Kannibalismus

Die Verzehrung der Gerichtsmedizinerin

“‘Gessen wird das, was am Tisch kommt, selbst wenn’s die Schwiegermutter ist”, lautet zwar ein Sprücherl meines Vaters (Nachkriegsgeneration!) – ob er jedoch zu seinem geflügelten Wort stünde, wenn man ihm das auftischte, was die Gerichtsmedizinerin damals vor unseren Augen schnabulierte, bleibt zweifelsfrei zweifelhaft.
Dagegen war das von meinem Kindergarten-Sitznachbarn ausgespuckte, flachsig fette Riesenbröckerl Reisfleisch ein Lercherl. Angeekelt würgte ich es hinunter, aus Angst, die Tante könnte mich für den schlatzigen Klumpen totes Tier, der da neben meinem Teller lag, rügen und mich zurück zu den kleinen Hosenscheißern versetzen.
Nun gut, also bitte zu Tisch.

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Wer frißt was? Großer Speisezettel-Test

Kennen Sie den Ichthyo-Ornitho-Vegetarier, alias Pescetarier? Das ist der Typ, der sich als Vegetarier bezeichnet, aber Thunfischsandwich und Hühnchen ißt. Konsequente Baggerleser sind, wenn schon, dann gleich Veganer der fünften Stufe – sie essen nichts, was einen Schatten wirft. Oder führt wahre Konsequenz vielleicht doch ans andere Ende des Nahrungsspektrums?

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