Wien

Ich möchte Teil einer Fahrradbewegung sein!

Alec HagerAlec Hager ist Obmann der IG Fahrrad, Chefredakteur des Fahrrad-Magazins Velo­sophie und aktiver Teil der Critical Mass Vienna. Der Bagger bat zum Interview.

Kannst du vielleicht kurz deinen fahrrad-politischen Werdegang schildern?
Das ist eine Ent­wicklungs­geschichte, die ich für unaufhaltsam halte für jedeN, der/die in eine Großstadt kommt. Ich bin zum Studieren nach Wien gekommen und habe aus Kosten­gründen mein altes Fahrrad mitgenommen. Nach und nach bin ich draufgekommen, dass es weder not­wendig ist, ein Auto zu besitzen noch öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

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Der Kampf um Wien.

Eine Farce in geheimen Akten.

Am 10. Oktober wird zu Ehren des fünfundzwanzigsten Todestages von Orson Welles sowie des Kärntner Landesfeiertags ein Duell seinen Ausgang finden. Die Protagonisten dieser postmodernen Farce im Wolfspelz sind UHBM (Unser Herr Bürgermeister) Michl Häupl, sowie sein gebissiger Kontrahent Hunz-Christian Strache (weitere zahntechnische Wortspielereien vorbehalten).

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Ginga

© by Georg Oberlechner Als mir vor ein paar Wochen – leider viel zu spät – „they should have told us“ (2008) von Ginga in die Hände gefallen ist, wurde mein musikalischer Begriff von „Wien“ einer gründlichen Revision unterzogen. Ich dachte eigentlich, ich kenne die „Stadt der Musik“. Ich kenne die Gesichter und die Geschichten dazu und die Lokale, in denen sie sich abgespielt haben. Alle? Nicht ganz! Es gibt da dieses gallische Dorf, das sich nicht in „die Szene“ einverleibt hat. Nicht mal aus Trotz, sondern schlicht, weil sie sich auf die Musik konzentriert haben und keine Lust hatten, mit den üblichen Verdächtigen abzuhängen, nur um im Gespräch zu bleiben. Dazu später noch.

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Fressen und gefressen werden

Über die Konsumgesellschaft und das Geschäft mit der Reklame

„Der Konsumideologie liegt der Wunsch zugrunde, die ganze Welt zu verschlingen, der Konsument ist der ewige Säugling, der nach der Flasche schreit,“ meint der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker und Sozialpsychologe Erich Fromm in Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft von 1976. Da wir nun bekanntlich mehr denn je in einer Konsumgesellschaft leben: Sind wir denn alle nur noch geistige Nackerbatzeln, die am Tropf der Wirtschaft hängen, der wir hinten unsere Arbeitskraft reinschieben, nur um dann in unserer Freizeit die von ihr ausgespieenen Produkte konsumieren zu dürfen? Leiden wir darunter? Auch der Säugling wirkt doch ganz glücklich, nachdem er sich sattgetrunken hat. Und überhaupt: War das nicht schon immer so?

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Lueger haben kurze Beine

Karl LuegerWie der kleine Adi dem großen Karli verfiel

Es kommt schon öfters vor, dass der Herrgott nicht ganz aufpasst, jedenfalls gibt es im Laufe unserer Geschichte schon immer wieder so kleine Anzeichen von geistiger Schwäche bei ihm. Da geht’s mit ihm durch, vielleicht macht er auch ein kleines Scherzchen dann und wann, oder er hat gerade wichtige Termine, jedenfalls läuft’s öfters mal ein wenig verkehrt da oben, und daraus resultieren hier unten bei uns schlußendlich dumme Dinge, beispielsweise das Schnabeltier, die Sackratte oder der Karl Lueger.

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Das Wiener Lugeck

Bär Wer öfter in der inneren Stadt unterwegs ist, wird das Lugeck (nicht nur, aber auch wegen der Nähe zu Stephansdom und Ankeruhr) kennen, auch wenn er kein leidenschaftlicher Eisesser ist … Wer aber weiß, dass dieser Ort ein Geheimnis birgt?

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Praha, Berlin, Amsterdam, Venezia, Wien

PragWege durch meine Lieblingsstädte

Wer häufig zu Gast in einer Stadt, findet mit der Zeit die eine oder andere Straße, die das Lebensgefühl der Einwohner, den Geist der Stadt ganz besonders trefflich zu spiegeln scheint – und ist sich hoffentlich dennoch des immerfort eigenwilligen Zugehens, Durchstreifens, Wertens bewusst…

Prag

Novy Svet, die „neue Welt“, eine Welt für sich auf dem Prager Burgberg: eng aneinander geschmiegte bunte kleine einstöckige Häuser fernab des bezahlpflichtigen Trubels im oft gepriesenen Goldenen Gässchen, das zur reinen Shoppingmall, allerdings mit Geschichte, verkommt. In der neuen Welt hingegen lebt es sich ruhig, keine Touristengruppen und Taschendiebe verirren sich in diese atmosphärisch dichte Ecke Prags.

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Sterben in Wien

Eine Führung im Wienmuseum Karlsplatz

„Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.“ vermag man wie Epikur zu denken. Wird somit der an die Wand gemalte Teufel genannt, so kommt er auch schon gerannt, und man befindet sich an einem düsteren und wolkenverhangenen Sonntagnachmittag, an dem man mit einem Besuch des Wienmuseums am Karlsplatz die Zeit totschlagen wollte, mitten in einer Führung zum lebensfeindlichsten Thema überhaupt: nämlich über die Geschichte der ewigen Wiener Jagdgründe. Man erfährt einiges über Tötungs- und Bestattungsriten, wie sie im Laufe der Zeit ihren Wandel erfahren haben, und wie bzw. warum nicht mal vor dem Tode alle gleich waren (Die Habsburger waren zum Beispiel um einiges gleicher und durften sich dreifach bestatten lassen – wie ungerecht!).

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Vienna/Emma Sightseeing


Sightseeing am Südbahnhof


simply the best


Baustelle für den neuen Wiener Hauptbahnhof


Nicht Enna, sondern Emma hieß der Sturm, der darüber hinwegbrauste und dabei auch einen Kran umwarf. Im Hintergrund, rechts über dem Bagger ist noch die davon geschlagene Bresche zu sehen.

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Das andere Wien

„Wien ist anders!“ verkünden große Werbetafeln an den Stadteinfahrten. Na schön, aber wie anders? „Anders als andere europäische Großstädte!“ dürfte damit wohl gemeint sein. Wird schon so sein – ist aber höchstens die halbe Wahrheit. Gänzlich anders sind nämlich vor allem die lieben Wienerinnen und Wiener: Da helfen keine Aufkleber mit der an sich schon paradoxen Behauptung „Ich bin ein freundlicher Wiener“. Und auch keine Plakate, die einen „Willkommen in der Nichtraunzerzone“ heißen. Denn wirklich echt ist in Wien nur eines: der Grant!
Dieses kommunale Karma manifestiert sich hierorts in Form eines gewaltigen Grantscherbens: ein übel riechender Nachttopf, der sich wie eine riesige Käseglocke über die schöne Wienerstadt stülpt. Darunter aber wabert eine durch und durch vergiftete Atmosphäre, durchsetzt von latenter Aggression und gegenseitiger Abneigung, in der schon die bloße Existenz des anderen als ganz persönliche Beleidigung empfunden wird. Und das lassen die ständig angefressenen Wiener einander auch recht deutlich spüren. Nun, wir wissen ja: „Die Hölle, das sind die anderen.“ Und deshalb wird einem in Wien oft ganz anders ...

Gast-Baggerdelle von Richard Weihs

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