Politik
Die gonze Tschoch umasunst
auf Käantnarisch
Die Josefa Ogradnig aus Srajach untn (vulgo Drabosenig, waßt eh, wen i man) wollt ihra Mama in Poglantschach a Ritschert und Pohatscha bringen. Setzt sich also ins Auto, foat pomalig los, die Tschreapm und des Reinkale am Beifoarasitz.
→ zum ArtikelAuf die Straßen!
Demonstrieren ist eines der elementarsten Mittel einfacher Menschen um auf ihren Willen und ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Aber hats wirklich einen Effekt? Fünf Beispiele aus der jüngeren österreichischen Geschichte.
Zufällig war ich damals dabei, als im Jänner 2004 einige hundert StundentInnen während einer entscheidenden Senatssitzung den Senatssaal und Teile des Rektorats der Hauptuni Wien besetzten. Grund dafür war die geplante Einführung eines neuen Organisationsplans auf Basis des Universitätsgesetzes 2002, der die Struktur der Universität unternehmerischer gestalten sollte und unter anderem die in vielen Gremien übliche drittelparitätische Ordnung und somit die direkte Mitbestimmung von Studierenden und Mittelbau zugunsten der ProfessorInnen vor allem des Rektorats abschaffte.
→ zum ArtikelDer Weg der Achtundsechziger
Die 68er Generation wird vielfach wegen ihrer Verdienste gepriesen. Vielleicht hat sie aber auch Böses verursacht und die Menschenrechte und Demokratie in der Welt gebremst. Über das Jahr der Großen Revolutionen.
Daniel Cohn-Bendit, ein humorvoller Soixante-huitard, ein 68er, Mitglied des Europaparlaments und einer der hellsten Köpfe der Grünen überhaupt, meinte, ohne die 68er-Generation hätte Sarkozy, Sohn eines Einwanderers und einer Jüdin, nicht Präsident werden können. Seine Aussage ist für einen 68er typisch: Ohne sie wäre nichts da, die Welt wäre in konservativen Werten ertrunken.
→ zum ArtikelSchlechte Autobahnen
HC Strache erklärte mit sarkastischem Unterton vor gut einem Jahr in der ORF-Pressestunde, was alles schlecht an der Zeit des Nationalsozialismus gewesen ist: „Der Erste Mai, die Kirchensteuer, VW-Produktion, Autobahnbauten, das war alles entsetzlich.“
→ zum ArtikelDie Stadt, die immer gräbt
Wenn der Smog am Kolosseum zehrt und das alte Forum im Verkehr versinkt, dann ist es Zeit für: einen Lokalaugenschein.
O tempora, o mores!, geht es der übernachtigen Austauschstudentin durch den Kopf, als sie sich frühmorgens durch das Verkehrsgetümmel am Piazza Venezia kämpft. Sich von einer Verkehrsinsel zur nächsten rettend, möchte sie sich zu den Seligen zählen können, die an der Via dei Fori Imperiali einen Platz im Bus erhascht haben, der sie hoffentlich (einmal umsteigen am Termini) früher oder später zuhause absetzt, wo sie dann in den lang ersehnten Schlummer fallen kann.
→ zum ArtikelFreie Medien (Podiumsdiskussion)
Am Donnerstag, 18. September 08 fand in den Räumlichkeiten von Global 2000 eine Podiumsdiskussion zum Thema “Haben freie Medien Zukunft?” statt.
Wessen Straße? Unsre Straße?
Ein Streitgespräch über den Sinn des politisch aktiv Seins
Nachdem sie bisher heimlich Manfreds Existenzfragen („Viel Lärm ums Nichts“; siehe Bagger-Ausgabe No. 3)und die hitzige Religionsdebatte zwischen Thusnelda und Joachim („Feuer auf die Altäre“ in No. 5) für uns belauscht hat, ist die neugierige Bagger-Wanze weitergekrabbelt und
gerade in einer Cliché-WG in der Zieglergasse im siebten Wiener Gemeindebezirk gelandet, wo sich Roman, Philosophiestudent, Philodendra, eine Kultur- und Sozialanthropologin im 5. Semester, die gerade von einer längeren Indien- und Nepalreise zurückgekehrt ist und Kaspar, Schlagzeuger der Polit-Punk-Band „New World Order“ und Beleger einiger Kurse aus Publizistik und Politikwissenschaften, gerade anschicken, ihr spät-vomittägliches Frühstück einzunehmen. Roswitha, die 4vierte Mitbewohnerin, ist noch nicht aufgetaucht und erholt sich vermutlich noch von etwas länger geratenen vorabendlichen Aktivitäten.
Kaspar: (kommt gerade in die gemütlich eingerichtete Wohnküche geschlurft): Sonst noch jemand Kaffee?
Philodendra: Ja, wenn du schon dabei bist.
→ zum ArtikelNach Kärnten
Sinniert man nach den deutlichsten Zeichen dafür, dass KärntnerInnen etwas dämlicher als der Rest dieses ansonsten hochkarätigen Österreichs sind, fallen einem bestimmt die phlegmatische Phonetik des Kärntner Dialekts, die kurios bis skandalösen Orsttafelstreits, der Kärntner Heimatherbst mit seinen volkstümlichen Sauf- und Fressfesten, die Person Jörg Haider und einige andere südländi
→ zum ArtikelZustände
Also, was da derzeit so abläuft, in der Politk, in der österreichischen, das ist ja eigentlich schon ein Skandal, muss ich sagen.
Also, ich muss schon sagen, eigentlich sollt man … also, wenn ich Bundespräsident wär, ich würd die ja sofort alle entlassen, aber der traut sich ja nicht, der Feigling, und ein Sozi ist er auch noch. Kein Wunder. Ich frag mich ja schon, warum da nicht endlich was passiert. Früher zum Beispiel wär da vielleicht wenigstens demonstriert worden. Ich kann mich noch erinnern, damals in Hainburg, oder vorher Temelin, nein Zwentendorf mein ich. Oder mit der EU … aber da hat’s eh auch nicht gereicht. Da haben’s uns auch angelogen … Gfraster die!
Einsam für Österreich. Ein Mann im Abseits.
Ähnlichkeiten mit einer tatsächlich erfolgten Regierungserklärung sind rein zufällig (beabsichtigt).
Bundespanzer Dr. Afraid of Gruselpower
Begierdeerklärung
4. Juni 2008
Es gilt das gebrochene Wort!
Herr Bundesadler! Frau Putzfrau des Nationalrats! Rohes Gericht! Meine sehr verärgerten dämlichen Narren!
Was auch immer wir als Armleuchterinnen und Armleuchter tun, was immer wir in den kommenden vier Jahren in den Sand setzen werden: Im Mittelpunkt steht für uns der Klosterscheich und das leibliche Wohl der Reichinnen und Reichen. Aus diesem Grund ist es mir keine große Affaire, Ihnen heute als Bundespanzer das Programm der neuen Bundesgierigen in seiner Grundlage vorwerfen zu dürfen. Bevor ich aber angesichts der Pläne für die Zukunft eingehe, erlauben Sie mir einen kurzen Schluck. Mein Ziel war es, den Herrn Bundespräsidenten so abzufüllen, dass wir eine möglichst stabile Irritierung für diese Geschwätzgebungsperiode zugestanden bekommen. Ich habe aus diesem Grund den Versetzten der zweitstärksten Partei zu Verhandlungen eingeladen. Sie alle, meine hämischen Datteln, kennen den Verlauf dieser Handgreiflichkeiten, die aber phasenweise sehr flüssig gewesen sind.
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