Interview

Hans Unstern - ein Interview

  "Paris" - Hans Unstern mit Spieluhr im B72 (Wien) am 25.11.2012. (Foto: wein)

Ich mag Hans Unstern. Sehr. "Kratz dich raus" und "the great hans unstern swindle" sind zwei der bemerkenswertesten Alben, die in den letzten Jahren erschienen sind - textlich, musikalisch und konzeptuell. Deshalb dieses Interview.

Du singst auf deiner neuen Platte, du hättest alles getan, um den Leuten nicht zu gefallen? Zwar deckt sich deine Definition von Popsong nicht mit der der meisten Menschen, aber ein sehr ausgeprägter Sinn für Ästhetik durchzieht soundtechnisch, visuell und was das Konzept auf der Bühne betrifft dein ganzes Werk. Du gefällst also schon, bloß suchst du dir dein Publikum sehr genau aus. Willst du bei den Zuhörern und Zuhörerinnen irgendetwas Spezifisches bewirken?

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theoral

thoral #4

Das Konzept der Serie Baggers Konkurrenz ist ja genau genommen: Welchen Schriftwerken könnte der Bagger an einem gewissen möglichen Ablagerungsort noch begegnen. Wenn auch der besagte Ort in diesem Fall doch etwas unpassend erscheint, wollen wir uns doch ein wenig diesem interessanten Machwerk widmen - wo auch immer wir uns gerade befinden.

Wir sprechen von theoral - eine Kleinbuch-Serie mit dem selbsterklärenden Untertitel: oral music history and interesting interviews.  Auf der projekteigenen Homepage wird das folgendermaßen ausgeführt:

Es ist unser Ziel, einen ständig wachsenden und sich formenden corpus von meist nur mündlich überlieferter Geschichte der creative music (improvisierte, experimentelle, Neue, Jazz, &c. Musik) zu schaffen. Wir treten aber nicht als Autoren auf, sondern übergeben – in Form von Gesprächen – das Wort an jene, die diese Geschichte lebten und leben.

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"Vorerst gescheitert"

„Vorerst gescheitert“: Karl Theodor zu Guttenbergs Interview mit Giovanni di Lorenzo, erschienen im Herder Verlag, 2011

Die Wellen schlagen hoch wenn die Rede auf den früheren deutschen Verteidigungsminister zu Guttenberg kommt. Sein Interviewbuch löste nicht nur bei der Leserschaft der „Zeit“ Empörung aus – dort aber besonders viel. Denn sein Interviewpartner war Zeitchefredakteur Giovanni di Lorenzo, der einen Vorabdruck in der Hamburger Wochenzeitung veröffentlichte und hier auf wenigen Seiten das „best of KT“ präsentierte. Dem akademischen Publikum der Zeit missfiel das Rampenlicht, das dem aus allen Ämtern ausgeschiedenen Expolitiker zuteil wurde. Man vermutet in Lorenzo einen Steigbügel-Halter für Guttenbergs politisches Comeback.

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Mit Martin Mucha durch Wien Noir

seelenschacher

Martin Mucha ist der Autor von „Papierkrieg“ und „Seelenschacher“, zwei hard-boiled Wien-Krimis die 2010 und 2011 im Gmeiner Verlag erschienen sind. Der Bagger hat mit ihm Kaffee getrunken und nach seiner Meinung zu Krimis, Wien und Verbrechen gegraben.

Warum schreibst du Krimis?
Einerseits, weil es ein Krimi ziemlich leicht macht, einen vertikalen Schnitt durch eine Gesellschaft zu machen, von ganz oben bis ganz unten Leute vorkommen zu lassen. Das ist schön, wenn Du aus mehreren Perspektiven Schauplätze hast, die von einem Loft im Ersten zur Würstelbude im Fünfzehnten reichen können, von Leuten mit ganz unterschiedlichen materiellen Sicherheitsniveaus.

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Streiten bis die Fetzen fliegen

Und wenn es auch nur Worte sind – eine verbale Attacke ergibt die andere, einem Vorwurf folgt bestimmt der nächste. Aufgetan hat sich die sprichwörtliche Wand, an der jedes Verständnis abprallt, und einen weiteren Streit zum zähen Ende bringt. In solchen und ähnlichen Situation übt sich die eingetragene Mediatorin Rosemarie Untner als Dolmetscherin zwischen verhärteten Fronten. Der Bagger im Gespräch.

Wie würden Sie den Beruf Mediation definieren?
Persönlich definiere ich es als Konfliktregelung, wenn verschiedene Parteien Probleme miteinander haben, aber trotzdem in der Zukunft miteinander auskommen müssen. Mediation ist sehr zukunftsorientiert, wir gehen nicht in die Vergangenheit. Es ist keine Therapie oder Vergangenheitsbewältigung, sondern es wird versucht, Lösungen für die Zukunft zu finden, so dass ein Miteinander wieder funktioniert.

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hier + jetzt

„Zwischengefühle“ – ein charmantes Kaffeekränzchen mit Franz Adrian Wenzl und Klaus Mitter von Kreisky.

Kreisky, die in diesem Frühjahr ihre selbstbetitelte Debutplatte veröffentlich haben, müssen unbedingt zur Sonnenseite der hiesigen Musikszene gerechnet werden. Eine Kapelle, die tut, was sie für richtig hält, ohne notwendigerweise ungenießbar zu sein und also ohne sich zwanghaft selbst zu sabotieren. Die vier Herrschaften machen schon seit geraumer Zeit Musik und haben sich nach diversen Ausflügen in die verschiedensten Richtungen des Wiener Untergrunds nun zu Kreisky formiert, die zwar deutschsprachige Rockmusik machten, sich vom Deutschrockgenre aber deutlich distanzieren. Ich habe mich mit dem Sänger (FAW) und dem Schlagzeuger (KM) der Band in einem altehrwürdigen Wiener Kaffeehaus getroffen.

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