Psychologie

Francois Lelords „Beinahe normale Fälle eines ungewöhnlichen Psychiaters“ (2011)

Nach all den „Hector“-Romanen erschien nun erstmals im Piper Verlag das Debüt „Das Geheimnis der Cellistin. Beinahe normale Fälle eines ungewöhnlichen Psychiaters“ (frz. Original 1993) des Bestsellerautors und praktizierenden Psychiaters Lelord auf Deutsch. Ein kritischer Lesebericht.

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Spiegelbruch und Börsenkrach

Vom Nutzen und Nachteil des Aberglaubens für das Leben

Als LehrerIn kann man sich derzeit glücklich schätzen. Die Stellung des Prügelknabens der Gesellschaft dürfte man momentan eher das Finanzwesen innehaben – und ein kleiner Winzling freut sich bekanntlich dann, wenn er noch kleinere erblickt (Ha ha!). Genug der Schadenfreude: Für die bemitleidenswerten Börsenheinis unter uns dürfte besonders der 13. August interessant werden. Es handelt sich dabei um einen der Freitage, die aufgrund kalendarischer Numerik zumindest einmal im Jahr zu einem Unglückstag mutieren. In Krisen wie diesen schreit das förmlich nach einem der berüchtigten „schwarzen Freitage“, wie etwa dem an der Berliner Börse am 13. Mai 1927 – der Rest ist bekanntlich Geschichte …

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Die uferlose Suche nach dem Selbst

Was uns Selbsthilfebücher über unsere Gegenwartskultur erzählen.
*Eine Analyse anhand Robert Pfallers Kulturtheorie. *

Der Erfolg ist in dir, du schaffst es – nämlich alles, was du willst, du musst nur ganz fest daran glauben und so oft wie möglich positiv denken. Sei ganz du selbst und die Welt liegt dir zu Füßen. Sorge dich nicht, lebe – als kleine Draufgabe erfährst du, wie man Freunde gewinnt. 5 Wege zum Glück, 77 Schritte zum Erfolg, 1000 Arten, du selbst zu werden – die Wege zum persönlichen Glück sind wahrlich vielfältig, die Ratgeberliteratur dementsprechend zahlreich. Kaum eine Buchhandlung, die nicht eine eigene Abteilung für „Selbsthilfe“ oder „Lebenshilfe“ führt, gefüllt mit allerlei Weisheiten darüber, wie das eigene Leben zu gestalten ist.

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Nur ein Spiel?

Spiele sind wiederholbar, zeitlich begrenzt und unterliegen willkürlichen Regelungen. Man sagt, ein Spiel sei eben „nur ein Spiel“ und nicht Teil der „eigentlichen“ Lebensrealität. Dieser Artikel soll jedoch das Gegenteil zeigen – die zentrale Bedeutung des Spielens für unsere Auffassung der Wirklichkeit.

17. Juni 2007, 8:16 Uhr morgens. Im tschechischen Pendant zum „Wetterpanorama“ sehen verdutzte FernseherInnen plötzlich einen Atompilz in der Landschaft aufsteigen. Aber das geschah nicht wirklich – es stellte sich bekanntlich als eine Aktion der Künstlergruppe „ztohoven“ heraus. Was in unserer Welt überhaupt wirklich ist oder nicht, darüber scheiden sich die Geister. Man kann über verschiedenste philosophische Ansichten diskutieren, oder diese Debatte überhaupt für sinnlos (äh, nicht zielführend) halten, das überlasse ich jedenfalls anderen (bitte, gern geschehen!). Aus Platzgründen bleibt mir hier nur, meine Position begründungsarm anzuführen: Unsere Auffassung der Wirklichkeit ist subjektiv, sie ist jedoch kommunizierbar (also inter-subjektiv). Wir sehen nämlich die Lebenswelt nicht, wie sie ist, sondern so wie wir sie subjektiv wahrnehmen – jeder also in anderer Art und Weise, da jede Wahrnehmung selbst wieder von bestimmten Bedingungen abhängig ist (so legen etwa bestehende Meinungen über Dinge, Personen usw. im Vorhinein fest, wie wir solche wahrnehmen).

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Erhitzte Gemüter

Ein kleiner Überblick über Ursachen und Erklärungskonzepte des komplexen psychologischen Phänomens der Aggression.

Probieren Sie einmal Folgendes aus: Begeben Sie sich mit dem Auto auf eine stark befahrene Straße (am besten im städtischen Gebiet). An einer ampelgeregelten Kreuzung warten Sie die Grünphase ab und fahren jedoch nicht los, sondern bleiben einfach bis zur nächsten Rotphase stehen. Nun beobachten Sie im Rückspiegel die Reaktionen Ihrer Nachfolger – mit großer Wahrscheinlichkeit gehören diese zu einem menschlichen Verhaltensrepertoire, welches dem Thema dieses Artikels entspricht – der Aggression. Was aber ist Aggression eigentlich? Stellt man sich die­se Frage, bieten sich viele verschiedene Definitionsmöglichkeiten an: Begriffe wie Gewalt, Ärger, Hass, Kriminalität, Krieg, Terror, Mobbing etc. zeugen von einem weit reichenden Umfang der Thematik. Wie bei vielen anderen Begriffen der Psychologie ist auch bei der Aggression eine scharfe Definition kein leichtes Unterfangen. So finden sich auch in der Fachliteratur zum Teil unterschiedliche Begriffsklärungen, wobei ein möglicher kleinster gemeinsamer Nenner in der absichtlichen Schädigung anderer besteht.

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Das psychosexuelle Leben der Bagger Leser/innen und Schreiber/innen (BLS) – Ein heißer BLS-Test

Die Fragen sind intim. Bleiben wir bei der Sie-Form. Bitte ausfüllen, gemäß Schlüsselblatt Punkte zusammenzählen und an der Bagger-Website können Sie das Resultat ablesen.

1. Wie viele BLS haben Sie schon vernascht?
a 0
b 1
c 2
d 3–50

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