Verkehrsverhalten im Vergleich


Rom, den 6. 4. 2008

Nein, nicht was Sie denken (das ist ja kein Artikel, der in News oder Profil publiziert wird). Es geht um Straßenverkehr. Ein Aufenthalt in Rom verdeutlicht hier gehörige kulturelle Unterschiede im Umgang, den AutofahrerInnen und FußgängerInnen miteinander pflegen. In Österreich kann man sich zwar auch nicht unbedingt darauf verlassen, dass bei der Annäherung an einen Zebrastreifen gleich das erste Auto stehenbleibt. Aber immerhin scheint die Gehorsamkeit gegenüber der StVO bei uns doch große Priorität zu haben, denn in Rom kann man sich sicher sein, dass man in 100 Jahren noch nicht die Straße überquert hat, wenn man nicht zur Eigeninitiative greift und mindestens 3 Schritte auf die Straße setzt. (auch wenn man schon 1 Meter auf der Straße steht, wird man wie ein bewegliches Hindernis umrundet). Todesmutig und mit halb geschlossenen Augen traversiert man dann, währenddessen man noch ein womöglich letztes Gebet gen Himmel schickt…und wieder hat wie durch ein Wunder überlebt.

Andererseits lassen sich auch auf der Seite der Schwächeren Verhaltensunterschiede beobachten: FußgängerInnenampeln werden praktisch nicht wahrgenommen – die relative Straßenüberquerungshäufigkeiten weisen bei den Rot-, Gelb- und Grünphasen keine signifikanten Unterschiede auf. Wobei ich gerne eine Erklärung für die dubiosen Zeitintervalle der einzelnen Phasen parat hätte: Grün ca. 2 Sekunden, Gelb 20 Sekunden, und dann wieder längere Zeit Rot. Grün scheint dort also ein Signal für die folgende Gelbphase zu sein, dessen Sinn mir jedenfalls verborgen bleibt. Aber das wissen wohl die Götter, und die sitzen dummerweise im Olymp…

Orte:

nicht zu vergessen autos

nicht zu vergessen autos und motorräder auf gehsteigen (erstere nur auf breiteren).

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