Elf Minuten

I'm hot baby ...

Hitzige Gedanken zu Paulo Coelhos „Elf Minuten“

Buchcover Coelho, © Diogenes Verlag Als Paulo Coelho den Alchimisten auf den Markt warf, war ich jung, auf der Suche und dankbar für Weisheiten aus der Wüste. Vertrauensvoll packte ich meinen Rucksack, um „Auf dem Jakobsweg“ hinter diesem weisen Manne herzutrappeln, doch schon nach den ersten Seiten stellte sich gröberes Unbehagen ein. Am Ufer des Rio Piedra ging mir schließlich ein Licht auf, Veronika beschloss, zu sterben, und es war nur mehr ein Blick über die Schulter, den ich Coelho zum Abschied zuwarf. Ich wollte kein böses Blut zwischen uns, doch der „Eso-Schlumpf“, wie ihn ein Journalist einst treffend bezeichnete, konnte es nicht lassen, schrieb einfach ein Buch nach dem anderen und verkaufte sie zu Millionen.
Wenn ich seit dem Erscheinen des Romans „Elf Minuten“ vor vier Jahren eine Hardcoverausgabe des Buches immer bei mir trage, dann nur deswegen, weil ich Coelho damit vermöbeln werde, sollte uns die Weltenseele jemals zusammenführen.

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