Roboter

Prag, die Roboter-Stadt

Eine dramatische Erzählung, die zwei Geschichten enthält

Mache bei der nächsten Pragreise einen Abstecher von der üblichen Touristenschleuse Wenzelsplatz – Altstädter Ring – Kleiner Platz – Karlsgasse – Karlsbrücke (für die, die Čéchiš lesen können: Václavské nám – Staroměstské nám – Malé nám – Karlova ulice – Karlův most). Die Strecke ist völlig übersät mit Menschen und deine Geldbörse, Kleinodien und die Rolex werden da flügge. Bleib also am Altstätter Ring (dort befindet sich ein Marktplatz) kurz stehen. In der Mitte steht eine übermenschlich große Statue von Bildhauer Ladislav Šaloun, im Volksmund Šalounovo hovno genannt. Es ist Ayatollah Jan Hus, Priester, Reformer, Rektor und Nationalist († 1415) samt Groupies.

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Auf der Suche nach dem Sinn

Wir schreiben das Jahr 3210. Auf der Erde, die nach ihrer zweiten Zerstörung bereits zum dritten Mal völlig neu erschaffen werden musste, tummelt sich wie eh und je die Krone der Schöpfung namens homo sapiens sapiens sapiensis, welche drauf und dran ist, einem vierten Schöpfungsprozedere den Boden zu bereiten: Grausame Atomkriege wüten auf weiten Teilen des Planeten, inmitten katastrophaler Auswirkungen des nunmehr zehnten fundamentalen Klimawandels. Während der Planet aus seinem letzten Loch pfeift, fristet ein Roboter namens Marvin bereits seit einigen Jahren sein seliges Dasein auf einer einsamen Insel (auf der sich allerdings auch unsere schier unverwüstliche Wanze nach der Aufzeichnung zahlloser unsinniger Gespräche unbemerkt zur Ruhe gesetzt hat). Eines Tages bekommt Marvin, als er sichtlich deprimiert gesenkten Hauptes auf einem kargen Felsen unweit der Küste hockt, unangemeldeten Besuch: Ein schwarzes Auto taucht mit einem atemberaubenden Turboboost-Manöver und einer handfesten Bruchlandung aus dem Nichts auf.

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Ihr Turing-Test

Uns beschleicht ein gräßlicher Verdacht. Irgendjemand liest zweifellos den Bagger, löst die Rätzel und füllt die Tests aus. Aber was ist – o Graus! –, wenn unsere Leser eigens zum Baggerlesen konstruierte Androiden sind oder gar nur virtuell existieren? Nicht daß wir da mit viel Mühe eine Zeitung machen, und dann wird sie nur vom Geheimdienst oder der Chinesenmafia durch irgendeinen Computer gedreht. Schlaue Programme können heutzutage eine etwa fünfzehnminütige Konversation aufrechterhalten, ehe der Gesprächspartner sie als Maschine enttarnt – Ihnen bleiben also nach Adam Riese, Pausen nicht eingerechnet, gut 64 Sekunden pro Frage. Entlasten Sie sich – beweisen Sie, daß Sie Mensch sind! [ENTER]

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Out of Control?

Ein Blick in die Zukunft. Auslöschung oder Unsterblichkeit? Cyborg oder Maschinensklave?

Während mau* in Büchern, Filmen, Comics und Computerspielen schon seit Jahrzehnten von menschenähnlichen Haushaltshilfen träumt und vor übermenschlichen Killerrobotern und diktatorischen Computersystemen zittert, scheint die Realität allmählich die Fiktion einzuholen. In vielen Bereichen könnte es nur noch eine Frage gar nicht mehr so langer Zeit sein, bis uns menschgeschaffene Systeme ein- und überholen. Was passiert, wenn Wissenschaften und Verfahren wie Kybernetik, Robotik, Gentechnik und Nanotechnologie zusammenfinden und tatsächlich künstliche Intelligenz entsteht, die der menschlichen ebenbürtig werden kann?http://mindstalk.net/vinge/vinge-sing.html

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My coin operated boy

Sehr geehrte MitarbeiterInnen von Cyrano Science,

wie vereinbart sende ich Ihnen neben den beiliegenden Testformularen ein persönliches Schreiben über meine Erfahrungen mit dem COBY-2025. Bevor ich mit meinen Ausführungen beginne, möchte ich Ihnen jedoch noch danken, in Ihr Programm aufgenommen worden zu sein. Das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen, bedeutet mir als treue Kundin besonders viel. Vielleicht können meine Erfahrungen mit diesem außergewöhnlichen Prototypen helfen, Sexbots in Zukunft noch mehr Frauen als attraktive Alternative zu präsentieren.

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