#12 - Netz, Dez 09
Wie gewohnt bearbeiten wir auch in dieser Ausgabe ein weites Netz an Themenfeldern, spüren russische Waffenhändler am Viktoriasee auf, berichten über den Handel mit Fußballwunderkindern und hohen Tieren, verwickeln uns in theologische Auslegungen, finden uns am Sternenhimmel wieder, bringen Ordnung ins Wirrwarr der Einheiten und fahren mit der U-Bahn ans Ende der Welt. NETZ ist das Leitthema dieser Ausgabe.

Ich hoffe, ich wende mich hier in Ihnen an die zuständige Persönlichkeit. Mein Anliegen ist folgendes: Schon seit einigen Wochen protestieren inzwischen die Studenten in den Unis. Wände werden beschmiert und andere Studenten, nämlich die fleißigen, vom Lernen abgehalten. Ewig wird über Blödsinn diskutiert und die ganze Zeit nur Party! Politik und Universitätsleitung sind offenbar unfähig dem Treiben Einhalt zu gebieten. 
This story is true. That does not make it much better. Good luck.
Praktisch jedes europäische Volksschulkind kann seinem Geburtsdatum ein Sternzeichen zuordnen. Erwachsene Menschen laufen frei herum, die einen fast zum Analphabeten stempeln, wenn man seinen Aszendenten nicht zu nennen weiß. Und wer hat noch nie sein Horoskop gelesen? Sie? Auch nicht das im Bagger? Sie sind ein Lügner. Trotzdem: führen Sie einmal irgendwen in einer klaren Nacht auf den Hausberg Ihrer Stadt und bitten ihn, Ihnen ein paar Sternbilder zu zeigen. Wenn er es kann, ist er wahrscheinlich ein Berufsastronom. (Kein Astrologe – die benutzen heutzutage nur noch Computerprogramme, denen noch dazu meistens Sternkarten aus dem Hochmittelalter zugrundeliegen.) Schauen Sie selbst in den Sternenhimmel!
„Man muss messen, was messbar ist; und messbar machen, was nicht messbar ist.“
