zudem touristische Tipps der etwas anderen Art geboten.

Wussten Sie, warum der Postmann in Berlin immer zweimal klingelt? Wie es um die kleinste Minderheit in Berlin steht? Oder warum Malewitsch lacht? Ein Nichtberliner und Exilrusse gibt Antworten, indem er die Stadt, das Leben und die Besonderheiten Berlins mit einer dezenten Außenansicht auf die Schaufel nimmt. Als kühner Beobachter am Rande versteht es Kaminer, Absurditäten und Banalitäten des Alltagslebens gleichermaßen zu parodieren und diese mit Geschichten und Erlebnissen auszuschmücken. Am Ende jedes Kurzkapitels werden die LeserInnen mit Tipps verwöhnt, welche das Buch neben einer witzigen Lektüre zu einem ungewöhnlichen Reiseführer umfunktionieren und einen Besuch schmackhaft machen.
Diese Buch sei jedoch nicht unbedingt nur Reisefreudigen empfohlen (Wenn Sie z.B. etwas über die Geschichte des Brandenburger Tors wissen wollen, sollten Sie eher herkömmliche Reiseführer zu Rate ziehen), sondern bietet generell eine unterhaltsame Lektüre über die kleinen und großen Geschichten des Alltags. Mit Lachgarantie.

Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen von Wladimir Kaminer, 252 Seiten, Goldmann Verlag 2007.

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