Viennale

Über den Zeitraub „of a lifetime“

Das Filmfestival als temporales Paradoxon. Ein Erlebnisbericht.

Zeit ist Geld, heißt es. Und wirklich ergeben sich bei genauerer Betrachtung erstaunliche Parallelen: sowohl in der temporalen wie der finanziellen Erschließung der Welt ist von Raub und Investitionen, von Verlusten und Gewinnen die Rede und der Erfahrung nach rieselt beides gern durch die Finger. Mithin ganz ungeachtet der Tatsache, dass es noch keine Zeitlotterie gibt und die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit nicht mit der Anpassung der Leitindizes zu vergleichen ist, besteht doch Konsens bezüglich der Äquivalenz dieser beiden Größen, die unser modernes Leben vermessen. Darum scheint es angebracht, den Zeitmangel zu bezahlen und zwar nicht bitter büßend, sondern – besser – süß genießend sein Geld zu investieren, um dann keine Zeit zu haben,– mit anderen Worten also – in den ausgelassenen Besuch eines Filmfestivals, wie zum Beispiel die vor kurzem zum neunundvierzigsten Male über die Leinwände gelaufene Viennale in der hiesigen Hauptstadt der Mannerschnitten.

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Filmempfehlungen am Jahresende

Zwei Dokumentarfilmchen, auf die man schon während der Viennale linsen konnte, laufen seit November auch in den hiesigen Kinos: Wer also American Passages von Ruth Beckermann und Tahrir Liberation Square von Stefano Savona noch nicht gesehen hat,  möge sie sich doch hiermit wärmstens ans Herz legen lassen und sich bei nächster Gelegenheit ins Kino des Vertrauens begeben.

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There are no rules

Die alljährliche Viennale macht den Herbst zur schönsten Zeit im Jahr. Zumindest für Filmbegeisterte. Um 11 Uhr vormittags im Kinosessel versinken, Rumkugeln essen „en masse“, hoffen auf einen guten Film. Keinesfalls enttäuschend war „Mogari no mori“, ein Film der japanischen Regisseurin Naomi Kawase. In Cannes gewann der Film den großen Preis der Jury. Bleibt zu hoffen, dass der überaus sehenswerte Film auch regulär in die heimischen Kinos kommt…

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