Migration

Entkettenhundisierung

Armes Europa. Da hat es jahrzehntelang an seiner Festung gebaut und plötzlich zerbröseln mir nichts dir nichts die gut durchdachten Wehranlagen jenseits des Burggrabens.
Es tritt sich ja bekanntlich immer leichter nach unten als nach oben. Also hat sich der Norden Europas am Süden abgeputzt und ihm per Erstlandregelung in der Migrationsfrage den schwarzen Peter zugeschoben: Asylanträge müssen immer in dem Land gestellt werden, in dem zuerst EU-Boden betreten wurde. Für Staaten wie Griechenland – und mehr noch für die dortigen Ankömmlinge – eine Katastrophe.

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Migration macht Gesellschaft

Migration (von latein. migratio „Wanderung“) bezeichnet in soziologischer Hinsicht jeden längerfristigen Wohnsitzwechsel einzelner oder vieler im geographischen und sozialen Raum. Wesentliche Faktoren für diesen Entschluss sind beispielsweise bessere Wohn- und Arbeitsverhältnisse, höhere Löhne, Sicherheit und demo­kratie­politische Aspekte oder persönliche Motivationen.

Der aktuelle Wiener Wahlkampf ist eingeläutet und Straches FPÖ hetzt in altbekannt blauer Manier mit „Mehr Mut für unser Wiener Blut. Zu viel Fremdes tut niemandem gut.“ Diese rassistische Kampagne sollte ein dunkelrotes Warnsignal für die österreichische Politik sein, um dem konstruierten „Feindbild Migration“ einen Riegel vorzuschieben und diese besorgniserregenden Entwicklungen öffentlich zur Sprache zu bringen.

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[…]

nomad
In school, they told us that the definition of the word ‘nomad’ was someone who moved from place to place. Not once in a while, not on an occasional holiday or gap year, but all the time, moving. ‘Why?’ I remember asking, but my teacher was not impressed, probably because ‘why’ was not a question that made a frequent appearance on exams. I wondered briefly about these people, who I imagined wearing brightly-coloured robes and heavy ornaments, walking tirelessly barefoot across broad expanses of nothing.

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ibaroi de radln

i sog ina aans, es gibt ee scho goa ka lebm mea, nua mea a maschinarii. und da mensch is a radl, des si drin imma weida draan muaß, damit si de aundan radln aa weidadraan. oda hom sie no a mittoxbausn? nix is, as gschefd muaß offm sein fun sime in da frua bis öfe auf d nochd. und rua is daun aa kane.

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Des Schweines Ende ist der Wurst Anfang

Richtig, die obige Erkenntnis stammt von dem herrlich verrückten Dichter Wilhelm Busch. Der vermutlich kaum besonnenere Schriftsteller Jean Paul aber versetzte: „Wurst ist eine Götterspeise. Denn nur Gott weiß, was drin ist.“ Unsere Wanze, wahrscheinlich aufgrund des delikaten Gegenstands der Debatte von einem plötzlichen Hungergefühl übermannt, begab sich aber, anstatt sich der daraufhin folgenden hochphilosophischen Auseinandersetzung zu widmen, auf Nahrungssuche und wurde schließlich an einem Imbissstand in der Wiener Innenstadt fündig, wo sie Zeugin folgender Unterhaltung wurde.

WürschtlFrühmorgens, an einem Wiener Würschtlstand an der Ringstraße. Wenig los. Neben dem Wurschthüttenangestellten ist nur ein am Tresen dösender Sandler anwesend. Ein Burenhäudl und eine Eitrige schmoren seit Stunden auf dem Grill, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer depressiv aussehenden Bratwurst.

Burenhäudl Jessas, wos san denn Sie fia ana?
Eitrige (missmutig ihre verkohlte, aufgesprungene Haut betrachtend) Na, sehn S‘ des net, Sie Lustiger – i bin a Käsekrainer!

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Yeti, Gold und Eldorado

Auszüge aus dem Roman „Das verlorene Paradies“.

[…] Eisig zog der Wind über den Kamm und drückte in unregelmäßigen, erbarmungslosen Böen kalte Luft ins Tal herab. Seit Tagen war die Expedition nun schon entlang dieser namenlosen Gebirgskette einige hundert Meter unterhalb des Grats unterwegs. Namen schien es in dieser Region ohnehin keine mehr zu geben. Der Pfad – wenn man ihn so nennen mochte – hatte der Reisegruppe nun bereits seit einiger Zeit ihre Strecke streng vorgeschrieben. Vor vier Tagen waren sie in nördliche Richtung eingeschwenkt und seitdem hatte sich weder nach oben über den Kamm noch nach unten in die im Nebel verborgene Schlucht ein Ausweg ergeben. Der einzige gangbare Pfad führte weiter nach Norden. Zurück konnten sie nicht, das wussten sie. Ihre Vorräte waren nur darauf ausgelegt ihr Ziel zu erreichen, für eine Umkehr war es bereits zu spät.

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