#9 - Paradies, Mar 09
Was gibt es Besseres als eigene Paradeiser! Ein kleines Gemüsebeet anlegen oder einfach auf dem Fensterbrett im fein vorbereiteten Blumenkistl – wahrlich, der Geschmack schlägt jede profane Supermarkt-Tomate um Längen. Auch der Sortenauswahl sind so kaum Grenzen gesetzt: Da gibt es Skurrilitäten wie die weißbehaarte Deutsche, Vaters Himbeerrote, grüne Zebras oder auch leicht an Ananas erinnernde Irakis, Spezialitäten wie japanische Zwiebeln, gelbe Eier, Ochsenherzen und Dattelweine und Persönlichkeiten wie den Prinzen Borghese, die Opernsängerin Anna Hermann oder den Präsidenten Abraham Lincoln. Und besonders Kreative können sich eine Kamate züchten: Einfach Paradeiser- auf Erdapfel-Pflanze pfropfen und fertig ist das ober- wie unterirdisch fruchtbare Nachtschattengewächs. Kein Wunder also, dass die anfänglich – besonders in Österreich (wie könnte es anders sein) – kritisch beäugte, frisch eingewanderte Frucht, die den Ruf hatte giftig zu sein und Liebeswahn zu erzeugen, bald die Herzen der Europäer eroberte und hierzulande gar zum mit Abstand meistgegessenen Gemüse aufstieg. Und weil wir ihn ehren und lieben, den Paradeiser, widmet sich der Bagger diesmal eine ganze Ausgabe lang seinem Heimatland: Auf ins Paradies!


Also, ich weiß ja nicht. Nur weil da ein paar depperte Pfaffen Unsinn machen, gleich aus der Kirche austreten? Also, ich weiß ja nicht. Die Kirche hat doch schon auch seine guten Seiten, oder? Zum Beispiel unser Pfarrer bei uns daheim, der ist nicht so einer. Dem zahl ich gern die Kirchensteuer … oder auch der Caritas.
Um den 17. Finanzminister der stolzen Zweiten Republik zu zitieren: Es reicht. Es muss einmal ausgiebig über die Welt gesudert werden, am besten am Stammtisch in der Roxy-Bar. Und weil Sudern gemeinhin dem DieDerDas österreichischen StaatsbürgerInNen als wesentliche und nicht uncharmante Eigenart zugeschrieben wird, wollen wir uns dabei auch jenem Thema widmen, welches als Einziges beim Sudern tabu bleibt – Österreich.
Eine US-Soldatin, die im Irak als Querflötistin stationiert ist, hat sich etlichen trivialen Bagger-Fragen zu ihrem Alltag, ihren Beweggründen und ihren Eindrücken im Irak angenommen. Hier ihre ungekürzten und unkommentierten Antworten.
Himmel, Hölle, Fegefeuer – und wo dabei das Huhn ins Spiel kommt
