Gewalt

Aus Alt mach Neu

Griechenland ist pleite, an jeder Ecke steht ein Atomkraftwerk und im Fernsehen nix Gescheites. Die Welt geht in die Miesen und wir sind dabei. Und zu allem Überfluß haben wir Politiker, die versuchen, unsere Kapitalgesellschaft zu retten. Da möchte man doch aus der Haut fahren? Tun Sie’s doch – das Glück liegt auf der Straße!

Ich habe mir heute einen Baseballschläger auf Amazon bestellt. Neben unterschiedlicher Form, Farbe und Größe eines Schlägers besteht das wesentliche Qualitätsmerkmal im Material, Alu oder Holz, und insofern man nicht bereits Sixpacks hat, ist der Griff nach Aluminium zu empfehlen. Es ist wesentlich leichter, liegt dadurch hervorragend in der Hand und bei harten Schlägen ergeben sich Dellen, doch wir wollen kein Purist sein, so ein Schläger kostet keine 20 Euro, und Dellen sehen noch dazu cool aus. Für den vorausdenkenden Käufer gibt’s ihn (den Schläger) auch in Rot,  muß nicht sooft gereinigt werden, und das kann – kleiner Tipp – viel Mühe ersparen!

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Die Vorstadt brennt (immer noch)

Nicolas Sarkozy, heutiger Marionetteur, versprach als damaliger Oberschlumpf (als Innenminister war er auch Polizeichef) im Vorwahlkampf die Vororte von Paris mit dem Kärcher vom Gesindel zu reinigen und hat mit diesem tölpeligen Löschversuch einen Superbrandbeschleuniger kreiert. Eineinhalb Jahre danach brennen die Banlieues immer noch, und die Grand Nation, scheint es, leckt heimlich mit besorgten Augen und erstaunt die Wunden.
Erlebnisbericht eines Wahlparisers kunterbunt vermengt mit persönlichen Eindrücken und intellektuellem Polemikausguß.

Heute erwärmen nicht mehr 800 brennende Autos pro Tag unseren Alltag hier, denn das Maß ist wieder ins Normale, sprich achtzig Autos pro Tag zurückgesunken. So fand sich gar bei uns, als wir einzogen, keine zwanzig Meter der Eingangstür entfernt, ein ausgebranntes Vehikel, ein Ausläufer der vorstädtischen Gewalt, ein Zungenschlag der Flammen hinein, über die Ringautobahn hinweg, bis zum Friedhof Père Lachaise, damit auch Voltaire und Jim Morrison etwas von der Party haben.

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