Straße

Praha, Berlin, Amsterdam, Venezia, Wien

PragWege durch meine Lieblingsstädte

Wer häufig zu Gast in einer Stadt, findet mit der Zeit die eine oder andere Straße, die das Lebensgefühl der Einwohner, den Geist der Stadt ganz besonders trefflich zu spiegeln scheint – und ist sich hoffentlich dennoch des immerfort eigenwilligen Zugehens, Durchstreifens, Wertens bewusst…

Prag

Novy Svet, die „neue Welt“, eine Welt für sich auf dem Prager Burgberg: eng aneinander geschmiegte bunte kleine einstöckige Häuser fernab des bezahlpflichtigen Trubels im oft gepriesenen Goldenen Gässchen, das zur reinen Shoppingmall, allerdings mit Geschichte, verkommt. In der neuen Welt hingegen lebt es sich ruhig, keine Touristengruppen und Taschendiebe verirren sich in diese atmosphärisch dichte Ecke Prags.

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Philosophen auf der Straße – waren Sokrates und Diogenes Punks?

fpunkDie Punk-Ausstellung der Kunsthalle Wien (mit dem schönen Untertitel „No one is innocent“) soll Ausgangspunkt sein für die Frage wie und v.a. warum im Altertum manche Philosophen ebenso bewusst und gerne auf der Straße lebten wie in unseren Zeiten die Punks …

Wer auf der Straße als Lebensort angekommen ist, hat meistens nicht mehr viel zu lachen. Und in der Regel auch nichts mehr zu sagen – tut er oder sie es dennoch, reagieren wir abwehrend. Vermuten wir doch zumeist im Anderen den alkoholisierten Sandler, den halbkriminellen Tunichtgut, den allenfalls zu Bemitleidenden, der uns sein Leid klagen will. Doch wer will sich denn in seiner kostbaren Zeit mit diesen Ausgeschlossenen (vgl. hierzu das gleichnamige Buch von Heinz Bude erschienen im Hanser Verlag: Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft, 2008) befassen?

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Wessen Straße? Unsre Straße?

Ein Streitgespräch über den Sinn des politisch aktiv Seins

Nachdem sie bisher heimlich Manfreds Existenzfragen („Viel Lärm ums Nichts“; siehe Bagger-Ausgabe No. 3)und die hitzige Religionsdebatte zwischen Thusnelda und Joachim („Feuer auf die Altäre“ in No. 5) für uns belauscht hat, ist die neugierige Bagger-Wanze weitergekrabbelt und
gerade in einer Cliché-WG in der Zieglergasse im siebten Wiener Gemeindebezirk gelandet, wo sich Roman, Philosophiestudent, Philodendra, eine Kultur- und Sozialanthropologin im 5. Semester, die gerade von einer längeren Indien- und Nepalreise zurückgekehrt ist und Kaspar, Schlagzeuger der Polit-Punk-Band „New World Order“ und Beleger einiger Kurse aus Publizistik und Politikwissenschaften, gerade anschicken, ihr spät-vomittägliches Frühstück einzunehmen. Roswitha, die 4vierte Mitbewohnerin, ist noch nicht aufgetaucht und erholt sich vermutlich noch von etwas länger geratenen vorabendlichen Aktivitäten.

Kaspar: (kommt gerade in die gemütlich eingerichtete Wohnküche geschlurft): Sonst noch jemand Kaffee?

Philodendra: Ja, wenn du schon dabei bist.

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