Österreich

Vielgeprüftes Opferreich

Bei Verbrechen gibt es generell zwei große Nutznießer. Einerseits der_die Täter_in, der_die sich dadurch einen (unmoralischen) Vorteil verschafft; andererseits die Polizei, die in Folge davon ihre Existenzgrundlage rechtfertigen darf. Dummerweise hat aber immer auch eine_r das Bummerl: das Opfer. Noch dümmererweise leben wir hier in einem Land, dessen Bewohner_innen diesbezüglich ganz besonders leidgeprüft sind.

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Raubtierarten in Österreich

Raubtier

Ein faszinierender wie alarmierender Bericht über den Bestand heimischer Carnivora

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich hätte an dieser Stelle der angekündigte Bericht über den so genannten „Raubtierkapitalismus“ erscheinen sollen. Auf eine Weisung des BMI hin wurde uns die Veröffentlichung, mit Verweis auf das neue Anti-Terrorgesetz (§ 613 Abs. 30b), allerdings untersagt.

Die österreichische Fauna hat mit Beginn der Industrialisierung stark an Artenvielfalt verloren. Die großindustrielle Nutzung der Forste und Gewässer, ebenso der Alpintourismus, forderten ihren Tribut insbesondere unter größeren Raubtierarten. Damit wurden zugleich jene Parasiten gefährdet, die in Symbiose mit den bedrohten Raubtieren leben.

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Heimelige Sprechwege

Von den unterirdischen Ge­heim­gedankengängen, im Labyrinth öffentlicher Rhe­torik, im Schatten­spiel des Offensichtlichen. Ein Experte packt aus.

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Das Märchen von der Volksherrschaft

Bei einigen Millionen Wahlberechtigten ist die Wahrscheinlichkeit höher, auf dem Weg zur Wahlurne tödlich zu verunglücken, als mit der eigenen Stimme die Wahl zu entscheiden. Noch Fragen?

Demokratie ist ja im Grunde genommen schon was Feines. Jedermann und (in der modernen Version) jedefrau darf mitentscheiden, wer die Verantwortung für den kollektiven Schlamassel übernimmt (sofern ihn die Entscheidungsträger_innen nicht ohnehin selbst verursachen). Als häufiges Nebenprodukt ergibt sich, dass jedermensch vor diversen Bösewicht_innen gefeit ist – und selbst für Letztere gibt es den Schutzmantel der Unschuldsvermutung (zumindest so lange, wie man Ermittlungen hinauszögern kann). Außerdem erfreut den Autor dieser Zeilen, dass Mundwerk und Schreibgerät selbst dann freies Geleit erhalten, wenn sie einen noch so großen Unfug in die Welt setzen.

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Unterirdisch

quetschgefahr– oder: Wer and’ren eine Grube gräbt, hat Gold im Mund

Jetzt geht das ja schon wieder los. Ich hab ja gedacht, dass jetzt, wo die Richterin Ministerin ist, die Sache erledigt ist. Die hat das sicher ordentlich gemacht, weil sonst wär’ sie ja nicht Ministerin geworden. Und der Prikopil hat sich ja auch umgebracht, also sind eh schon alle bestraft.

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Unter der Alm

ZwergenfürstenAufzeichnungen darüber, wie Österreich von unten regiert wird.

Eigentlich hatte die Wanze ja beschlossen, Belauschung und Spionage für eine Weile an den Nagel zu hängen und sich einen aus­führlichen Winterschlaf zu gönnen. Zu diesem Zweck zog sie sich also auf eine abgeschiedene Alm zurück und begann, sich ein behagliches Löchlein zu graben. Wie sie nun aber mit der Tiefe schon fast zufrieden war, da brach ihr plötzlich der Boden unter den Füßen weg. Und eh sie sich versah, fand sie sich in einer reich geschmückten unterirdischen Halle wieder: Sie war ganz unabsichtlich (und auch ganz unbemerkt) in den Palast des Zwergenkönigs Dörfli eingebrochen, der gerade dem Fürsten Vovis, dem Herrscher über das benachbarte Reich, eine Audienz gewährte.

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Unser Planet für unsere Leut!

außerirdischeÜber den Umgang mit unserer Ein­sam­keit im Universum und warum zu viel Außer­irdisches ohnehin niemandem gut tut.

Wieder ist die Welt um ein unerfülltes Versprechen reicher: 2010 sollte doch laut Arthur C. Clarke „das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“, werden. Denkste: Die einzigen grünen Männchen, die wir immer wieder zu Gesicht bekommen haben, waren die aus der irdischen Politik – und selbst die haben ihre besten Tage hinter sich. Was also ist los mit den Aliens? Roswell und Area 51 interessieren ebenso wie die Serie Akte X niemanden mehr und jeder Furz im Wald ist aussagekräftiger als alle bis dato registrierten Signale, die von einer weiteren Intelligenz in den unendlichen Weiten des Alls bezeugen. Sind wir also tatsächlich allein im Universum? Oder sind wir denen da draußen schlichtweg wurscht?

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Fett, reich und träge in die Sklaverei

Hier ein BUWOG-Skandal, da ein HYPO-Fiasko, daneben eine träge, überforderte Justiz, die sich nicht aus der Umarmung der Politik lösen kann, eine Regierung, die, um die nächsten Wahlen nicht zu verlieren, per Verfassungsbruch das Budget verschiebt, ein Kanzler, der seine eigene, wenigstens annähernd reformwillige Bildungsministerin hintergeht und ihre Pläne während ihres Urlaubs torpediert, eine Asylpolitik, die dieser Bezeichnung spottet, eine Volkspartei, die dagegen ist, ihre Finanzierung dem Volk gegenüber offen zu legen, …

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Migration macht Gesellschaft

Migration (von latein. migratio „Wanderung“) bezeichnet in soziologischer Hinsicht jeden längerfristigen Wohnsitzwechsel einzelner oder vieler im geographischen und sozialen Raum. Wesentliche Faktoren für diesen Entschluss sind beispielsweise bessere Wohn- und Arbeitsverhältnisse, höhere Löhne, Sicherheit und demo­kratie­politische Aspekte oder persönliche Motivationen.

Der aktuelle Wiener Wahlkampf ist eingeläutet und Straches FPÖ hetzt in altbekannt blauer Manier mit „Mehr Mut für unser Wiener Blut. Zu viel Fremdes tut niemandem gut.“ Diese rassistische Kampagne sollte ein dunkelrotes Warnsignal für die österreichische Politik sein, um dem konstruierten „Feindbild Migration“ einen Riegel vorzuschieben und diese besorgniserregenden Entwicklungen öffentlich zur Sprache zu bringen.

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Gerede des Pflanzministers: Protektorat Österreich

Es gilt das gebrochene Wort!

Herzlich willkommen im Pflanzministerium!
Nicht alle, die eingeladen wurden, sind entkommen. Aber für die wenigen, die entkommen sind, freue ich mich ganz besonders.
„Projekt Österreich“ – der Titel versagt, wann es nur geht. Lassen Sie mich gleich zu Anfang was Klares bestellen. „Konfekt Österreich“ heißt: Es ist etwas auf dem Holzweg. Es gibt kein Ziel. Und es gibt noch weniger Arbeit. Und wenn wir über das „Insekt Österreich“ sprechen: Denken wir nur kurz darüber nach, was dieses Österreich eigentlich für uns ist. Von außen betrachtet ein feines Land – in Wahrheit aber kein großartiges Land. Ein Land, das weltweit eine enorme Gebanntheit hat. Ein Land, das große Apathiewerte genießt. Öko-komisch betrachtet: Eine Macke mit enormem Potential.

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