Leere

Die Macht des Vakuums

Warum die Leere nicht ganz leer ist und das Universum womöglich durch deren Restbestand beherrscht wird, zeigen eine Spritztour in die unendlichen Weiten des Kosmos und ein Tauchgang durch die wunderliche Quantenwelt.

Blickt man nachts zum Himmel, sieht man das Licht unzähliger Sterne — riesiger Gasbälle, die durch das Verbrennen ihres Wasserstoffvorrats Strahlung erzeugen und so auf sich aufmerksam machen. Sterne, die am Himmel mit freiem Auge zu erblicken sind, gehören zu unserer Muttergalaxie, der Milchstraße. Zwischen den Sternen einer Galaxie finden sich viele Gas- und Staubwolken, die mitunter kosmische Geburtenstationen darstellen, wo sich durch Verdichtungen Sterne bilden. Kundige des Himmelszelts wissen mit geeigneten optischen Hilfsmitteln nicht nur solche „Nebel“, sondern auch einige Verwandte der Milchstraße aufzuspüren: Im Weltall tummeln sich ca. 100 Milliarden Galaxien, die sehr gesellig sind und sich durch Gravitation gerne zu Gala­xienhaufen oder gar Superhaufen zusammenschließen. Unsere Nachbargalaxie Andromeda befindet sich bereits in einer Entfernung von 3 Millionen Lichtjahren – die fernsten Galaxien, die man bis jetzt entdeckt hat, haben das Licht, das wir jetzt von ihnen sehen, bereits vor über 10 Milliarden Jahren abgeschickt und bringen uns dadurch Kunde über die Urzeit des Universums. So, und jetzt bitte festhalten: Ver­glichen mit dem Gesamtinhalt des Weltalls war bis jetzt gerade mal von ein paar Hundertstel die Rede!

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Viel Lärm ums Nichts

leider leerEin fiktiver Dialog um Sein oder Nichtsein des Nichtseins.

Es ward am Sankt Nimmerleinstag im Jahre Schnee, als ein alter Mann namens Manfred, dessen Löffel mit Sicherheit bereits zu anderwärtiger Benutzung freigegeben wurde, einen seiner zahlreichen Geburtstage zelebrierte. Um diesem eine Aura der Besonderheit zu verleihen, wurden all seine treuesten Gefährten eingeladen, die schließlich auch erschienen sind und mit ihm ein wahrhaft rauschendes Fest feierten. Gegen Mitte der Nacht sonnten sich die meisten Gäste in ihrem verworrenen Bewusstsein und schufen somit eine Atmosphäre fernab jeglicher Befangenheit. Mitten im tosenden Getümmel setzte sich der alte Mann, um sich aus einem Krug reinen Wein einzuschenken.

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Aller Anfang ist leer!

Eine Einführung in die Problematik, warum das mit dem Buddhismus alles nicht so einfach ist.

Haben Sie den Artikel übers Vakuum schon gelesen? Das sollten Sie vielleicht zuerst tun. An diesen will ich nämlich hier ein bisschen anknüpfen, wenn auch in einem ganz anderen Bereich.

Wenn man nämlich das ganze Geschwafel von schwarzen Löchern, dunkler Materie und dunkler Energie und Vakkuumenergie liest, wenn da so die Welt Stück für Stück zerstückelt wird und zuletzt kaum mehr was bleibt, außer dubiosen aus dem Nichts entstehenden Energien, kommt einem schon die Frage: „Ja, gibt’s denn überhaupt irgendwas wirklich?“

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The Emptiness of Existence

“Paradise is right beneath our feet, …”

In English, the word ‘emptiness’ often connotes a negative psychological state of numbness, depersonalization and isolation from the world. When a person says she feels empty inside, she might mean she feels useless, that her life has no purpose or that life itself has no purpose.(1) Most of us have felt this kind of emptiness at some point in our lives, at least to a degree. However, as a translation, emptiness carries another meaning, and is synonymous with ‘nothingness’ or ‘the void’, all approximations of the Sanskrit term shûnyatâ. In Mahâyâna Buddhism, this kind of emptiness is not a feeling about life, it is the very condition of all life and, indeed, existence itself. It is neither negative nor positive, for it is not a concept. As Maitreyanâtha, one of the founders of the Yogâchâra school of Mahâyâna, wrote: “Suchness, reality-limit, the signless, the ultimate reality, […] non-duality, the realm of non-discrimination, […] the inexpressible, that which has not been stopped, the Unconditioned, Nirvana, etc. […] These, briefly, are the synonyms of emptiness.” And further, “[T]he expressions are not figurative, but should be taken literally.”(2)

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Buddhistisches Vakuum, meditativ

Diese Leerheit ist eine ganz andere als unsere normale, menschliche gähnende Leerheit. Buddhistische Leerheit gähnt nämlich nicht: ist eine NYE, Not Yawning Emptiness. Wie hats eigentlich bei den Buddhisten angefangen, diese Lehre der Leerheit? (Was Buddhismus ungefähr ist, wissen heute die meisten aus den Hollywood-Filmen.)

Buddhisten sind die Alten, die Braadn und die Zenmaasta — das Wort zen kommt vom chinesischen čchang (Bier), und das wiederum vom Sanskrit-Wort suff (Meditation). Zenmaasta praktizieren dzuō čchan oder zazen, „Meditation im Sitzen“, also sitzen ständig umatum.

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