Ausgabe 3 - Okt 07
Es ist uns eine besondere Freude, eben euch die nunmehr 3. Ausgabe des Baggers zu präsentieren. Frei nach dem Motto: Wissensvorsprung gebührt den Wahnwitzigen.
Der Herbst steht im Zeichen der Leere, zumindest beim Bagger. Er gräbt, wie immer, tiefer und tiefer, und lässt nichts als leere Baugruben zurück? Scheinbar nicht. Denn ob’s nun um leere Versprechungen, leere Worte, Galeeren oder gar Mengenleeren geht: "Aller Anfang ist leer" wissen wir vor allem im umfangreichen Buddhismusfokus. Wir nehmen also erstaunt zur Kenntnis: Dem Thema Leere zum krassen Trotz, ist auch der Bagger – Teil 3 voll von aberwitzigen Geistesblüten ...
Das andere Wien
„Wien ist anders!“ verkünden große Werbetafeln an den Stadteinfahrten. Na schön, aber wie anders?
→ zum ArtikelLaa an der Thaya: Zwiebelfest, Therme, Eiserner Vorhang
Als Ersatzprogramm für einen Besuch der Stadt Leer in Ostfriesland, entschied sich die Redaktion, das kleine Örtchen Laa an der Thaya in Niederösterreich zu besuchen. Auch ein Interview mit Herrn Bürgermeister Fass durfte da natürlich nicht fehlen.
→ zum ArtikelLeer: Reederhafen, Gallimarkt, Arbeitslosigkeit
Wenn auch aus einer ausführlichen Exklusivreportage über die Stadt Leer aus Kostengründen nichts wurde, so konnten wir doch immerhin ein schriftliches Interview mit dem Bürgermeister des ostfriesischen Ortes, Herrn Kellner, führen.
→ zum ArtikelEinmal Bratislava und bedächtig zurück
Ein nachahmenswerter unkonventioneller Tagesausflug nach Bratislava fernab der touristischen Trampelpfade eröffnet (zudem) neue Denkhorizonte über den Umgang mit aufgezwungenen Denkmälern in (ost-)europäischen Hauptstädten.
→ zum ArtikelLeere Versprechungen
Immer wieder verspricht uns irgendwer was und hält sich nicht daran.
Das ist traurig, denn so verschwindet Glaubwürdigkeit aus unserer Kommunikation und wir sind dauerhaft enttäuscht – nicht nur (aber besonders) von der Politik …
Phantom auf Wellen: die Galeere
Wieder ein Mythos schonungslos enttarnt. Und: Vorsicht beim Schwimmen.
„Galee’e an Steue’bo’d!“ meldet der Ausguck dem Piratenkapitän auf Seite 34 von Asterix als Legionär, irgendwo zwischen Marseille und Tunis. Schlechter Erfahrungen wegen läßt sich der Käpt’n nochmals versichern, daß es sich um eine römische handelt, garantiert frei von Galliern; schon auf der nächsten Seite sieht er sich enttäuscht, denn Flaggen und Uniformen waren selbst in der heilen Comicwelt um 50 v. Chr. nur trügerische Hüllen. Doppelbödig ist aber auch der Begriff der Galeere als solcher. Denn streng genommen konnte es auf dem Mittelmeer, das die braven Seeräuber befuhren, weder römische noch gallische Galeeren gegeben haben, sondern höchstens – aber davon später.
→ zum ArtikelTony Blairs neues Leben
Im Juni dieses Jahres hat Blair die Stelle des britischen Premierministers zu Gunsten seines Nachfolgers geräumt. Damit sein Leben in der an sich verdienten Pension nicht ganz innhaltsleer wird, wurde ein neuer Job für ihn geschaffen. Er ist nun der Nahost-Beaufragte des selbsternannten Nahost-Quartetts (Envoy of the Quartet on the Middle East), das aus UNO, EU, USA und Russland besteht.
→ zum ArtikelTiefbau: Leerlauf
Ein schlaues Kerlchen sagte einst: „Man muss wissen, worauf sich die Erwägung bezieht, oder man wird notwendig das ganze verfehlen. Die meisten aber wissen nicht, dass sie das Wesen des einzelnen Dinges nich kennen … “
→ zum ArtikelHochbau: Leerlauf
Um Maschinen in einen betriebsfähigen Zustand zu versetzen, ist oft mehr Energie nötig, als diese über einen bestimmten Zeitraum in einem solchen zu bewahren. Als Beispiel möge hier ein Hochofen, der durchgehend beheizt wird (eher sinnig), oder ein Videorecorder im Standby-Modus (böse) dienen.
→ zum ArtikelDie Macht des Vakuums
Warum die Leere nicht ganz leer ist und das Universum womöglich durch deren Restbestand beherrscht wird, zeigen eine Spritztour in die unendlichen Weiten des Kosmos und ein Tauchgang durch die wunderliche Quantenwelt.
Blickt man nachts zum Himmel, sieht man das Licht unzähliger Sterne — riesiger Gasbälle, die durch das Verbrennen ihres Wasserstoffvorrats Strahlung erzeugen und so auf sich aufmerksam machen. Sterne, die am Himmel mit freiem Auge zu erblicken sind, gehören zu unserer Muttergalaxie, der Milchstraße. Zwischen den Sternen einer Galaxie finden sich viele Gas- und Staubwolken, die mitunter kosmische Geburtenstationen darstellen, wo sich durch Verdichtungen Sterne bilden. Kundige des Himmelszelts wissen mit geeigneten optischen Hilfsmitteln nicht nur solche „Nebel“, sondern auch einige Verwandte der Milchstraße aufzuspüren: Im Weltall tummeln sich ca. 100 Milliarden Galaxien, die sehr gesellig sind und sich durch Gravitation gerne zu Galaxienhaufen oder gar Superhaufen zusammenschließen. Unsere Nachbargalaxie Andromeda befindet sich bereits in einer Entfernung von 3 Millionen Lichtjahren – die fernsten Galaxien, die man bis jetzt entdeckt hat, haben das Licht, das wir jetzt von ihnen sehen, bereits vor über 10 Milliarden Jahren abgeschickt und bringen uns dadurch Kunde über die Urzeit des Universums. So, und jetzt bitte festhalten: Verglichen mit dem Gesamtinhalt des Weltalls war bis jetzt gerade mal von ein paar Hundertstel die Rede!
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