Politik



Sehr geehrte Frau Innenministerin!

auf die zechn steign Ich hoffe, ich wende mich hier in Ihnen an die zuständige Persönlichkeit. Mein Anliegen ist folgendes: Schon seit einigen Wochen protestieren inzwischen die Studenten in den Unis. Wände werden beschmiert und andere Studenten, nämlich die fleißigen, vom Lernen abgehalten. Ewig wird über Blödsinn diskutiert und die ganze Zeit nur Party! Politik und Universitätsleitung sind offenbar unfähig dem Treiben Einhalt zu gebieten.
Wie ich in meiner Zeitung gelesen habe, wird das alles mit sogenannten „Social Networks“ organisiert. Wenn Sie schon nicht die Polizei hinschicken wollen (können?), könnten Sie als Innenminister dann nicht wenigstens überwachen, was da alles so organisiert wird?

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Viktoriabarsch und Waffenhandel

Viktoriasee Wie Fischfang Menschen fesselt, wie strukturelle Ausbeutung ganz unbemerkt Millionen tötet.

In Ausgabe No. 2 vom Mai 2007 berichteten wir über die Situation in der D.R. Kongo. Allzu viel hat sich dort seitdem nicht zum Besseren gewandelt.

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Der geplatzte Fußball-Traum

Es ist der Traum vieler afrikanischer Kinder: Fußballstar werden und der Armut zuhause entfliehen. Europäische Talente-Scouts machen mit ihnen ein riesiges Geschäft.

„Tausende Talentscouts durchkämmen die provisorischen Fußballplätze in Afrika. Immer auf der Suche nach dem einen fantastischen Spieler, der dem Scout zu Reichtum verhelfen kann. Für so ein Wunderkind zahlen die Klubs zwischen sechs und sieben Millionen Euro“, erzählt Lars Madsen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich eine regelrechte Industrie um die Fußballtalente gebildet, mit einigen wenigen Gewinnern – und vielen Verlierern.

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Interview mit keiner Netzgiraffe

Im Dienste seiner Leserschaft kennt der Bagger weder Höhen- noch Tiefenangst. Diesmal haben wir für Sie das vermutlich höchste Tier der Republik Österreich interviewt: den Giraffenbullen [Name aus Diskretionsgründen gestrichen] im Tiergarten Schönbrunn. Er gewährte uns das Gespräch im Austausch gegen eine Schubkarre frisches Akazienlaub. Bestechung? Mitnichten. Ein Freundschaftsgeschenk.

Zu Anfang muß ich Ihnen die Frage stellen, die allen unseren Lesern auf den Lippen brennt: Sind Sie eigentlich eine Netzgiraffe?
Ich muß doch sehr bitten! Betrachten Sie nur einmal, wie die Ränder meiner Schecken mit ihrem zarten Zackenmuster, beinah wie Fransen eines edlen Perserteppichs, sachte vom Orangebraunen ins Cremefarbige übergehen. Wie hingehauchte Blütenblätter, wie ein meisterliches Aquarell!

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They eat turtles, don't they?

© Greenpeace India This story is true. That does not make it much better. Good luck.

It all came to a head one night when I found myself crying in the sand outside a tent on an abandoned fishing wharf, with a very small mouse sitting be­side me, looking at me very sympathetically.
I was twenty one, doing a job that was way out of my league: researcher with one of the world’s biggest environmental organisations, and dreading the day when they would find out they had hired a child, and send me away with a pat on the head. To make matter much, much worse, my first assignment was in Orissa, India, a corner of the earth that god forgot, and the devil couldn’t be bothered with. I was six hours from the nearest town, ten hours from the nearest internet connection, and sixteen hours away from the nearest hot shower. And I was supposed to be saving a species from extinction.

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Zurück in die Zukunft!

Illusorisch, unfinanzierbar, weltfremd … das sind Schlagworte, mit denen die Forderungen der Bildungsprotest-Bewegung regelmäßig stigmatisiert wird.
Dass dies völliger Unsinn ist, zeigt ein kurzer Blick auf die maßgeblichen Veränderungen im Universitätsbereich in den letzten zehn Jahren. Die zentralen Anliegen betreffen nämlich durchgehend alte bildungspolitische Errungenschaften, die zuletzt einer ignoranten, arroganten und bildungsfeindlichen Politik zum Opfer gefallen sind.

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Im Netz des Propheten

Viel wird über den Koran geschrieben, gesprochen und gedeutet, doch wenige, scheint es, haben ihn zur Gänze gelesen. Der Bagger hat sich von vorne bis hinten durch dieses Werk gegraben und fügt nun einen weiteren fragwürdigen Knoten im Netz der kontroversen Rezeption dieses Werkes hinzu.

Der Koran ist arabisch. Da manche drin das Diktat und daher die Sprache eines überirdischen Wesens sehen, wird gerne behauptet, dass er nicht übersetzbar sei. Sollten Sie, geschätzter Leser, diese Meinung vertreten, wird empfohlen, diesen Artikel bei der eifrigen Lektüre der vorliegenden Zeitschrift zu überspringen. Er wird Ihnen keinen Aufschluss und keine neue Einsicht bringen. Diesem Artikel liegt die deutsche Übersetzung von Max Henning (siehe unten rechts) zugrunde.

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Panama, Suez – Thaikanal?

Technisch gesehen ist der Kanal keine Herausforderung. Dafür umso mehr politisch. Warum er seit 300 Jahren geplant ist, aber nie gebaut wurde.

„We have cut America in half, we cut Africa in half, we can also cut South Asia in half“, meint der Brite Eric euphorisch. Ihm gehört die Farang-Bar in Chumphon. Farang bedeutet auf Thailändisch Westler.

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Rechts-Links

Ist das noch sinnvoll, das Links und Rechts? Ist das nicht eher eine Layoutsache?
Seit Jahrzehnten wiederholt das linke Professoriat, dass Sozi/Kommunismus links und Faschi/Nazismus rechts sind. Strache und Haider sollen rechts sein, brutale Glatzen ebenso. Rechts sind aber auch die Liberalen und Libertarianer. Wie geht das zusammen?
Nehmen wir zwei Parameter: Macht des Staates (was darf der Staat vorschreiben und bestimmen) und das Geld, das er den Menschen unter Androhung der Gewalt nimmt (= Steuern):
Ganz links auf der Skala sind dann kommu/faschistische Diktaturen.

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Wenn Singen weh tut

Qualtinger (c) shivaelectra/flickr.com Über Gerhard Bronners und Helmut Qualtingers satirische Liedtexte, die Macht der Satire und die Gefahr der Umarmung.

Manchmal will man einfach nur ausbrechen. Ob aus einem nur mehr automatisiert ablaufenden beruflichen Alltag, der allzu vertraut gewordenen Lebensgemeinschaft oder dem Meeresurlaub mit Sardinencharakter – das Anderswo verspricht immer schöner und besser zu sein als das Hier und Jetzt. Sollten Sie zu jenen Personen gehören, die Gedanken Taten folgen lassen, sei Ihnen eines ans Herz gelegt: wenn schon Ausbruch, dann bitte stilvoll: Ein Ausbruch darf ruhig zelebriert und von langer Hand geplant werden, sollte im entscheidenden Moment aber dennoch spontan rüberkommen.

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