Wissenschaft

Warum Geld der Joker im Spiel des Lebens ist. Und warum es eigentlich nichts wert ist.

Das Geld liegt auf der Straße

Ist der Titel eines Buches, in dem der Autor (und selbsternannter Börsenguru) „Normalbürgern“ einerseits Tipps zum Sparen und andererseits zur Geldanlage an der Börse gibt. Die Meinungen der bis dato zwei Buchrezensenten auf Amazon liegen weit auseinander:
Der eine bezeichnet das Buch als „die Landkarte zum Glück“ und empfiehlt es vor allem Menschen, „denen [ihr] Geld nicht reicht und [die] mehr erreichen wollen als jeden Monat für zu wenig Lohn arbeiten zu gehen“, die andere verbleibt mit der Empfehlung, dass „der beste Sparansatz ist, das Buch erst gar nicht zu kaufen“.

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Sex als Arbeit

Verletzung der Menschenwürde oder Menschenrecht? Abzuschaffendes Übel oder selbstbestimmte Arbeit? Freiwilligkeit oder Zwang? – Die Diskussion um Prostitution/Sexarbeit bewegt sich entlang mehrerer Dichotomien.

Schreiben, Reden, Forschen zum Thema Prostitution (a), so die Soziologin Martina Löw, findet „jenseits der Meistererzählung“ statt. „SexarbeiterInnen, ZuhälterInnen, SozialarbeiterInnen, PolizistInnen wissen viel über Prostitution, aber diese Kenntnisse widersprechen sich und folgen unterschiedlichen Erzählsträngen“. Darum gibt es in diesem Feld „zahlreiche Wahrheiten“, die nebeneinander existieren.

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Biotumen statt Bitumen!

Biotumen statt Bitumen!

Die Biowelle hat uns ja vieles gebracht: Bioobst, Biobier, Bioweine, Biokondome und all die schönen Dinge, die die Welt so dringend braucht wie ein Viertderivat des VdU, die uns aber zumindest ein gutes, Zen-Buddhistisch orientiertes Gefühl und eine leichte Brieftasche geschenkt haben. Aber ich sage euch abermals: Resist the hype!

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Philosophen auf der Straße – waren Sokrates und Diogenes Punks?

fpunk Die Punk-Ausstellung der Kunsthalle Wien (mit dem schönen Untertitel „No one is innocent“) soll Ausgangspunkt sein für die Frage wie und v.a. warum im Altertum manche Philosophen ebenso bewusst und gerne auf der Straße lebten wie in unseren Zeiten die Punks …

Wer auf der Straße als Lebensort angekommen ist, hat meistens nicht mehr viel zu lachen. Und in der Regel auch nichts mehr zu sagen – tut er oder sie es dennoch, reagieren wir abwehrend. Vermuten wir doch zumeist im Anderen den alkoholisierten Sandler, den halbkriminellen Tunichtgut, den allenfalls zu Bemitleidenden, der uns sein Leid klagen will. Doch wer will sich denn in seiner kostbaren Zeit mit diesen Ausgeschlossenen (vgl. hierzu das gleichnamige Buch von Heinz Bude erschienen im Hanser Verlag: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft, 2008) befassen?

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Der Asphaltklee

Weder Klee noch Asphalt.

Wer glaubt, der Asphaltklee (Bituminaria bituminosum) käme deshalb zu seinem Namen, weil dieser etwa auf weitgehend vegetationslosen Asphaltseen (also dort, wo Bitumen auf natürliche Art und Weise an die Erdoberfläche gelangt) zu wachsen vermag, der irrt. Auch mit den Asphaltbelägen auf unseren Straßen hat die Pflanze nur wenig zu tun.

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Theaterpädagogik – die spielerische Reise zum (unerforschten) Selbst

Wir erfinden uns ständig neu, wir passen uns immer neuen Situationen an und beweisen u.a. durch „lifelong learning“, dass wir uns stets verbreitern (wollen). – Wirklich? Oder sind wir nicht vielmehr phlegmatische Gewohnheitstiere, die es sich in vorgefundenen Strukturen so gut es geht einrichten, Widerstände scheuen und allenfalls mit den Rollenerwartungen unserer Umwelt geschickt jonglieren – und uns selbst völlig außer Acht lassen?

Kontrastreicher und unzureichender könnte man die menschliche Spezies wohl nicht fassen, wir sind weder weiß noch schwarz, sondern ein (grauslich) graues Volk(?) – Widerlegung erwünscht! Die leuchtende jeweils wechselnde individuelle Handhabung der – und Beziehung zur – Welt ist uns abhanden gekommen. Wir sind entweder (ideologisch eindimensional) erstarrt, chamäleonesk oder uneigentlich in unserem Sein – so zumindest der (nicht unbegründete) Verdacht der Theaterpädagogen.

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Das Autoren-Dilemma

Warum es besser ist, keinen Spieltheorieartikel zu schreiben

Bei dem Wort Spieltheorie denkt man unwillkürlich an das Gefangenendilemma, eventuell an das Nash-Gleichgewicht (dessen Erfinder bekanntlich zu zweifelhaftem Hollywood-Ruhm gelangte), da es kaum mehr dazu zu sagen gibt, müsste man diese also beschreiben, wenn man sich dazu entschlösse, einen Artikel über Spieltheorie zu schreiben. Einer der Grundzüge der Spieltheorie besteht aber darin, sich zuerst über mögliche Ausgänge eines Spieles den Kopf zu zerbrechen und das Gleichgewicht schon in der Simulation zu finden, statt sich plötzlich inmitten eines Dilemmas wiederzufinden und festzustellen, dass man die dominierte Strategie gewählt hat und ohne Gewinn nach Hause gehen wird müssen.
Als versierte Spieltheoretiker müssen wir daher zunächst prüfen, ob ein solches Gleichgewicht überhaupt vorhanden ist, bzw. welches die beste Wahl einer Strategie im Spiel „Spieltheorieartikel für den Bagger“ darstellt.

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Nur ein Spiel?

Spiele sind wiederholbar, zeitlich begrenzt und unterliegen willkürlichen Regelungen. Man sagt, ein Spiel sei eben „nur ein Spiel“ und nicht Teil der „eigentlichen“ Lebensrealität. Dieser Artikel soll jedoch das Gegenteil zeigen – die zentrale Bedeutung des Spielens für unsere Auffassung der Wirklichkeit.

17. Juni 2007, 8:16 Uhr morgens. Im tschechischen Pendant zum „Wetterpanorama“ sehen verdutzte FernseherInnen plötzlich einen Atompilz in der Landschaft aufsteigen. Aber das geschah nicht wirklich – es stellte sich bekanntlich als eine Aktion der Künstlergruppe „ztohoven“ heraus. Was in unserer Welt überhaupt wirklich ist oder nicht, darüber scheiden sich die Geister. Man kann über verschiedenste philosophische Ansichten diskutieren, oder diese Debatte überhaupt für sinnlos (äh, nicht zielführend) halten, das überlasse ich jedenfalls anderen (bitte, gern geschehen!). Aus Platzgründen bleibt mir hier nur, meine Position begründungsarm anzuführen: Unsere Auffassung der Wirklichkeit ist subjektiv, sie ist jedoch kommunizierbar (also inter-subjektiv). Wir sehen nämlich die Lebenswelt nicht, wie sie ist, sondern so wie wir sie subjektiv wahrnehmen – jeder also in anderer Art und Weise, da jede Wahrnehmung selbst wieder von bestimmten Bedingungen abhängig ist (so legen etwa bestehende Meinungen über Dinge, Personen usw. im Vorhinein fest, wie wir solche wahrnehmen).

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Rezension: Wolfgang Tschirk - Vom Spiegel des Universums. Eine Geistesgeschichte der Mathematik.

kurze Beschreibung „Naturwissenschaftliche Theorien kommen und gehen.[…] Ganz anders ergeht es da der Mathematik.“ Wolfgang Tschirks logisches Nachfolgewerk des Buches „Vom Universum – eine Geistesgeschichte der Physik“ lädt zu einer Zeitreise durch die Geschichte einer Wissenschaft, die heutzutage w

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Österreich einig Atomfreiistan!

Über die Ambivalenz der Österreicher in der Haltung zur Atomkraft

Es gibt ein paar Dinge, die ziemlich undankbar sind. Schnapshändler in Teheran zum Beispiel, Kanalräumer in Kalkutta oder Qualitätsbeauftragter in einer chinesischen Spielwarenfabrik. Und dann gibt es etwas, das all dies wie einen Thermenbesuch erscheinen lässt. Der ultimative Scheißjob zur Lage der Nation: ATOMKRAFTBEFÜRWORTER in Österreich. Es ist ein scheiß Job, aber irgendwer muss es ja machen.
Eines der wenigen Dinge, über die sich ganz Österreich einig ist, ist dass Atomkraft furchtbar, gefährlich und eine verachtenswürdige Sache ist. Glücklicherweise ist Österreich eine atombefreite Zone, äh atomkraftbefreite Zone.

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