Natur

Michael Hampes naturphilosophische Betrachtungen

Tunguska

Der Zürcher Philosophieprofessor Michael Hampe hat ein neues Werk vorgelegt. Und es ist ein durch und durch eigenartiges Buch. Denn es spielt geschickt mit den Erwartungen der Leser. „Tunguska“ heißt es. „Oder das Ende der Natur“. Das Cover zeigt ein auf Grund stehendes Boot in einem versteppten Gebiet – soll das Anspielung auf den Aralsee sein? Dadurch Sinnbild unseres problematischen Naturbezuges?

Der Titel Tunguska verweist auf ein Naturereignis in Sibirien zu Beginn des 20. Jahrhunderts, für das es noch immer keine eindeutige wissenschaftliche Erklärung gibt. Will Hampe uns neue Beweise für eine der bestehenden Theorien liefern, oder stellt er seinen eigenen Zugang zum Geschehen dar? Oder ist er gar ein verkappter Apokalyptiker, der mit der Trias Titel, Untertitel und Cover unkt: „Unser aller Ende ist nah“? So recht kann man das auch nicht beantworten, wenn man ins Buch hineinliest. Viele Motti stiften eher noch mehr Unsicherheit und Verwirrung.

weiter...

Zurück in die Zuchtkunst

archenoahDer Verein Arche Noah kämpft seit 20 Jahren für die Vielfalt der Kulturpflanzen. Ge­schäfts­füh­re­rin Beate Koller erklärt im Ge­spräch mit dem Bagger, warum Bio­diversität nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Ernährungs­souveränität ist.

Laut Welt­gesundheits­or­ga­ni­sa­tion ist die Vielfalt der Nutz­pflan­zen im letzten Jahr­hun­dert drastisch ge­schrumpft. Vor 20 Jahren hat sich an­ge­sichts dieser Ent­wick­lung der Verein Arche Noah formiert und der Er­hal­tung dieser Viel­falt ver­schrieben. Warum führt ihr diesen Kampf?
Beate Koller: Zum einen sind Menschen vom Verlust der Vielfalt persönlich betroffen: Viele Leute kennen und vermissen Obstsorten, Gemüsearten oder Kräuter, die sie früher einmal geschmeckt haben, die es aber so nicht mehr zu kaufen gibt.

weiter...

Das Wandern – nicht nur des Müllers Lust

WandernWarum Wandern in unserer Zeit ein heilsames Vergnügen sein kann, sofern man es schafft, den Leistungs­anspruchs­gedanken nicht in luftige Höhen mitzuschleppen …

Wer kennt es nicht, das Volkslied, wonach der Müller (als Stellvertreter aller Handwerker) schlecht ist, wenn ihm „niemals fiel das Wandern ein“? Das Loblied auf die Mobilität (denn damals war man wenn, dann zu Fuß unterwegs) steht in engem Zusammenhang mit der erwünschten Kompetenzerweiterung, die sich der Geselle in der Regel „auf der Walz“, also während seiner „Lehr- und Wanderjahre“ aneignete.

weiter...

Glückwärts. Eine Idylle

Kapitel III b,

in welchem wir, nachdem uns einige Hintergründe nähergebracht, die Familie der Holznerin Katha vorgestellt sowie jene schicksalhafte Veränderung geschildert worden ist, welche durch deren plötzliches Auftreten das bis dahin recht gleichförmige Dasein der jungen Holznerin Katha erschütterte, nun Näheres über die Holznerin Katha selbst erfahren, die nach den darauffolgenden, nicht minder tragischen Wirrnissen und Ereignissen nun – wie im ersten Teil des Kapitels geschildert – ein Leben als Sennin führt.

In dieser Abgeschiedenheit hatte die Sennin Katha also vorerst ihr Glück gefunden, wie sie mir bei meinem ersten Besuch auf der Hütte erzählte.

weiter...
RSS - Natur abonnieren