Tod

Der Fall des Sperlings

SperlingWerden wir geschöpft? Wenn nicht, wer kommt nach uns? Das älteste bisher bekannte Gespräch zum Thema Intelligent Design, exklusiv von der Wanze.

Anläßlich eines (leider nicht datierbaren) Ausflugs nach Helsingør verkroch sich unsere Wanze hinter dem Wandbehang eines Prunkzimmers in Schloß Kronborg. Zufällig unterhielt sich dort eben der dänische Kronprinz mit dem Hofkaplan Christoffer Skjøneborn, kurz Born genannt (bei Shakespeare tritt er namenlos auf, s. Hamlet V 1, 212-236).
Für seine Hilfe beim Entziffern des dänischen Originaltranskripts danken wir Isildur Smørrbrødsen aus Kopenhagen, argwöhnen allerdings, daß ihm dabei sein elfischer Humor näher am Herzen lag als strikte Texttreue.

Hamlet: Wie wollt Ihr erkennen, Herr Kaplan, was nach einem klugen Plan erdacht ist und was nicht? Bei meinem Schwert hat der Schmied gewiß nicht an ein Kruzifix gedacht, und doch, wenn man es umdreht –

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Buried – Lebendig begraben

buriedPaul Conroy, gespielt von Hollywoodstarlet Ryan Reynolds, ist als Truckfahrer für die Ausfuhr von Hilfsgütern im Irak tätig. Als es einen Anschlag auf seinen Konvoi gibt, werden seine Arbeitskollegen erschossen, während er sich lebendig begraben in einem hölzernen Sarg wiederfindet. Die einzigen Grabbeigaben sind ein Mobiltelefon, ein Feuerzeug, Knicklichter und eine Taschenlampe. Seine Lage ist denkbar schlecht. Conroy, keuchend und nach Luft ringend, orientiert sich mithilfe eines Feuerzeugs in der engen Dunkelheit seines Verlieses. Die Dialoge sind ausschließlich auf Conroys Telefonate mit der Außenwelt begrenzt und geben Einblick in sein Leben als Familienvater. Als der Anruf einer seiner Entführer einlangt, wird der Grund für seine missliche Lage bekannt – die Kidnapper halten ihn für einen amerikanischen Elitesoldaten und stellen ihm eine Lösegeldforderung.

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Das Glück mitten unterm Unglück

kurze Beschreibung Mitten im größten Unglück – genau dort, wo man meint jetzt ersticken zu müssen, genau dort, wo es nur noch schlimmer werden kann, und auch schlimmer wird, genau dort – ausgerechnet dort – hat das Leben so viel Humor, dass es dem leidenden Menschen einen Perspektivenwechsel gönnt. „Oskar und die Dame in Rosa“ von Eric-Emmanuel Schmitt ist so eine Geschichte, die diesen Perspektivenwechsel beschreibt, so leicht, dass man es nicht glauben kann. Dieses Buch, das ohnehin sehr bekannt ist, aber Wert ist immer wieder in Erinnerung gerufen zu werden, handelt von Oskar, einem zehnjährigen Buben im Krankenhaus, der Krebs hat und bald tot sein wird.
Oskar weiß, dass er bald tot sein wird, aber das ist nicht sein Problem.

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Sterben in Wien

Eine Führung im Wienmuseum Karlsplatz

„Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.“ vermag man wie Epikur zu denken. Wird somit der an die Wand gemalte Teufel genannt, so kommt er auch schon gerannt, und man befindet sich an einem düsteren und wolkenverhangenen Sonntagnachmittag, an dem man mit einem Besuch des Wienmuseums am Karlsplatz die Zeit totschlagen wollte, mitten in einer Führung zum lebensfeindlichsten Thema überhaupt: nämlich über die Geschichte der ewigen Wiener Jagdgründe. Man erfährt einiges über Tötungs- und Bestattungsriten, wie sie im Laufe der Zeit ihren Wandel erfahren haben, und wie bzw. warum nicht mal vor dem Tode alle gleich waren (Die Habsburger waren zum Beispiel um einiges gleicher und durften sich dreifach bestatten lassen – wie ungerecht!).

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