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Vom Fälschen und Gefälschtwerden

Hitlers TagebücherDas Bedürfnis, Massenmörder, Diktatoren, Tyrannen – kurz gefasst das Böse zu verstehen, ist groß. Daher rührt wahrscheinlich auch die überdurchschnittlich hohe Anzahl an gefundenen gefälschten Tagebüchern von schauderhaften Gestalten.

Dass die Hitler-Tagebücher im Endeffekt nicht viel mehr bieten als einige Randnotizen zum Problem Blähungen, wenige unmotivierte Vermerke über Wegbestreiter und sonst nur aus fein säuberlich zusammengeschriebenen Chroniken bestehen, ist da natürlich ernüchternd.
„Die Tagebücher sind echt“, schrieb Chefredakteur Peter Koch im Mai 1983 ins Editorial der Zeitschrift stern, eine Woche nach Veröffentlichung der Sensationsentdeckung. Der Fund sollte der Knüller des Jahrhunderts werden – was auch gelungen ist, allerdings nicht ganz so, wie sich das die Redaktion vorgestellt hatte.

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