Amerikanische Fortbewegungsmethoden
Nach zwei Monaten habe ich es letztes Wochenende zum ersten Mal geschafft die Stadtgrenzen von Tallahassee zu überwinden. Eines vorweg: die mir aus Erzählungen beschriebene amerikanische Gastfreundlichkeit – die ich im Studentenappartement am Campus, wo fürs Zimmernichtputzen 75 $ und für Alkoholkonsum oder -besitz 100-200 $ Strafen verhängt werden, leider nicht kennen gelernt habe – ist beeindruckend.
Der Zweck der Reise: US-amerikanische Fortbewegungsmethoden. Also hauptsächlich Autofahren – ohne Schalten, dafür mit lauter Musik, Sonnenschein und heruntergelassenen Fenstern – nach und in Jacksonville, der flächenmäßig größten Stadt der USA, wo absurde, aber unterhaltsame Veranstaltungen stattfinden: Rodeos bzw. Cowboyweitschießen. Allerdings gewinnt nicht derjenige Bulle, der seinen Reiter am weitesten wirft, sondern der Mensch – in den meisten Fällen Krankenhausaufenthalte; das Preisgeld eines durchschnittlich erfolgreichen professionellen Bullenreiters reicht wahrscheinlich nur für den erhöhten Krankenversicherungsbeitrag. Ansonsten sind Stier und Cowboy gleichberechtigt – zuerst wird der Bulle in die Hoden gezwickt damit er wild wird; dann liegt es am Tier, wo, wie und mit welcher Intensität es sich am Mensch rächt. Ich weiß jetzt jedenfalls, warum die Cowboys im Film so komisch gehen.
Inspiriert von den wilden Ritten und wahrscheinlich der Brauereibesichtigung zuvor hat sich mein Fahrer am Parkplätz als Bäcker versucht – zwei sogenannte Doughnuts waren das Ergebnis, also zwei Drehungen des Autos um 360 ° bei hoher Geschwindigkeit und engem Radius. Unglücklicherweise hat eine Polizistin seine Kreise gestört. Besonders missfallen hat ihr der Versuch das Auto wieder zu parken um unentdeckt zu bleiben. Jetzt darf sich der Fahrer vor Gericht verantworten, hat aber angeblich noch Glück gehabt, dass er nicht gleich ins Gefängnis – das nebenan war – gebracht wurde.
Am Sonntag fuhren wir dann nach Daytona zur Bike Week. Sehenswerte Motorräder, nicht sehenswerte Frauen (und Männer), die trotzdem nur spärlich bekleidet waren, viel Leder, Tätowierungen und Individuen, die beides trugen.
Gehen die Cowboys in den
Gehen die Cowboys in den Filmen etwa so komisch, weil auch sie in die Hoden gezwickt werden? ;-)
oioioioi! beer --
und all die nicht-lizenzierten Geschäfte — aber trotzdem ist der Suff immer wo zu finden … ich empfehle Samuel Adams alle Sorten! viele schmecken sonst wie Radler
Reini!
Das ist mir auch eigefallen. Zufall?
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