Vorverriss

Don’t Look back in Schadenfreude!

Was haben der gemeine Kritiker sowie die gemeine Kritikerin gerne? Recht! So wollen wir nun einen kleinen Rückblick auf die Produktionen des letzten Jahres wagen, vor denen an dieser Stelle bereits gewarnt wurde, und befragen bekannte Edelfedern und Giftspitzen des deutschsprachigen Feuilletons zu ihrer Meinung, um noch einmal zu bekräftigen, was ihr nicht verpasst habt und wie (ungemein) Recht der Vorverriss doch hatte.

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„Der Teufel soll mich holen ...

… wenn es so etwas im Stil von „Verehrtes Publikum …“ wird.“
So stellt sich Matthias Hartmann als neuer Intendant des Burgtheaters vor, voll postdramatischer Lustigkeit im Vorwort der Spielzeitvorschau 2009/10.
Daraufhin wird ein noch lustigerer posttraumatischer E-Mail-Dialog mit Mephisto höchstselbst über allfällige Verträge geführt. Kronjuwel der insgesamt lohnenden Lektüre sind die Beschreibungen der kommenden Stücke. Diese sind kreativitätsüberbordende Machwerke: als Zeitungsberichte im Sensationsstil gestaltet und vermutlich aus einer Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogik entstanden. Oder aber es handelt sich um das neue Projekt des Deutsch-Leistungskurses einer Ganztagsschule mit zu wenigen Freizeitmöglichkeiten.

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S...loch!

S…loch!

Die Spielzeit 2008/09 der Theaterszene neigt sich nun wieder unaufhaltsam ihrem Ende zu. Mit den Wiener Festwochen bekommen Theaterjunkies noch eine letzte Dosis, den gloriosen Goldenen Schuss, um dann Ende Juni aus dem Rausch an internationalen Erfolgsproduktionen wider Erwarten doch noch lebend wieder aufzuwachen und sich in einem zwei- bis dreimonatigen Cold Turkey – oder nüchterner gesagt „Sommerpause“ – wiederzufinden, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
Was tun als nach Kultur oder Gegenkultur gierender Mensch, der die innenräumliche Unaufhaltbarkeit zu kompensieren sucht, wenn die kühlen Theaterkeller geschlossen bleiben?

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Virtueller Theaterraum

Die zum Theater in der Josefstadt gehörigen Kammerspiele scheinen sich indes bewusst zu sein, dass man nicht immer nur alte Hadern aufwärmen kann und zeigen ab 7. Mai Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ in einer von dem bekannten (Standard-)Autor erarbeiteten Bühnenfassung.

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Die Talisman-Sensation

Offene Münder! Vor Überraschung ergraute Sommerpelze! Ganz was Neues: Nestroy in der Josefstadt! Am 21. Mai hat unter der Regie von Michael Gampe die Posse „Der Talisman“ von Johann Nestroy Premiere. Warum auch Aktuelles spielen, wenn Otto Schenk seinen Rollentext noch im Langzeitgedächtnis gespeichert hat.

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