#5 - Hitze, Jan 08

HitzeDauert der Winter nicht schon ein bisschen zu lange? Wär nicht schön langsam ein bisschen mehr Sonnenlicht, ein bisschen mehr Wärme wieder wünschenswert? Wir, die Bagger-Redaktion, kennen Ihre Sorgen und Hoffnungen und bringen Ihnen hiermit deshalb einen ganzen Haufen geballter HITZE. Dies nämlich ist das Thema unserer 5. Ausgabe. Auch wenn das schöne Wetter draußen noch auf sich warten lässt, hier kann man begeistert in der Sauna schwitzen, stundenlang den Ofen belagern, sich an diversen Feuern wärmen, hitzige Diskussionen verfolgen (und dann am besten gleich selbst über die entsprechenden Artikel führen), den Aggressionen freien Lauf lassen oder sich von einer Mediatorin das Mütchen kühlen lassen, einen kleinen Tropenspaziergang machen oder auch einfach nur scharf essen. Das wärmt auch. ... solange einen nicht vorher der Wärmetod ereilt, oder Kälte aus der Ferne die behagliche Atmosphäre stört. Naja, lesen Sie selbst! Am besten mit einem Bagger-Abo, damit Sie auch in Zukunft nie eine Ausgabe versäumen.

Der Wärmetod des Universums

Ein animalisch-physikalischer Briefwechselvon bix & chtl

Lieber Freund Fux!

Ich schreibe dir in höchst dringlicher Angelegenheit, die keinen Aufschub duldet!
Am Morgen begab ich mich in die Stadt, um Papier für die vorwinterlichen Isolierungsarbeiten an meinem Bau zu besorgen. Im Bücherlagerhaus entschied ich mich für die Seiten eines Buches eines gewissen Clausius mit dem Titel „Über die bewegende Kraft der Wärme“. Dies erschien mir kalorisch höchst wertvoll und von feinster Qualität. Beim Zuknabbern vorhin huschten meine Äuglein kurz über einen Absatz, in dem da stand: „Die Energie der Welt ist konstant. Die Entropie der Welt strebt einem Maximum zu. Der Wärmetod des Universums ist unausweichlich!“

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Von der Hitze im Körper

Das Allgemeinwissen, dass der Mensch eine Körpertemperatur von um die 37°C hat und dass diese, wenn sie erhöht ist, eine Krankheit anzeigen kann, ist noch nicht sehr alt. Wenn man sich krank fühlte, ging man entweder zu einem Arzt oder einer anderen heilkundigen Person, die dies durch ihre Erfahrung bestätigen konnte; selber aber die Krankheit aus dem subjektiven Erleben objektiv greifbar zu machen, blieb den Kranken verwehrt. Bis ein einfaches Verfahren aus der Physik als Hilfsmittel eingeführt wurde.

Zurück in die Vergangenheit

„Zwei unumstößliche Fundamentalthatsachen sind es, welche die Feststellung der Eigenwärme bei Kranken rechtfertigen, fordern, zur Pflicht machen und den Werth der thermometrischen Exploration begründen:

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Wassernot in Ankara

Ankara ist eine 4,5 Millionen Stadt, die in den letzten zwei Jahren große Wasserversorgungsprobleme hatte. Aktuell wurde das Thema vor allem letzten Sommer, da dieser extrem heiß war und ohne einen Tropfen Regen verging.

Die Stadt wird über 5 Stauwerke versorgt, die eine Speicherkapazität von 1 Milliarde 470 Millionen Kubikmeter haben. Allerdings waren dieses Jahr nur 400 Millionen Kubikmeter gespeichert. Der Wasserverbrauch liegt jährlich bei etwa 420 Millionen Kubikmeter. Klare Rechnung: ist zu wenig. Diesen Sommer würden zwangsläufig Versorgungsengpässe entstehen.

Zum Vergleich, Österreich mit doppelt so vielen Einwohnern hat eine Wasserkapazität von 84 Milliarden Kubikmeter, jährlich werden nur 3 Prozent davon, ca. 2,6 Milliarden Kubikmeter verbraucht.

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Erhitzte Gemüter

Ein kleiner Überblick über Ursachen und Erklärungskonzepte des komplexen psychologischen Phänomens der Aggression.

Probieren Sie einmal Folgendes aus: Begeben Sie sich mit dem Auto auf eine stark befahrene Straße (am besten im städtischen Gebiet). An einer ampelgeregelten Kreuzung warten Sie die Grünphase ab und fahren jedoch nicht los, sondern bleiben einfach bis zur nächsten Rotphase stehen. Nun beobachten Sie im Rückspiegel die Reaktionen Ihrer Nachfolger – mit großer Wahrscheinlichkeit gehören diese zu einem menschlichen Verhaltensrepertoire, welches dem Thema dieses Artikels entspricht – der Aggression. Was aber ist Aggression eigentlich? Stellt man sich die­se Frage, bieten sich viele verschiedene Definitionsmöglichkeiten an: Begriffe wie Gewalt, Ärger, Hass, Kriminalität, Krieg, Terror, Mobbing etc. zeugen von einem weit reichenden Umfang der Thematik. Wie bei vielen anderen Begriffen der Psychologie ist auch bei der Aggression eine scharfe Definition kein leichtes Unterfangen. So finden sich auch in der Fachliteratur zum Teil unterschiedliche Begriffsklärungen, wobei ein möglicher kleinster gemeinsamer Nenner in der absichtlichen Schädigung anderer besteht.

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Streiten bis die Fetzen fliegen

Und wenn es auch nur Worte sind – eine verbale Attacke ergibt die andere, einem Vorwurf folgt bestimmt der nächste. Aufgetan hat sich die sprichwörtliche Wand, an der jedes Verständnis abprallt, und einen weiteren Streit zum zähen Ende bringt. In solchen und ähnlichen Situation übt sich die eingetragene Mediatorin Rosemarie Untner als Dolmetscherin zwischen verhärteten Fronten. Der Bagger im Gespräch.

Wie würden Sie den Beruf Mediation definieren?
Persönlich definiere ich es als Konfliktregelung, wenn verschiedene Parteien Probleme miteinander haben, aber trotzdem in der Zukunft miteinander auskommen müssen. Mediation ist sehr zukunftsorientiert, wir gehen nicht in die Vergangenheit. Es ist keine Therapie oder Vergangenheitsbewältigung, sondern es wird versucht, Lösungen für die Zukunft zu finden, so dass ein Miteinander wieder funktioniert.

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Helle neljän seinän sisällä

Miksi yksi reippaasti ylilämmitetty huone on elämän ja kuoleman kysymys monelle suomalaiselle?

Vanha suomalainen sananlasku sanoo että jos viina, terva tai sauna eivät auta, on tauti kuolemaksi. Kuka ikinä kyseisen sananlaskun keksi, voi hykerrellä tyytyväisenä suohaudassaan ironiantajuaan. Nämä kolme asiaa ovat edelleen tärkeitä suomalaisille, mutta nykyään suomalaiset kuolevat epäterveellisen ruokavalion lisäksi juuri viinaan ja tervaan tupakoinnin muodossa. Sauna ei tosin tapa ketään. Tosin vahvassa krapulassa saunominen saattaa aiheuttaa sydänkohtauksen. Hyvä on, saunakin tappaa. Viina, tupakointi ja rasvainen ruoka ovat elämäntapoihin liittyviä kuolemansyitä ja sauna jos jokin on oleellinen osa suomalaista elämäntapaa. Muita suomalaisia elämäntapoja ovat puhumattomuus, itsensä murhaaminen, ilmaston kylmyys ja suomalaisen elämäntavan tarpeeton väheksyminen.

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Die Sauna ist zum Schwitzen da ...

  • .. und deshalb sollte man sie lieber ausprobieren anstelle viel Theoretisches über sie zu lesen! Für alle, die sich aber fragen: „Wo, wann und wie mach ich das am besten?“ ist dieser Artikel gedacht …*

Nichts ist nämlich schlimmer, als mit vollem Magen, ohne Badelatschen und mit nur kleinen Handtüchern in der Saunalandschaft zu stehen und sich dann trotzig auf den Weg zum „Profi- Aufguss“ bei 100 Grad zu machen. Weiß ich aus Erfahrung.

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Ur-Laub im Urwald: Die Tropen

Warnung der Gesundheizministerin: Der folgende Text weist hohe En-trop-ie auf.

Wollen wir einen Ausflug in die Tropen machen? Bleiben Sie sitzen. Sie sind schon mittendrin. Damit meine ich nicht etwa die globale Erwärmung. Auch wenn wir angeblich jeden Sommer ein paar Tropennächte mehr haben – von „Tropennacht“ reden die Berufs-Wetterfrösche, sooft wir nachts mehr als 25°C messen. So warm ist uns noch lange nicht. Außerdem definiert das Lexikon „Tropen“ eindeutig als Bereich zwischen den Wendekreisen, und da sind wir nicht. (Sie wissen schon, im Norden der des Krebses und im Süden der des Steinbocks, jeweils bei Breitengrad 23,5. Und nein, es geht nicht um Henry Miller.)

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In die Albertina schauen …

Eine Wanderung durch verschiedene Kunstepochen – von Dürer bis Gertsch kann man derzeit in der Albertina machen. Neben den feinen Grafiken und Aquarellen der alten Meister, die es ja fast immer zu sehen gibt (die es zu betrachten ja immer lohnt), wird derzeit die „Sammlung Batliner“ (bis 06.04.08) gezeigt.

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"Wo der Pfeffer hinwächst ...

… fallen Tränen.“ (Mexikanisches Sprichwort)

Kurz gesagt: Cayennepfeffer ist gar kein Pfeffer. Das sind gemahlene Chilischoten, und Chili sind kein Pfeffer, die hat nur Kolumbus so genannt, weil sie scharf waren und er nichts Schärferes als Pfeffer kannte. Die Antillen gehören ja auch nicht zu Indien. (Und Chilischoten sind botanisch gesehen auch gar keine Schoten, sondern Beeren, wie Kürbisse.)

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