Fleisch

Beim Illuminatenfleischhauer

Hätte ich gewusst, dass meine Greißlerin Mary mit den verschwörerischen Illuminati im Bunde steht – ich wäre sicherlich im Stande gewesen, meine Lust zu zügeln. Meine unheimliche Lust auf Schokolade, nicht auf Mary, die mich jeden Tag genau einmal überkommt, die Lust, nicht Mary. Eigentlich ist Mary gar nicht meine Greißlerin, ja nicht einmal dass sie Mary heißt, kann ich zweifelsfrei sagen. Zweifelsohne aber gehört Mary zum Namen eines verlassenen Geschäfts, das mit „Delikatessen“, „Imbiss“ und „Stube“ in gotischen Lettern beschriftet ist.

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Tropenfrucht oder Rinderschnitzel?

KuhDas Kreuz mit der bewussten Ernährung. Und was man alles bedenken kann – besonders beim Fleisch.

Was ist denn nun die bösere Wahl? Das Rinderschnitzel aus heimischer Zucht vom frisch geschlachteten glücklichen Jungstier oder der höchst vegetarische, aber dafür umso exotischere Obstsalat mit frischer brasilianischer Mango und Weintrauben aus Südafrika eingeflogen?

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Die Verzehrung der Gerichtsmedizinerin

“‘Gessen wird das, was am Tisch kommt, selbst wenn’s die Schwiegermutter ist”, lautet zwar ein Sprücherl meines Vaters (Nachkriegsgeneration!) – ob er jedoch zu seinem geflügelten Wort stünde, wenn man ihm das auftischte, was die Gerichtsmedizinerin damals vor unseren Augen schnabulierte, bleibt zweifelsfrei zweifelhaft.
Dagegen war das von meinem Kindergarten-Sitznachbarn ausgespuckte, flachsig fette Riesenbröckerl Reisfleisch ein Lercherl. Angeekelt würgte ich es hinunter, aus Angst, die Tante könnte mich für den schlatzigen Klumpen totes Tier, der da neben meinem Teller lag, rügen und mich zurück zu den kleinen Hosenscheißern versetzen.
Nun gut, also bitte zu Tisch.

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