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Nocheinmal Sharpeville

Sharpeville Massacre 1960

Was machte Marikana möglich? Ein histo­rischer Erklärungsversuch für die schweren Arbeitskämpfe im reichsten Land Afrikas.

Einige Wochen zuvor waren mehrere Polizisten von einem Mob gelyncht worden. Die Polizei war nervös. Die Menschenmenge, mehrere tausend Protestierende, ließ sich durch die tief fliegenden Miltärjets nicht auseinandertreiben. Was genau zur Eröffnung des Feuers führte, sollte unklar bleiben. Möglicherweise ein vermeintlicher Schuss aus der Menge, eher vereinzelte Steinwürfe und überforderte Polizisten auf der anderen Seite. Zunächst waren die Demonstrierenden so überrascht, dass sie erst zu laufen begannen, als die ersten Getroffenen zusammenbrachen. Die Polizei feuerte weiter – hunderte Verletzte und 69 Tote, ein guter Teil davon auf der Flucht in den Rücken getroffen, waren die Bilanz.
Das war das Sharpeville-Massaker von 1960, welches den Verfall des Apartheid-Regimes in Südafrika einläuten sollte. Wie konnte es diesen September soweit kommen, dass sich, nur knappe 20 Jahre nach Ende des Regimes, jene Szene fast detailgetreu wiederholte, als am 16. August in Marikana tausende Minenarbeiter für höhere Löhne demonstrierten und 34 von ihnen erschossen wurden?

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Mehr als tausend Gründe

blutHaben Sie auch schon Gold gekauft? Wie es am Ende des Regenbogens wirklich aussieht.

Gold ist in aller Munde. Die Anleger flüchten in Gold, heißt es. Die Zeiten sind schwierig, Besserung ist nicht in Sicht: Die allgegenwärtige Krise, zuletzt im Gewande der Schulden- und Währungskrise, wütet unvermindert weiter. Gold aber hat Bestand; es kann nicht wie Papiergeld verzinst oder beliebig in rauen Mengen nachgedruckt werden. Alle wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen: Die Nachfrage ist enorm, die Münzprägereien kommen mit der Produktion kaum nach; mobile Goldhändler tingeln durch die Lande und kaufen alles auf, was glänzt: Zahnersatz, Familienerbstücke, ausgediente Eheringe. Wohlfrisierte Krawattenträger legen uns nahe, unser Vermögen zu soundsoviel Prozent in Gold zu investieren.

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Wem gehört der Nordpol?

… und wohin uns diese Frage führt.

Dutzende Artikel wurden in letzter Zeit unter diesem Titel geschrieben. Eigentlich sollte die Frage jedoch eher lauten: „Wem gehört die Arktis?“ oder noch besser: „Wem gehört das nördliche Polarmeer?“ Darüber wurde nämlich im Mai auf einer Konferenz im grönländischen Ilulissat zwischen den Anrainerstaaten Russland, Dänemark, Kanada, USA und Norwegen diskutiert. Denn seit die Klimaerwärmung Hoffnung auf ein eisfreies Polarmeer macht, wecken auf dessen Meeresgrund vermutete Bodenschätze Begehrlichkeiten der genannten und anderer Staaten. Insbesondere Dänemark, das hier dank der noch nicht erfolgten vollständigen Autonomie Grönlands wohl in erster Linie den aussichtsreichsten Vertreter der EU spielt, und Russland wetteifern um den Löwenanteil der vermuteten unterseeischen Schatzkammer.

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