#13 - Glück, März 10

Glück Traurig? Depressiv? Einsam? Gelangweilt? derBagger® schafft Abhilfe! Schon eine kleine Dosis macht Ihren grauen Alltag wieder bunt und bringt Ihnen lauteres Glück. Verzichten Sie aufs schnelle Geld aus Gewinnspiel, sagen Sie der ewig-vergeblichen Suche nach wahrer Liebe adé. All das wird Sie nicht dauer­haft beglücken; täglich ein paar wohldosierte Portionen derBagger® hingegen wirken Wunder. Und per Abonnement – so viel wird Ihnen Ihr Glück doch wert sein – sind Sie auch vor Entzugserscheinungen gefeit. derBagger® – Glück auf Papier gebannt.
Bagger Nr. 13 als PDF.

Die Elixiere des Monstradabus

Wie man jedes Detail der Weltgeschichte vorhersagt.

Wenn Prophezeiungen tatsächlich eintreffen, hat das manchmal mit Glück zu tun. Zum Beispiel errechneten seit 1990 an jedem Silvesterabend ein paar Astrologen, Papst Johannes Paul II. werde im kommenden Jahr sterben. Die es für 2005 taten, hatten Glück, alle davor Pech. Zum Glück gibt es einige Strategien, um solches Pech zu vermeiden.

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Das Glück ist ein Schulfach

Lehrer unterrichten keine Fächer, sondern Menschen. Über das Erlernen von Glück. In der Schule.

Es ist frühmorgens an der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg und Aufregung liegt in der Luft. Die mündliche Abiturprüfung steht an, alle Schüler sind bereits da. Außer einem: Florian taucht nicht und nicht auf. Schuldirektor Ernst Fritz-Schubert macht sich kurzerhand auf den Weg, um ihn zu suchen. Er fragt in der Klasse herum, wo er sein könnte und tatsächlich findet er ihn kurz später in seiner Wohnung.

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Kirschkompott à la Nostradamus

KirscheWie man ein Kompott aus süßen Kirschen macht, oder aus herben, welche die Italiener Amarenen nennen, und sie so schön und vorzüglich zurichtet wie auf der Welt nur möglich, so daß sie, wenn vor einem Jahr bereitet, nicht anders scheinen, als wäre es gestern geschehen, und von vorzüglichem Geschmack.

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Ist Glück berechenbar?

Ob man Glück und sein Eintreten wirklich berechnen kann ist eine schwierige Frage. Die Philosophen des Utilitarismus wagten eine bejahende Antwort. Wie eine solche Glücksrechnung aussieht, will nachfolgender Artikel zeigen – Mitrechner sind herzlich eingeladen gedanklich mitzutun!

Jeremy Bentham und John Stuart Mill gelten als die Hauptvertreter der philosophischen Strömung des Utilitarismus. Sie forderten das „größte Glück“ für die „größte Zahl“ an Menschen. Dies war in Zeiten der sozialen und industriellen Frage des 18. und 19. Jahrhunderts eine revolutionäre und gut gemeinte Forderung. Doch was ist Glück und wie erlangt die Menge dieses Glück?

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Dust Covered Carpet & Liger - Split LP (beatismurder 2009)

Dust Covered Carpet & Liger - Split LP Es gibt diese winzige Schnittmenge zwischen großem Pop und großer Dringlichkeit. An genau diesem Punkt befinden sich zwei der bemerkenswertesten Bands, die Wien je hervorgebracht hat: Dust Covered Carpet und Liger. Selten war Musik so abgehoben und verführerisch zugleich.

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Paper Bird – Thaumatrope (seayou 2009)

papaer bird - thaumatropeAnna Kohlweis hat Ende letzten Jahres ihr drittes Album „Thaumatrope“ im Wiener Konzerthaus präsentiert. Sie hat sich dabei noch weiter vorgewagt in den Figurenkosmos, den sie sich über die Jahre erarbeitet hat, und diesen angereichert mit Symbolen, Soundschnipseln und einer sprachlichen Wortgewalt, die ihresgleichen suchen muß.

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Entertainment for the Braindead – Roadkill (aaahh.009 2010)

kurze Beschreibung Entertainment For The Braindead – Hinter diesem Bandnamen steckt nicht etwa eine rebellische Punkband oder ein paar eingefleischte Rocker. Nein, was da aus den Lautsprechern kommt, ist die engelsgleiche Stimme von Julia Kotowski, begleitet von ihrem treuen Banjo.

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When The War Came – Yeah! (2009)

when the war came - yeah! Inmitten der sogenannten „Country-Hauptstadt von Kalifornien“ (Bakersfield) lebt der erst 19-jährige Jacob Ninomiya und feilt an seiner Musikerkarriere. Und hätte ich in dem Alter eine solche Stimme und ein solches Talent zum Songwriting gehabt, wär ich wahrscheinlich auch Musiker geworden …

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Ginga

© by Georg Oberlechner Als mir vor ein paar Wochen – leider viel zu spät – „they should have told us“ (2008) von Ginga in die Hände gefallen ist, wurde mein musikalischer Begriff von „Wien“ einer gründlichen Revision unterzogen. Ich dachte eigentlich, ich kenne die „Stadt der Musik“. Ich kenne die Gesichter und die Geschichten dazu und die Lokale, in denen sie sich abgespielt haben. Alle? Nicht ganz! Es gibt da dieses gallische Dorf, das sich nicht in „die Szene“ einverleibt hat. Nicht mal aus Trotz, sondern schlicht, weil sie sich auf die Musik konzentriert haben und keine Lust hatten, mit den üblichen Verdächtigen abzuhängen, nur um im Gespräch zu bleiben. Dazu später noch.

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You Must Be Wrong If You Think You Don’t Love Me

kurze BeschreibungThe Devil and Daniel Johnston (USA 2006) ist eine empathische Dokumentation von Kreativität, Wahn und Sehnsucht, personifiziert in der musikalischen Ausnahmeerscheinung Daniel Johnston.

„Ladies and gentlemen. The best singer-songwriter alive today: Daniel Johnston!“ Ein behäbiger Mitte-40er in Jogginghose flaniert auf die Bühne, legt ein voll geschmiertes liniertes A4 Heft ohne Noten auf den Notenständer und intoniert mit hoher rauchiger Stimme ein Lied, zu dem er auf seiner verstimmten Gitarre streicht. Wer Johnston und seine Musik nicht kennt, befürchtet in den ersten paar Minuten von The Devil and Daniel Johnston womöglich einer juvenilen Sozialstudie eines Trash-Musikers im Stile einschlägiger lokaler Antimusikphänomene, wie sie hierzulande auf FM4 zu hören sind, auf den Leim gegangen zu sein.

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