Nationalsozialismus

Hohlwelttheorien – zurück ins Ei

hohlweltDie Erde ist hohl – auf eine von ungefähr fünf Arten. Keine zwei davon können gleichzeitig zutreffen.

Sehr wenige – reale oder fiktive – Reise­be­schrei­bungen enden, ohne daß die Reisenden ihrem Bestimmungsort auch nur einigermaßen nahe gekommen sind. Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1864) enthält sogar den Beweis dafür, daß das im Titel angekündigte Ziel faktisch unerreichbar ist – und das wird nicht einmal thematisiert.
Im 6. Kapitel erklärt der Mineraloge Otto Liden­brock (angeblich mit den Worten Sir Humphry Davys, der ihn 1825 in Hamburg besucht haben soll, was historisch kaum möglich ist), der Erdkern könne nicht so heiß sein, wie man behauptet; flüssiges Gestein müßte, vom Mond angezogen, ebben und fluten wie das Meer und bei jedem Gezeitenwechsel die Erdkruste sprengen – falls sie dem Innendruck überhaupt standhielte. Wie entstehen dann aber Vulkane?

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Spinnennetz – zu Ende gesponnen

Meist gibt es Anlaß zur Freude, wenn sich ein literarisches Fragment lange nach dem Tod des Autors doch noch als vollständiges Werk wiederherstellen läßt. Niemand freut sich aber, daß die verschollenen letzten 20 Kapitel von Joseph Roths Erstlingsroman „Das Spinnennetz“ nach nunmehr 86 Jahren Wartezeit den Weg aus dem Nachlaß in die Druckpresse finden.
Immer schon peinlich genug war die Hauptfigur: Theodor Lohse, entwurzelter Weltkriegsleutnant, Mitläufer, Nachsager, Antisemit aus allerniedrigsten persönlichen Gründen, Spitzel im Kampf gegen den Kommunismus (mit profundem Mangel an politischer Bildung), bei Gelegenheit Folterer und Totschläger.

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Schlechte Autobahnen

HC Strache erklärte mit sarkastischem Unterton vor gut einem Jahr in der ORF-Pressestunde, was alles schlecht an der Zeit des Nationalsozialismus gewesen ist: „Der Erste Mai, die Kirchensteuer, VW-Produktion, Autobahnbauten, das war alles entsetzlich.“

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