Hoch- & Tiefbau
Ein Thema, aus zwei Perspektiven behandelt. Die Blickwinkel variieren je nach Thema und Autoren.
Hochbau: Asphalt
Asphalt Juhu!
1500 Zeichen lobend über Asphalt schreiben. Für normale Menschen noch dazu. Nicht für Ingenieure (generisches Maskulinum) der ASFINAG. Kann ja nicht so schwer sein. Sollte man meinen. 1 Monat Kopfzerbrechen und etliche seltsame Webseitenbesuche später dann die ernüchternde Feststellung.
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Tiefbau: Das Gute am Schlechten
Moderne, ökologisch bewusst denkende Stadtmenschen haben ja hierzulande meist nicht so eine Freude mit Asphalt: Sie erzürnen sich über die dauerhafte Versiegelung wertvollen Erdbodens, über das Verschwinden der letzten Grünflächen und Beserlparks, über Feinstaub in Luft und Nase und über vieles andere. Asphalt – der Wohlbefindlichkeitskiller unserer Tage!
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21.06.1978, WM-Endrunde in Argentinien. Österreich trifft auf den Erzrivalen und amtierenden Weltmeister Deutschland. Unser Team war nach einer knapp überstandenen Qualifikation (Spitz von Izmir) mit großen Erwartungen in dieses so wichtige Turnier gestartet, schied zwar aus, kam allerdings als Heldentruppe nach Hause.
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Mit voller Vergangenheit in die Zukunft!
Vor fast 30 Jahren besiegten die Herren Krankl, Sara, Vogts, Schachner & Co im fernen Cordoba nach 47 langen Jahren endlich wieder die Fußballnationalmannschaft unsrer teutonischen Lieblingsnachbarn. Was damals (aus österreichischer Sicht turniertechnisch betrachtet) so wunderbar wie belanglos war, ist heute ein Bremsklotz für die weitere Entwicklung des österreischen Fußballes.
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Warum Fegefeuer, fragen Sie? Warum die Fernwärme, könnten Sie dann auch gleich fragen! Der Zusammenhang ist folgender: Die hoch nützliche Hauptfunktion dieser lodernden Drohung ist ja die Veredelung leicht unreiner Seelen auf dem Weg zum Himmel. Für Wiener KatholikInnen ist dieses Feuer jedoch außerdem – und womöglich in erster Linie – ein aus sicherem Abstand glühendes Versprechen einer Gewissens-Wärme, ohne die das Leben in diesem kalten nassen Jammertal sehr trist aussähe.
Tiefbau: Fegefeuer
Hell-dunkel, schwarz-weiß, gut-böse, Himmel und Hölle. Das Gleichnis schlechthin für den allgegenwärtigen Dualismus. Erklärung und Grundlage unserer Weltsicht als Übertragung ins Jenseitige und als Projektion des Jenseitigen auf das Diesseits. Die Guten werden belohnt, die Schlechten bestraft – einfache, logische Folgerung, der sich jeder, der ein wenig bei Verstand ist, fügen wird. Man hat die Wahl: Auch die kleinste, ungesühnte Sünde führt geradewegs in die Hölle, das ist zwar hart, aber folgerichtig.
Tiefbau: Leerlauf
Ein schlaues Kerlchen sagte einst: „Man muss wissen, worauf sich die Erwägung bezieht, oder man wird notwendig das ganze verfehlen. Die meisten aber wissen nicht, dass sie das Wesen des einzelnen Dinges nich kennen … “
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Um Maschinen in einen betriebsfähigen Zustand zu versetzen, ist oft mehr Energie nötig, als diese über einen bestimmten Zeitraum in einem solchen zu bewahren. Als Beispiel möge hier ein Hochofen, der durchgehend beheizt wird (eher sinnig), oder ein Videorecorder im Standby-Modus (böse) dienen.
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Ich finde Rauchen ja prinzipiell gut. Trotzdem gibt es daran eine Sache, die sehr ärgerlich ist: die Rauchverbotsdebatte. Man möge mir Vergesslichkeit vorwerfen, aber ich kann mich nicht erinnern, wann zuletzt im öffentlichen Diskurs eine derart unehrliche Argumentation geführt wurde.
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Die Römer saßen gemeinsam auf ihren Latrinen und unterhielten sich während der Verrichtung ihres Geschäftes. Unvorstellbare Sitten, und der Gestank, eine Beleidigung der Sinne! Noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts war es undenkbar, ohne Hut auf die Straße zu gehen, eine barhäuptige Gesellschaft im öffentlichen Raum wäre als inakzeptabel und als Beleidigung für das Auge angesehen worden. Hätten Sie gerne einen Hirn-vom-lebenden-Affen-Verspeiser am Nebentisch? Alkohol im öffentlichen Raum? Bei uns: Ohne 16er-Blech bin i’s ned. In den USA: Pfuiteufel!
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